Diese Liste enthält die Geotope des Oberbayerischen Landkreises Traunstein in Bayern.Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017) Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand März 2020) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung |- | Mindelzeitliche Schotter S von Heiligkreuz | 150px | 189A001 | style="text-align:center"|Trostberg | Inn-Region | Mindel-Vorstoß-Schotter und jüngere Deckenschotter sind in den fest-konglomerierten, hohen Steilhängen des Alztals aufgeschlossen. | 10800180 × 60 | Typ: Gesteinsart, SchichtfolgeArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Schottermoräne 700 m NW von Oberbrunn | 150px | 189A003 | style="text-align:center"|Pittenhart | Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion | Das Moränenmaterial ist verfestigt. Benachbart liegt ein zweiter Aufschluss (Geotop Nr. 189A005). | 3000100 × 30 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Schottermoräne 400 m NW von Oberbrunn | | 189A005 | style="text-align:center"|Pittenhart | Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion | Das Moränenmaterial ist verfestigt. Benachbart liegt ein zweiter Aufschluss (Geotop Nr. 189A003). | 280080 × 35 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Deckenschotter-Aufschluss in Stein a.d. Traun | 150px | 189A008 | style="text-align:center"|Traunreut | Inn-Region | Die markante Felswand mitten im Ort erschließt Konglomerate aus Mindel-Deckenschottern. Inmitten der Felswand liegt eine Höhlenburg, die nach Voranmeldung mit Gruppen besucht werden kann. | 13000650 × 20 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Steinbruch in Traunwalchen/Talmühle | 150px | 189A009 | style="text-align:center"|Traunreut | Inn-Region | Aufgeschlossen ist Rißzeitlicher-Deckenschotter. | 7000100 × 70 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Steinbruch | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Molasse-Aufschluss S von Tettenhausen | | 189A010 | style="text-align:center"|Waging am See | Salzach-Jungmoränenregion | Aufgeschlossen sind Glaukonitsande und Blättermergel der Oberen Meeresmolasse (Miozän) mit Austernschalen führenden Lagen. | 24000800 × 30 | Typ: Gesteinsart, Tierische FossilienArt: Sand, Mergel | Hanganriss/Felswand | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet

| Molasse und Quartär um den Schloßberg S von Waging | | 189A013 | style="text-align:center"|Waging am See | Salzach-Jungmoränenregion | Am Schloßberg S von Waging ziehen die Schluchten von Ramgraben, Burgstallgraben und Lohgraben nach Westen und Süden. Weitgehend nur weglos und nicht einfach erreichbar sind in den Bachbetten und Hängen Sandmergel und Kalksandsteine der Oberen Meeresmolasse aufgeschlossen. Stellenweise wurden in ihnen marine Makrofossilien gefunden. Eine Profilaufnahme ist den Erläuterungen zur geologischen Karte beigegeben. Im mittleren Teil des Lohgrabens ist unter einer Nagelfluh aus Schottern unverfestigte Moräne mit großen Geschieben zu erkennen. Der tertiäre Untergrund ist durch den Eisschub teils verstellt, teils sind Geschiebe in den Untergrund eingearbeitet. Die Geschiebe finden sich herabgestürzt auch unten im Bach. Sie können aus so exotischen Gesteinen wie Serpentinit – vermutlich aus den Tauern stammend – bestehen. | 1300001300 × 100 | Typ: SchichtfolgeArt: Moräne, Sandmergel | Hanganriss/Felswand | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Molasse und Quartär unterhalb der Wallfahrtskirche Maria Mühlberg E von Waging | | 189A014 | style="text-align:center"|Waging am See | Salzach-Jungmoränenregion | Kalksandsteine und Sandmergel der Oberen Meeresmolasse stehen oberhalb von einem Wanderweg entlang des Dobelbaches an. Der Aufschluss ist über Wildenhofen SE von Waging zu erreichen. Über diesen Molasseschichten waren eine schwarz bis rotbraun verwitterte Nagelfluh und darüber etwa 2 m an Verwitterungslehmen mit Gastropoden erschürft worden. Nachdem darüber eine hellgraue Nagelfluh unter Würmmoräne folgt, muss die höhere Nagelfluh als rißzeitlich, der Verwitterungslehm darunter dem Riß-/Mindel-Interglazial und die darunterliegende Nagelfluh der Mindeleiszeit zugeordnet werden. Die rißzeitliche Nagelfluh kann von der Wallfahrtskirche Maria Mühlberg aus auf Pfaden im Hang unterhalb erreicht werden. Von einem Einstieg in den Hangabriß unterhalb dieser Nagelfluh zur Besichtigung des altpleistozänen Schichtpakets ist ohne Seilsicherung abzuraten heißt es in den Erläuterungen zur geologischen Karte. | 20000200 × 100 | Typ: Schichtfolge, Fossiler BodenArt: Mergel, Schotter, Moräne | Hanganriss/Felswand | besonders wertvoll | Landschaftsschutzgebiet

