mini|hochkant=0.7|Albert Patry Albert Patry (* 1. März 1864 in Elbing, Westpreußen; † 26. November 1938 in Berlin) war ein deutscher Theater- und Stummfilmschauspieler.

Leben Patry gab sein Theaterdebüt 1882 in Jena. 1883 ging er nach Heidelberg, 1884 nach Guben. 1886 war er der Gründer des neuen Stadttheaters in Halle (Saale), wo er von 1885 bis 1888 spielte. 1889 ging Albert Patry an das Deutsche Theater nach Berlin. Später wirkte der Ostpreuße an weiteren hauptstädtischen Theatern, so etwa 1900 am Schiller-Theater in der Inszenierung des Hermann Sudermanns Schauspiel Das Glück im Winkel. Er wurde von der Kritik für sein Spiel des Freiherrn von Röcknitz gelobt. Im darauffolgenden Jahr (1901) wechselte Patry ans Berliner Lessingtheater. Weitere Patry-Rollen waren der Petruchio in Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung, der Konsul Bernick in Ibsens Stützen der Gesellschaft und der Badearzt Dr. Thomas Stockmann in Ein Volksfeind, ebenfalls von Ibsen.

Danach war er Schauspieldirektor am Preußischen Staatstheater Berlin und Leiter der Schauspielschule des Königlichen Schauspielhauses in Berlin. Henny Porten bestand dort ihre Aufnahmeprüfung, Ernst Waldow nicht.

Mit 65 Jahren begann er selbst eine Karriere beim Film. Er debütierte 1919 im Film Kreuziget sie! unter der Regie von Georg Jacoby. Zudem spielte er unter dem Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau im Film Der brennende Acker eine Nebenrolle. In den 1920er-Jahren wirkte er in diversen Filmen für verschiedene Produktionsfirmen mit, kam aber nie über Nebenrollen hinaus.

Albert Patry starb am 26. November 1938 in Berlin im Alter von 74 Jahren. Seine Ehefrau war die Schauspielerin Maria Reisenhofer, mit der er auch in einigen Filmen gemeinsam spielte, so in Die goldene Krone.

Filmografie 1919: Das Karussell des Lebens 1919: Kreuziget sie! 1919: Die Pantherbraut 1919: Die Tochter des Mehemed 1920: Das große Licht 1920: Die Abenteuer der Marquise von Königsmarck 1920: Die goldene Krone 1920: Die Marquise von O. 1920: Die Nacht der Prüfung 1920: Die Schuld der Lavinia Morland 1920: Johann Baptiste Lingg 1920: Tötet nicht mehr! 1921: Das begrabene Ich 1921: Das Floss der Toten 1921: Das Gelübde 1921: Das Mädel von Picadilly (2 Teile) 1921: Das Rätsel der Sphinx 1921: Der Dämon von Kolno 1921: Der Schrecken der roten Mühle 1921: Der zeugende Tod 1921: Die Abenteurerin von Monte Carlo (3 Teile) 1921: Die Erbin von Tordis 1921: Die goldene Kugel 1921: Die verbotene Frucht miniatur|hochkant|Albert Patry mit seiner Gattin Maria, geb. Reisenhofer. Foto von Zander & Labisch. 1921: Hochstapler 1921: Ilona 1921: Um den Sohn 1922: C. d. E. (Club der Entgleisten) 1922: Der brennende Acker 1922: Der Favorit der Königin 1922: Der große Wurf 1922: Die Frau mit den zehn Masken, 1. Begebenheit: Das Grab ohne Toten! 1922: Die fünf Frankfurter 1922: Die Küsse der Ira Toscari 1922: Die Tochter Napoleons 1922: Fridericus Rex (1. und 2. Teil) 1922: Fridericus Rex – Sturm und Drang 1922: Könnyved, der große Unbekannte 1922: Lola Montez, die Tänzerin des Königs 1923: Katjuscha Maslowa 1923: Daisy 1923: Die Fledermaus 1923: Der Tiger des Zirkus Farini 1923: Graf Cohn 1923: Irene d’Or 1923: Tatjana 1923: Tragödie der Liebe (4 Teile) 1923: Frühlingserwachen 1924: Das Herz der Lilian Thorland 1924: Gentleman auf Zeit 1926: Staatsanwalt Jordan

Literatur Ludwig Eisenberg’s Großes Biographisches Lexikon der deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. List, Leipzig 1903, S. 751 f. Heinrich Hagemann: Fach-Lexikon der Deutschen Bühnen-Angehörigen. Bd. 1, , 1906, S. 23.

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