Ralf Kukula (* 21. Mai 1962 in Dresden) ist ein deutscher Filmemacher und Regisseur.
Leben Neben dem Abitur belegte Ralf Kukula ein Abendstudium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ab 1981 arbeitete er im DEFA-Studio für Trickfilme. 1984 begann er ein Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg, das er 1987 als Trickfilmzeichner abschloss. Von 1991 bis 1998 arbeitete er als freiberuflicher Filmemacher. Im Jahr 1990 war er einer der Mitbegründer des Filmverbandes Sachsen und zehn Jahre lang dessen Vorsitzender. 1993 war er an der Gründung des Deutschen Instituts für Animationsfilm beteiligt. Von 1993 bis 2002 fungierte er als Gutachter sowie Beisitzer bei der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.
1999 gründete er gemeinsam mit Grit Wißkirchen die Balance Film GmbH (u. a. Die Sandmanzen) in Dresden, deren Gesellschafter und Geschäftsführer er ist. Kukula ist Stellvertretender Stiftungsrat der DEFA-Stiftung und Leiter der Trickfilmklasse der JugendKunstschule Dresden. Er ist Mitglied und seit Oktober 2015 stellvertretender Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste.
Ralf Kukula lebt in Dresden.
Filme 1995: Die Rückeroberung – Drehbuch, Kamera, Regie, Schnitt 1999: Abenteuer mit Fix und Fax – Das fliegende Geschenk – Co-Regie 2000: Heinrich der Säger – Co-Produzent 2001: Passion Fatale – Produktionsleitung, Schnitt 2003: „… man spart sich den Weg nach Venedig“ – Kleine Friedrichstädter Flutgeschichten (Kurzfilm; mit Ray van Zeschau) – Buch, Regie, Kamera 2003: Tigel und Iger – Produzent 2004: Die Eisbaderin – Produzent 2005: Ich glaube, er war ein bisschen rebellisch … (Dokumentarfilm) – Regie 2005: Wutz & Wiebke – Produzent 2006 – 2013: Die Sandmanzen (Kindertrickfilmserie) – Regie 2007: Das Grüne Gewölbe Wiedergeburt der Sächsischen Schatzkammer (Dokumentarfilm) – Buch, Regie, Kamera 2007: Mascha, der Kater und der kleine Elefant (Animationskurzfilm) – Produzent 2008: Wie war denn das, Veronika (Kurzfilm) – Regie 2009: Meine erste Hochzeit (Kurzfilm) – Regie 2009: Was bleibt – Architektur der Nachkriegsmoderne in Dresden (Dokumentarfilm) – Regie, Kamera 2009: Oktoberfilm – Dresden 1989 (Dokumentarfilm) – Regie 2010: Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte – Regie 2010: Klotz und Kiesel (Animationskurzfilm) – Regie, Kamera 2011: Alois Nebel (CZ, SK, D 2011) – Co-Produzent 2013: Hänsel und Gretel (Animationskurzfilm) – Regie 2013: Die schöne Anna-Lena (Animationskurzfilm) – Regie 2013: Mein Leben als Kosmonaut (Animadokfilm) – Produzent 2013: Fred und Anabel (Animationskurzfilm) – Regie 2019: Fritzi – Eine Wendewundergeschichte (Animationsfilm) – Regie 2024: Fritzi und Sophie – Grenzenlose Freundschaft (Animationsserie) – Regie, Produzent
Auszeichnungen (Auswahl) 2009: Pulcinella Award des Festivals Cartoons on the Bay 2010: Cyber Sousa Award 2013: Murnau-Kurzfilmpreis 2025: Robert Geisendörfer Preis 2025: International Emmy Award für die Serie Auf Fritzis SpurenKiKa-Serie gewinnt Internationalen Emmy, tagesschau.de, 25. November 2025, abgerufen am 28. November 2025
Publikationen Volker Helas, Ralf Kukula, Lothar Sprenger: Dresden: Eine vergleichende Zeitreise über zwei Jahrhunderte, Hinstorff Verlag, 2005, ISBN 978-3356010893. Volker Helas, Ralf Kukula: Ballhäuser in Dresden, Sandstein Verlag, 1997/2007, ISBN 978-3940319159.
DVD Was bleibt – Architektur der Nachkriegsmoderne in Dresden, 2009 Das Grüne Gewölbe – Die Sächsische Schatzkammer – Dresden, 2009 Das neue Dresden – Auf den Spuren eines Verlustes, 2008
Weblinks
Kurzbiografie auf den Seiten der Sächsischen Akademie der Künste Kurzlebenslauf
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Film, Dresden) Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Darstellender Künstler (Dresden) Kategorie:Emmy-Preisträger Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann