mini|Lya Borré auf der Porträt-Postkarte K. 1397 des Verlags Photochemie, fotografiert von Wilhelm Willinger, Berlin Lya Borré (auch Lya Borée, Lia Borrée und Lining Bode; * 21. November 1889 als Lina Hedwig Bode in Berlin; † 25. Januar 1920 in Berlin-Wilmersdorf) war eine deutsche Theater- und Stummfilmschauspielerin.
Leben und Wirken Die geborene Lina Bode war eine Tochter des Postbeamten Hermann Bode und seiner Frau Auguste, geb. Wilke.Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XI, Nr. 3580/1889 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). Ihre professionelle Bühnenlaufbahn begann sie 1906 als Lining Bode in Brieg und Hirschberg in Schlesien. In der darauffolgenden Saison wechselte sie nach Thorn, ehe sie wieder in ihre Geburtsstadt zurückkehrte, wo sie 1910 ans Residenz-Theater engagiert wurde.
1914 heiratete sie den Rittergutsbesitzer Graf Rudolf von Schirnding, doch wurde die Ehe 1915 für nichtig erklärt.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin IV a, Nr. 539/1914 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). Im selben Jahr gab die Berlinerin ihr Debüt beim Stummfilm, wo sie sich fortan Lya Borré nannte. Oft erhielt sie tragende Rollen in melodramatischen Inszenierungen, so auch im ersten Teil von Otto Ripperts monumentalem Sechsteiler Homunculus. Ihr wohl bedeutendster Film wurde Robert Reinerts frühexpressionistisches Zeitstück Nerven. Erst 30-jährig, starb Lya Borré 1920 in ihrer Wohnung in Berlin-HalenseeLandesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 137/1920 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). an der Spanischen GrippeDer Kinematograph. Jahrgang 14, Nr. 682, 4. Februar 1920 ().Der Film. Jahrgang 5, Nr. 6, 7. Februar 1920, S. 40, zitiert nach filmhistoriker.de. und wurde auf dem Friedhof Wilmersdorf beigesetzt.Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung. 28. Januar 1920, S. 8 (online).
Filmografie 1915: Hausdame aus bester Familie gesucht 1915: Im Feuer der Schiffskanonen 1916: Homunculus, 1. Teil: Die Geburt des Homunculus 1916: Die Stimme des Toten 1916: Die einsame Frau 1916: Aussage verweigert 1916: Alles aus Gefälligkeit 1916: Fliegende Schatten 1916: Der Posaunenengel 1917: Das Bacchanal des Todes 1917: Aus Liebe gefehlt 1918: Die Buße des Richard Solm 1918: Der Mann im Monde 1918: Irrwege der Liebe 1919: Nerven 1920: Das Geheimnis von Santa Robina 1920: Der Knabe Eros 1923: Das Gold im Dschaggagebiet (posthum uraufgeführt)
Literatur Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger (Hrsg.): Neuer Theater-Almanach. F. A. Günther & Sohn, Berlin 1907 ff. Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Showbiz-Data-Verlag, Villingen-Schwenningen 1992, , S. 116.
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