| Konglomerate des Aquitan an der Blauen Wand S von Traunstein | 150px | 189A015 | style="text-align:center"|Traunstein | Salzach-Jungmoränenregion | Die Blaue Wand ist Teil des Standardprofils für die Gliederung der ostbayerischen Molasse. Sie zeigen Aquitan-Konglomerate vom Typ Rosinenmergel. | 90090 × 10 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Typlokalität Kressen-Graben SW von Neukirchen | | 189A017 | style="text-align:center"|Siegsdorf | Salzach-Jungmoränenregion | Der Aufschluss zeigt entlang von ehemaligen Erz-Abbaustellen die klassische Ausbildung der südhelvetischen Erzfazies. Er stellt eine überregional bedeutende Fossilfundstelle dar. Aufgrund von Hohlräumen im Untergrund besteht Lebensgefahr. Daher ist das Gelände eingezäunt und darf nicht betreten werden. Das Geotop selbst ist nicht zugänglich. | 6000300 × 20 | Typ: Standard-/Referenzprofil, Schichtfolge, Tierische Fossilien, Pinge/nfeldArt: Sandstein, Mergel, Kalkstein | Hanganriss/Felswand | besonders wertvoll | Bodendenkmal

| Straßenaufschluss bei Raiten | | 189A018 | style="text-align:center"|Schleching | Chiemgauer Alpen | Trias- und Jura-Gesteine der Allgäu-Decke treten als Fenster von Raiten unter den Gesteinen der überlagernden Lechtal-Decke (Muschelkalk und Wettersteinkalk) hervor. Die Fenstergesteine liegen größtenteils unter dem Mettenhamer Filz. Der Aufschluss zeigt auf etwa 50 m Länge und bis zu 10 m Höhe wellig verfaltete und miteinander verschuppte Kalksteine. | 15050 × 3 | Typ: Störung, Schichtfolge, Falte/Mulde/SattelArt: Kieselkalkstein | Böschung | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Steinbruch am Haßlberg SW von Ruhpolding | 150px | 189A021 | style="text-align:center"|Ruhpolding | Chiemgauer Alpen | Aufgeschlossen sind hier Gesteine der Lechtal-Decke am oberen Nordflügel der Hochfelln-Mulde. Die Schichtfolge reicht von grauen oolithischen Malm-Kalken über rote Malm-Kalke zu grauen Neokom-Kalken der Schrambach-Schichten. Der Abbau erfolgte hauptsächlich auf die roten knollig-flaserigen Kalke in Adneter Fazies (Ruhpoldinger Marmor). Der Betrieb wurde 1970 eingestellt. Heute führt ein Wanderweg durch das Gelände, die Wände werden als Klettergarten genutzt. | 52500375 × 140 | Typ: SchichtfolgeArt: Kalkstein | Steinbruch | wertvoll | kein Schutzgebiet | Bayerns schönste Geotope Nr. 79 |- | Steinbruch E von Egerndach | | 189A022 | style="text-align:center"|Staudach-Egerndach | Chiemgauer Alpen | Aufgeschlossen sind stark verfaltete Gesteine der Allgäu-Decke. Der Steinbruch ist reich an Fossilien. Der Bruch ist sehr schwer zugänglich und stark verfallen und verwachsen. | 33600210 × 160 | Typ: Schichtfolge, Tierische Fossilien, Falte/Mulde/SattelArt: Kalkstein, Mergelstein | Steinbruch | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Torgraben SW von Grassau | | 189A023 | style="text-align:center"|Grassau | Chiemgauer Alpen | In dem Graben ist die jurassische Schichtfolge aufgeschlossen, die als Torgraben-Mulde (NE-Teil der Kampenwand-Niederfels-Mulde) zur Allgäu-Decke gehört. | 9900330 × 30 | Typ: SchichtfolgeArt: Kieselkalkstein | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Nummulitenkalk des Höllgrabens SSW von Bad Adelholzen | | 189A024 | style="text-align:center"|Siegsdorf | Chiemgauer Alpen | Das Gestein ist aus Großforaminiferen von bis zu 10 cm Durchmesser aufgebaut. Nördlich und südlich der Adelholzener Schichten stehen Stockletten an. | 30030 × 10 | Typ: Tierische Fossilien, SchichtfolgeArt: Kalkstein | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Hilzinger Nummulitenriff NNW von Hilzing | 150px | 189A025 | style="text-align:center"|Siegsdorf | Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion | Im Mergel sind Großforaminiferen zu finden. Das Betreten der ehemaligen Bergwerksanlagen ist verboten (Einsturzgefahr!). | 155 × 3 | Typ: Tierische FossilienArt: Kalkstein | Hanganriss/Felswand | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Kiesgrube Hainz am Waginger See SE von Musbach | | 189A026 | style="text-align:center"|Petting | Salzach-Jungmoränenregion | In der Kiesgrube liegen Schotter horizontal und diskordant über schräg einfallenden würmzeitlichen Deltaschottern, die in den Waginger See geschüttet wurden. Vielleicht handelt es sich um jüngere Deltaschotter über älteren. Schön zu sehen ist das auf der von Westen zugänglichen oberen Abbausohle. Den unteren Kiesgrubenbereich hinter dem Campingplatz nicht betreten – Privatgelände. | 140070 × 20 | Typ: Schichtfolge, DiskordanzArt: Schotter | Steinbruch | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet

| Helvetikumsprofil an der Adelholzener Mineralwasserfabrik | | 189A027 | style="text-align:center"|Siegsdorf | Chiemgauer Alpen | An der Böschung hinter der neuen Lagerhalle der Mineralwasserfabrik ist ein einmaliges Profil durch das Nordhelvetikum aufgeschlossen. Im Südteil stehen Gerhardsreiter Schichten an, die mit einer deutlich erkennbaren Störung an Adelholzener Schichten stoßen. Auf engem Raum folgt ein wechselhaftes Profil bis zu den Stockletten und dem Lithothamnienkalk. Der Hang ist rutschungsgefährdet und liegt innerhalb des umzäunten Fabrikgeländes. Das Betreten des Geländes ist nur nach Anmeldung möglich. | 10400260 × 40 | Typ: Typlokalität, Tierische Fossilien, StörungArt: Mergelstein, Kalkstein, Tonstein | Böschung | besonders wertvoll | kein Schutzgebiet

| Gosau der Lackenbergwand E von Oberwössen | | 189A028 | style="text-align:center"|Reit im Winkl | Chiemgauer Alpen | Der Gipfelaufbau des Lackenberges wird durch eines der wenigen Bayerischen Gosauvorkommen eingenommen. Es finden sich vorwiegend brekziöse, rötlich-graue Kalksteine. | 150000500 × 300 | Typ: GesteinsartArt: Kalkstein | Felshang/Felskuppe | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Steinbruch E von Hausmann (Hausmann Ost) | | 189A029 | style="text-align:center"|Inzell | Chiemgauer Alpen | Im Steinbruch Hausmann Ost wurden früher rote Knollenflaserkalke des Malm abgebaut. Heute wird das Gelände als Garten genutzt, ist aber nicht eingezäunt. | 175050 × 35 | Typ: Gesteinsart, SedimentstrukturenArt: Kalkstein | Steinbruch | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Steinbruch E von Hausmann (Hausmann West) | | 189A030 | style="text-align:center"|Inzell | Chiemgauer Alpen | Im Steinbruch Hausmann West wurden früher rote Dogger-Spatkalke abgebaut. Die Aufschlusswände sind gut erhalten, das Gelände ist aber z. T. zugewachsen. | 360060 × 60 | Typ: Gesteinsart, SedimentstrukturenArt: Kalkstein | Steinbruch | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Steinbruch beim Eisstadion SE von Inzell | | 189A031 | style="text-align:center"|Inzell | Chiemgauer Alpen