Diese Liste enthält die Geotope des Niederbayerischen Landkreises Regen in Bayern.Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017) Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand März 2020) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.
Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung |- | Aufschluss am Burgberg in Kollnburg | 150px | 276A001 | style="text-align:center"|Kollnburg | Vorderer Bayerischer Wald | Am Burgberg in Kollnburg stehen drei südlich des Pfahls häufige Gesteine im Kontakt zueinander an. Aufgeschlossen ist relativ grobkörniger anatektischer Paragranodiorit und grobkörniger Kristallgranit (benannt nach den großen Kalifeldspatgroßkristallen), zwischen die ein mittelkörniger Zweiglimmergranit eingedrungen ist. Aufschlüsse finden sich rund um den Burgberg. | 328 × 4 | Typ: Gesteinsart, Kontakt, WollsackbildungArt: Granodiorit, Granit | Hanganriss/Felswand | wertvoll | Naturpark
| Ehemaliger Steinbruch E von Riedmühle | 150px | 276A002 | style="text-align:center"|Viechtach | Hinterer Bayerischer Wald | Am Rand des Pfahlquarzes stehen hier 20 m mächtige Ultramylonite an, deren Mineralbestand eine diaphtoritische Umwandlung zeigt. | 120060 × 20 | Typ: GesteinsartArt: Ultramylonit | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Aufschluss am Pfahl SE von Metten | | 276A005 | style="text-align:center"|Regen | Hinterer Bayerischer Wald | Durch den Straßenbau wurde Pfahlquarz angeschnitten. Auch der Verlauf des Härtlingszuges ist hier deutlich zu erkennen. | 1500150 × 10 | Typ: Gesteinsart, StörungArt: Gangquarz | Böschung | geringwertig | Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Ehemaliger Pegmatitbruch Poschingerhütte ENE von Arnbruck | | 276A006 | style="text-align:center"|Arnbruck | Hinterer Bayerischer Wald | Anstehend ist (bzw. war) ein stockförmiger Pegmatit in scharfem Kontakt zu Biotit-Plagioklas-Gneisen. Obwohl der Aufschluss ziemlich zugewachsen ist, erschließt er den Pegmatit sehr schön. Das Zentrum des Pegmatits besteht aus derbem Quarz. Nach außen hin folgen Quarz und Feldspat mit teilweise großen Feldspäten, sowie Partien mit orientierter Verwachsung zwischen Quarz und Feldspat (sog. Schriftgranit). Der Pegmatit wurde zur Quarzgewinnung für die Glasindustrie in Poschingerhütte abgebaut. | 6015 × 4 | Typ: Gesteinsart, MineralienArt: Pegmatit | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Pegmatitblock Birkenhöhe in Zwiesel | | 276A007 | style="text-align:center"|Zwiesel | Hinterer Bayerischer Wald | In der Grünanlage am Aufgang zum Pfarrzentrum liegt ein einzelner Pegmatitblock mit großen Quarz-, Feldspat- und Biotitkristallen. Stellenweise enthält er auch schwarzen Turmalin. Ein weiterer kleiner Block liegt direkt neben dem Zugangsweg. Die Blöcke stellen den letzten Rest eines Pegmatitabbaues dar, aus dem das Mineral Zwieselit erstmals beschrieben wurde. Die Blöcke sind inzwischen ziemlich in Sträuchern eingewachsen. | 11 × 1 | Typ: MineralienArt: Pegmatit | Block | bedeutend | Naturpark
| Ehemaliger Steinbruch NW von Spiegelhütte | | 276A008 | style="text-align:center"|Lindberg | Hinterer Bayerischer Wald | Der ehemalige Steinbruch zeigt stark verfaltete, sehr variable Gneise mit Kalksilikatfels- und Marmoranteilen. Der Bruch ist inzwischen völlig zugewachsen. Gestein und metamorphe Strukturen sind nur noch an wenigen Wandbereichen zu erkennen. | 8040 × 2 | Typ: Gesteinsart, Metamorphes GefügeArt: Cordierit-Sillimanit-Gneis, Biotit-Plagioklas-Gneis, Kalksilikatfels | Steinbruch | bedeutend | Nationalpark, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
| Ehemalige Steinbrüche am Geißruck N von Hausermühle | | 276A010 | style="text-align:center"|Zachenberg | Vorderer Bayerischer Wald | Im Steinbruch ist mittelkörniger Granit im Kontakt zu Anatexiten aufgeschlossen. Der Granit zeigt im Kontaktbereich Reaktionen wie Aplitsaum- und Kalifeldspatgroßkristallbildung. Die Anatexite haben im Allgemeinen eine deutliche Textur. Eingelagert finden sich z. T. zerbrochene und deformierte Feldspateinsprenglinge. Aufgrund der Pfahlnähe zeigt das Gestein deutliche Merkmale tektonischer Überprägung. Wegen Verfüllung und Rekultivierung ist nur noch ein Teil des Steinbruches erhalten. | 120060 × 20 | Typ: Gesteinsart, Kontakt, Metamorphes GefügeArt: Granit, Anatexit | Steinbruch | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Ehemaliger Steinbruch am Hieselberg NW von Hochbruck | | 276A011 | style="text-align:center"|Bischofsmais | Vorderer Bayerischer Wald | Im ehemaligen Steinbruch am Hieselberg sind dunkle, feinkörnige Quarzglimmerdiorite aufgeschlossen. Die Diorite sind teilweise von Quarz- und Aplitgängen durchzogen. Randlich am Kontakt zum Nebengestein (anatektischer Gneis) wird der Diorit von hellen Granitgängen begleitet. Die Gesteine zeigen in ihrem Gefüge deutlich eine tektonische Überprägung. Die Diorite sind auffallend texturiert. Der Steinbruch ist stark verwachsen, die Aufschlusswände nur noch schlecht zugänglich. | 125050 × 25 | Typ: GesteinsartArt: Diorit, Granit | Steinbruch | bedeutend | Naturpark
| Ehemaliger Steinbruch am Teufelstisch NW von Bischofsmais | | 276A012 | style="text-align:center"|Bischofsmais | Vorderer Bayerischer Wald | Im ehemaligen Steinbruch steht mittelkörniger Granit an, der in der Regel richtungsloses, in Lagen aber auch schwach texturiertes Gefüge (parallel zur Pfahlstörung) zeigt. Der Granit zeigt eine deutliche Klüftung. Auf Klüften wurden ehemals Mineralfunde (Quarz, Feldspat, Flussspat, Rutil u. a.) gemacht. | 3600120 × 30 | Typ: Gesteinsart, MineralienArt: Granit | Steinbruch | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Ehemaliger Quarzbruch SE von Eging | | 276A013 | style="text-align:center"|Kollnburg | Hinterer Bayerischer Wald | Der aufgelassene Steinbruch erschließt auf zwei Abbausohlen Pfahlquarz. | 8800220 × 40 | Typ: Gesteinsart, StörungArt: Gangquarz | Steinbruch | geringwertig | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Unterirdische Gänge in Zwiesel unter dem Stadtplatz | | 276A015 | style="text-align:center"|Zwiesel | Hinterer Bayerischer Wald | Genaues Alter und Funktion der unterirdischen Gänge (Fluchtburg?) im Kristallinzersatz mit vermutlich ursprünglich mehreren 100 m Ganglängen und bis zu 20 m Tiefe ist unbekannt. Der Gang unter der Bäckerei erschließt in Gneis eingedrungenen Granit mit Pegmatitgängen. Das Kristallin ist völlig zersetzt, zeigt aber das ursprüngliche Gefüge im Detail. Die Gänge können bei Führungen besichtigt werden. | 5025 × 2 | Typ: Gesteinsart, Kontakt, Metamorphes Gefüge, Mineralien, Lagerungsverhältnisse, StollenArt: Cordierit-Sillimanit-Gneis, Pegmatit, Granit | Tunnel/Stollen/Schacht | bedeutend | Naturpark
| Ehemalige Pegmatitgrube NE von Böbrach (Hubertus Pegmatit) | | 276A016 | style="text-align:center"|Böbrach | Hinterer Bayerischer Wald | Der Hubertus Pegmatit ist ein bis etwa 6 m mächtiger zonar gebauter Pegmatitgang. Die Anfänge des Quarzabbaus gehen evtl. auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Erhalten sind eine grabenartige Pinge, die in einen Untertageabbau übergeht, und Halden. In dem kleinen Untertagebau sind Reste des weitgehend abgebauten Quarzkernes des Pegmatits aufgeschlossen. Im Quarz sieht man im Anschnitt Feldspatkristalle bis zu 20 cm Kantenlänge. | 6012 × 5 | Typ: Mineralien, Gesteinsart, StollenArt: Pegmatit | Tunnel/Stollen/Schacht | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Straßenaufschluss S von Kohlplatz bei Bodenmais | | 276A017 | style="text-align:center"|Bodenmais | Hinterer Bayerischer Wald | An der Staatsstraße St2132 südlich von Bodenmais sind metatektische bis anatektische Cordierit-Sillimanit-Gneise aufgeschlossen. Teilweise führen diese hellen Gneise auffallend Granat. In dem Aufschluss ist eine Vielzahl metamorpher Gefügemerkmale (wie Bänderung, Fältelung, Einschluss von Schollen etc.) zu erkennen. Auf engem Raum wechseln fast richtungslose Gefüge mit klar orientierten Strukturen ab. | 3750250 × 15 | Typ: Gesteinsart, Metamorphes GefügeArt: Cordierit-Sillimanit-Gneis | Böschung | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Straßenaufschluss W von Fahrnbach | | 276A021 | style="text-align:center"|Bischofsmais | Vorderer Bayerischer Wald | In der Böschung stehen mittel- bis feinkörnige Quarzdiorite (variable Zusammensetzung: Granodiorit, Tonalit bis Diorit) an, die von granitischen und pegmatitischen Gängen durchsetzt werden. Die Quarzdiorite sind unterschiedlich stark deformiert. | 5050 × 1 | Typ: Gesteinsart, Metamorphes GefügeArt: Diorit, Granodiorit, Tonalit | Böschung | wertvoll | Naturpark
| Pegmatitgrube am Hennenkobel NW von Rabenstein | 150px | 276G001 | style="text-align:center"|Zwiesel | Hinterer Bayerischer Wald | Pegmatite sind groß- bis riesenkörnige Ganggesteine, die teilweise seltene und schön ausgebildete Kristalle enthalten. Der Quarzkern des Pegmatits am Hennenkobel wurde im Tage- und Untertagebau für die Glasherstellung abgebaut. Die Abbauwand wurde 2002 wieder freigelegt. Dort ist Granit und Pegmatit aufgeschlossen. Der Abbaustollen ist verschlossen. Die Pegmatitgrube am Hennenkobel wurde bekannt durch verschiedene Mineralienfunde (z. B. Erstbestimmung von Triphylin, einem Phosphatmineral). | 16000200 × 80 | Typ: Stollen, Typlokalität, Steinbruch/Grube, MineralienArt: Pegmatit | Tunnel/Stollen/Schacht | wertvoll | Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
| Schaubergwerk Silberberg Bodenmais | 150px | 276G002 | style="text-align:center"|Bodenmais | Hinterer Bayerischer Wald | In der poly-metamorphen Sulfidlagerstätte erfolgte der Abbau mindestens seit 1436 (bis 1952). Zunächst stand die Metallerzeugung im Vordergrund, später wurde auch Vitriol und Polierrot gewonnen. Vom Sulfiderzvorkommen des Silberbergs wurden über 80 Mineralien beschrieben. In dem Schaubergwerk werden eindrucksvolle Führungen durch Stollen und gewaltige Höhlungen des Altbergbaus angeboten. Das Geotop gehört zu Bayerns hundert schönsten Geotopen und wird vor Ort mit einer entsprechenden Infotafel erläutert. | 160000400 × 400 | Typ: Stollen, MineralienArt: Gneis | Tunnel/Stollen/Schacht | besonders wertvoll | Naturpark, Landschaftsschutzgebiet | Bayerns schönste Geotope Nr. 17 |- | Ehemaliges Bergwerk Rotkot am Kellerberg N von Zwiesel | | 276G003 | style="text-align:center"|Zwiesel | Hinterer Bayerischer Wald | Am Rotkot fand ein Abbau sulfidischer Erze statt. Haupterze sind Magnet- und Schwefelkies, daneben treten aber auch Kupferkies, Zinkblende und Bleiglanz auf. Das Nebengestein der Sulfidlagerstätte ist Granat führender Cordierit-Gneis. Erste urkundliche Erwähnung bereits 1580. Der Stollen wurde von 1893 bis 1952 betrieben. Der Stolleneingang ist verschlossen. Im Umfeld sind Halden, an denen sich noch Sulfidminerale, aber auch viel limonitisches Material (Eisenhydroxid) finden lässt. | 93 × 3 | Typ: StollenArt: Gneis | Tunnel/Stollen/Schacht | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
| Grübenfeld in der Rannenau | | 276G006 | style="text-align:center"|Lindberg | Hinterer Bayerischer Wald