Karl Schübel (* 26. November 1904Stadt Aalen: Kranzniederlegung am Grab von Dr. Karl Schübel, abgerufen am 19. September 2013. in Haiterbach; † 4. Dezember 2000 in Aalen) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war in Aalen Bürgermeister (NSDAP) von 1935 bis 1945Roland Schurig: Zwischen Abhängigkeit, Ideologie und Selbstbehauptung. Die Stadtverwaltung in den Jahren 1935-1939. In: Aalener Jahrbuch 2006-2008, S. 79 ff. und Oberbürgermeister (parteilos) von 1950 bis 1975.

Leben Schübel studierte von 1928 bis 1932 Rechtswissenschaften in Tübingen, Berlin und Köln. Die 1. juristische Staatsprüfung legte er in Tübingen im Frühjahr 1932 ab, die Promotion zum Doktor der Rechte erfolgte am 4. August 1932 in Tübingen bei Ludwig von Köhler. und Universitaetsarchiv Tuebingen UAT 364/25376 und UAT 189/1129 (Dissertation: "Die rechtliche Stellung des Ortsvorstehers im württ. Gemeinderecht". Veröffentlicht 1932 im Verlag von W. Kohlhammer/Stuttgart). Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.228.289).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39871160 Die anschließende Referendarzeit schloss er im Juni 1935 mit der 2. juristischen Staatsprüfung ab. Im März 1935 wurde er vom Württembergischen Innenministerium als Nachfolger des damaligen Amtsverwesers Karl Barth (NSDAP) zum Bürgermeister von Aalen ernannt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er im Juli 1945 von der amerikanischen Militärregierung als letzter der Bürgermeister, die im Dritten Reich amtiert hatten, abgesetzt. Am 18. Mai 1945 war in Aalen bereits ein Gemeindebeirat gebildet worden.Roland Schurig: Die Nachkriegszeit in Aalen, Aalener Jahrbuch 2000, S. 192 ff.Aalener Volkszeitung/Ipf- und Jagstzeitung vom 26. November 1974, S. 11. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde Schübel im Mai 1949 in Zweiter Instanz in die Gruppe der Mitläufer eingestuft.Staatsarchiv Ludwigsburg EL 902/1 Bü 3094

Im Mai 1950 wurde Karl Schübel nach dem Tod des damaligen Amtsinhabers Otto Balluff zum Oberbürgermeister der Stadt Aalen gewählt. Bei seiner Wahl erhielt er unter drei Bewerbern 87 % der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 81 %. Wahlplakate des Gegenkandidaten Peter Lahnstein waren aufgrund seiner jüdischen Abstammung mit antisemitischen Parolen beschmiert worden.Ex-Nazi Appointed Mayor, in: (PDF; 2,9 MB), S. 2, abgerufen am 19. September 2013.

In den Jahren 1956 und 1968 wurde Karl Schübel wiedergewählt. Wegen seiner vielfältigen Verdienste um die Stadt verlieh ihm der Gemeinderat 1974 das Ehrenbürgerrecht. 1975 trat Schübel in den Ruhestand.Schwäbische Post vom 6. Dezember 2000, S. 17

Einzelnachweise

Kategorie:Bürgermeister (Aalen) Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Ehrenbürger von Aalen Kategorie:Ehrensenator der Hochschule Aalen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann