Geay ist eine westfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Charente-Maritime in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Bewohner werden Gexois und Gexoises genannt.
Lage Geay liegt in einer Höhe von etwa 25 Metern ü. d. M. in der historischen Kulturlandschaft der Saintonge etwa 21 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Saintes bzw. 30 Kilometer südöstlich von Rochefort.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018Einwohner 507 509 460 444 464 570 626 754 Im 19. Jahrhundert hatte der Ort stets zwischen 570 und 840 Einwohner. Die Reblauskrise und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einem Bevölkerungsrückgang, der in den letzten Jahrzehnten wegen der Nähe zu den Städten Saintes und Rochefort und den vergleichsweise niedrigen Mieten und Grundstückspreisen in Geay gestoppt werden konnte.
Wirtschaft Über Jahrhunderte spielte die Landwirtschaft zum Zweck der Selbstversorgung der Bevölkerung die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Doch wurde in Gegend schon seit der Römerzeit auch Wein angebaut, der seit der frühen Neuzeit destilliert und nach Nordeuropa (v. a. nach England) exportiert wurde. Geay gehört zu den Bois ordinaires et communs des Weinbaugebietes Cognac, doch werden die meisten Trauben wegen der Absatzprobleme bei Cognac-Weinbränden zu Wein und Pineau des Charentes verarbeitet.
Geschichte Die Tatsache, dass der Ort eine romanische Kirche besitzt, lässt auf eine lange Besiedlungszeit schließen, die wohl bis in die gallorömische Zeit zurückreicht.
Sehenswürdigkeiten mini|Kirche Saint-Vivien – Querhaus, Vierungsturm, Chor und Apsis
Die romanische Pfarrkirche Saint-Vivien stammt weitgehend aus dem 12. Jahrhundert. Während die Westfassade vollkommen schmucklos gestaltet ist und eher an eine Notlösung erinnert, sind Chorjoche und polygonal gebrochene Apsis reich gegliedert und gehören zum Eindrucksvollsten, was die romanische Architektur der Saintonge in dieser Hinsicht zu bieten hat (vgl. die Kirchen von Rioux und Rétaud): In der unteren Ebene finden sich breite Blendbögen, in den entsprechenden Feldern der mittleren Ebene sind schmale Fenster eingelassen, die von Blendbögen mit eingestellten Säulchen gerahmt werden. Die Felder der oberen Ebene werden von Triple-Arkaden eingenommen. In der Vertikalen dominieren von wulstartigen Gesimsen verkröpfte Dienstvorlagen. Im Innern der Kirche sind Langhaus und Chorbereich jeweils einschiffig und tonnengewölbt; die Vierung ist durch Blendarkaden erhöht und wird über Trompen in ein Oktogon überführt, welches in einer – im Scheitelpunkt geöffneten – Kuppel abschließt. Die Kirche ist seit dem Jahre 1907 als Monument historique klassifiziert. Östlich des Ortes steht ein Schloss (château) vom Ende des 16. Jahrhunderts. Es befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen. Wesentliche Teile der Schlossgebäude sind seit dem Jahr 1986 als Monument historique eingeschrieben.
Literatur Le Patrimoine des Communes de la Charente-Maritime. Flohic Editions, Band 2, Paris 2002, ISBN 2-84234-129-5, S. 937–938.
Weblinks
Notice Communale – EHESS Geay, Kirche Saint-Vivien – Luftbild, Foto + Kurzinfos (franz.)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Weinbauort in Frankreich
Kategorie:Ort an der Charente Kategorie:Gemeindegründung 1793