Obermauk (fränkisch: MaugE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 46.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Obermauk liegt in der Gemarkung Wallesau.

Geografische Lage Unmittelbar nördlich des Dorfes fließt der Maukbach, ein rechter Zufluss der Schwäbischen Rezat; jenseits des Baches liegt Mauk, das mit Obermauk eine geschlossene Siedlung bildet. Beide Orte sind mit den angrenzenden Flurgebieten (Nordwesten: Rosenau, Westen: Weiheräcker, Südosten: Oberreut) ringsum von Wald umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über Mauk zur Bundesstraße 2 (0,5 km nordwestlich) bzw. nach Altenheideck (2,8 km südlich), eine weitere führt nach Röttenbach (2,7 km südwestlich).

Geschichte Ursprünglich galten Mauk und Obermauk als eine Ortschaft, die zum Pappenheimer Besitz zählte. Um 1250 gelangte dieser an die Burggrafschaft Nürnberg.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 611.Nach F. Eigler: Schwabach, S. 169, wurde Mauk als einzeiliges Straßendorf vom Dompkapitel Bamberg im 12./13. Jahrhundert angelegt. 1293 schenkte Burggraf Konrad die Vogtei Röttenbach, zu der auch Obermauk zählte, an die Deutschordenskommende Ellingen.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 611. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung von Obermauk.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 46 = F. Eigler: Schwabach, S. 168. 1350 bestand der Ort aus vier Höfen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Obermauk 14 Anwesen (1 Ganzhof mit Tafernwirtschaft, 2 Dreiviertelhöfe, 3 Halbhöfe, 2 Köblergüter, 1 Gütlein) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Kommende Ellingen des Deutschen Ordens aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Trisoleiamt Ellingen.F. Eigler: Schwabach, S. 410.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obermauk dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wallesau und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wallesau zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Obermauk im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Georgensgmünd eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 487.

Baudenkmäler In Obermauk gibt es zwei Baudenkmäler: Ecce-Homo-Kapelle, 1720 errichtet. Sie erinnert an die Ermordung eines markgräflichen Wildmeisters durch räuberische ungarische Husaren im Jahr 1707. Haus Nr. 2: Kleinbauernhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 55 66 71 65 76 76 63 59 55 51 55HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 11 11 15 15 14 13 14 14Quelle

Religion Obermauk ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Ulrich (Röttenbach) und ist jetzt nach Maria Königin (Röttenbach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören zur Pfarrei St. Maria (Wallesau).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1293