miniatur|Sir Guy Standing (1936) Sir Guy Standing KBE (* 1. September 1873 in London; † 24. Februar 1937 in Hollywood, Kalifornien) war ein britischer Film- und Theaterschauspieler sowie Marineoffizier.

Leben Guy Standing wurde als Sohn des bekannten Schauspielers Herbert Standing (1846–1923) geboren. Wie sein Vater wurde er ein prominenter Bühnenschauspieler, der auf beiden Seiten des Atlantiks auftrat. Seine Brüder Jack, Herbert Jr., Percy und Wyndham schlugen ebenfalls entsprechende Laufbahnen als Schauspieler ein. Am Broadway wirkte Guy Standing von 1896 bis zu seinem Tod an insgesamt 31 Produktionen mit. 1914 hatte er zwei kleine Filmrollen, diese blieben jedoch für fast 20 Jahre seine einzigen beiden Filmauftritte.

Er meldete sich beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger bei der Royal Naval Reserve. Standing erreichte während des Krieges den Rang eines Commanders. Für diplomatische Missionen in den Vereinigten Staaten sowie seinen Dienst bei der Royal Naval Reserve wurde Standing 1918 zum Commander of the British Empire (CBE) und ein Jahr darauf zum Knight Commander (KBE) erhoben. Nach Kriegsende kehrte er wieder zur Schauspielerei zurück.

Nach einer langen und erfolgreichen Bühnenkarriere wurde Sir Guy 1933 von Paramount Pictures verpflichtet. In den folgenden vier Jahren bis zu seinem Tod trat er in 18 Filmen auf, oftmals in größeren Nebenrollen. Ähnlich wie C. Aubrey Smith verkörperte er dabei in der Regel ehrwürdige Aristokraten, Geschäftsmänner oder Generäle meist britischen Hintergrunds. Sein erster Film war The Story of Temple Drake mit Miriam Hopkins in der Hauptrolle, in dem er einen Südstaaten-Richter spielte. Zu seinen bekannteren Filmen zählen Die schwarze Majestät, Bengali sowie Signale nach London. In kleineren Produktionen übernahm Standing auch Hauptrollen, so etwa als Marinekommandeur in dem Kriegsfilm Sein letztes Kommando.

Am 24. Februar 1937 erlitt Standing völlig unerwartet auf dem Hollywood Boulevard einen Herzinfarkt und starb beinahe sofort. Es wird darüber spekuliert, dass eine vorherige Vergiftung durch einen Schlangen- oder Spinnenbiss den Herzinfarkt verursachte. Im Laufe seines Lebens war er mit den Schauspielerinnen Isabelle Urquhart, Blanche Burton und Dorothy Hammond verheiratet. Mit seiner dritten Frau Dorothy Hammond (1876–1950) hatte er zwei Kinder. Diese Kinder, Guy Standing Jr. (1904–1954) und Kay Hammond (1909–1980), arbeiteten ebenfalls als Schauspieler. Sein Enkel Sir John Standing (* 1934) ist gleichfalls als Film- und Theaterdarsteller tätig.

Filmografie mini|Guy Standing (um 1906) 1914: True Irish Hearts 1914: Alone in New York 1933: The Story of Temple Drake 1933: The Eagle and the Hawk 1933: Midnight Club 1933: Wiegenlied (Cradle Song) 1933: Hell and High Water 1934: Die schwarze Majestät (Death Takes a Holiday) 1934: The Witching Hour 1934: Double Door 1934: Treffpunkt: Paris! (Now and Forever) 1935: Bengali (The Lives of a Bengal Lancer) 1935: Polizeiauto 99 (Car 99) 1935: Sein letztes Kommando (Annapolis Farewell) 1935: The Big Broadcast of 1936 1936: Palm Springs 1936: The Return of Sophie Lang 1936: I’d Give My Life 1936: Signale nach London (Lloyd’s to London) 1937: Bulldog Drummond: Der Mord im Nebel (Bulldog Drummond Escapes)

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Knight Commander des Order of the British Empire Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1873 Kategorie:Gestorben 1937 Kategorie:Mann