mini|hochkant|SSIO beim Deichbrand Festival (2018) SSIO (* 28. Januar 1989 in Bonn; bürgerlich Ssiawosch Sadat) ist ein deutscher Rapper und Musikproduzent mit afghanischen Wurzeln.

Leben und Karriere

mini|SSIO (2017) Ssiawosch Sadathttps://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ssio-konzert-stuttgart-dezember-mhsd.6260a7e5-80ae-4324-a8bc-cdf5462f7c92.html wurde am 28. Januar 1989 in Bonn geboren. Seine Familie musste im Jahr 1986 aus politischen Gründen aus ihrem Heimatland Afghanistan fliehen. SSIO wuchs im Bonner Ortsteil Tannenbusch auf. Um die Jahrtausendwende weckte die Hip-Hop-Kultur erstmals SSIOs Interesse. Er trat 2007 dem Independent-Label Alles oder Nix Records von Xatar unter dem Namen Kanakonda bei. Später änderte er seinen Künstlernamen in SSIO. Er nannte sich so, da er aufgrund der im Vergleich zu seiner Familie dunkleren Hautfarbe seit seiner Kindheit سياه (ausgesprochen Siah; persisch für schwarz) genannt wurde.laut.de: laut.de-Biographie Ssio Sein älterer Bruder war ebenfalls bei Alles oder Nix Records tätig, wobei er neben Xatar das Labelmanagement unter dem Künstlernamen Dingens betrieb.

Im September 2012 veröffentlichte SSIO das Mixtape Spezial Material, mit dem er auf Platz 69 in die deutschen Albumcharts einsteigen konnte. Ein Jahr später veröffentlichte er sein Debütalbum BB.U.M.SS.N., mit dem er auf Platz sechs in die deutschen Charts einstieg und sich auch in Österreich und der Schweiz in den Top 20 platzierte. Sein Album 0,9, veröffentlicht am 29. Januar 2016, stieg direkt auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein. Gleichzeitig platzierten sich sechs Einzeltracks aus dem Album in den deutschen Singlecharts.Erstmals Musik-Streams in offiziellen deutschen Album-Charts. In: offiziellecharts.de, 5. Februar 2016

Im Jahr 2025 gelang SSIO mit der Single Alles oder nix die bislang höchste Platzierung seiner Karriere in den deutschen Singlecharts. Er erreichte Platz drei und leitete die Promophase für sein angekündigtes Album Alles oder nix ein.

Neben seiner Tätigkeit als Rapper studierte SSIO am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz Betriebswirtschaftslehre.

Stil Musikalisch bewegt sich SSIO im Stile des G-Funk und Boom bap der 1990er Jahre und benutzt vereinzelt auch Elemente des New Jack Swing.Juice: SSIO vs. The Beats

SSIO nutzt in seinen Texten häufig die Bi-Sprache, wie sie zum Beispiel auch Joachim Ringelnatz in seinem Gedicht Gedicht in Bi-Sprache verwendet.

Diskografie

Studioalben

Mixtapes

EPs 2006: Spezial Material (mit BullDog)

Singles als Leadmusiker

Singles als Gastmusiker

Sonstiges 2011: SSIO halt die Fresse 04 Nr. 163 2016: Juice EP (mit Megaloh)

Sonstige Gastbeiträge 2008: Alles oder Nix, Die Welt gehört dir, Ich will alles, Lauf weg, Skit (feat. Jetsett Mehmet) und Von Siedlung zu Siedlung auf Alles oder Nix von Xatar 2012: Wieder erreichbar auf Nr. 415 von Xatar (feat. Kalim) 2012: Durchsuchungsbefehl auf Hinterhofjargon von Celo & Abdi 2012: Käse und so auf Überdosis EP von Obacha 2012: Fatales Trio auf Ek to the Roots von Eko Fresh (feat. Xatar) 2012: Märchenrapper auf Realität von Schwesta Ewa 2013: Pelikan flieg auf Eksodus von Eko Fresh (feat. Cuban Link) 2014: Nur noch 60 Sekunden auf Akupunktur von Celo & Abdi 2014: Nein, leider niemals! auf Sechs Kronen von Kalim 2015: 24 Std auf Kurwa von Schwesta Ewa (feat. Xatar) 2015: Tam der Pic auf 18+ von Hamed Lo 2015: Pääh auf Baba aller Babas von Xatar 2015: Jungs ausm Barrio auf Achter Tag von Genetikk 2015: Make a Wish vs. The Krauts von Beatsteaks (feat. Casper, Felix & Marteria) 2016: Nougapreise auf Odyssee 579 von Kalim (feat. Xatar) 2017: Fünf Drei auf Shäms EP von Samy 2018: Ellenbogen raus auf Erde & Knochen von Kontra K 2018: Herr Wärter auf Aywa von Schwesta Ewa 2018: Kilo Kilo auf Mann im Haus von Samy 2020: Casanova auf Genkidama von Farid Bang 2020: Manchmal :) auf Soko Disko von Dardan 2021: Hrrr auf Hrrr von Xatar

Musikvideos 2011: SSIO macht schlau (Halt die Fresse 04 Nr. 163) 2011: 16er 2012: Alles Routine 2012: B(e)reit? 2012: Spezial Material 2012: Langweilig 2012: Es geht nur um Sex (feat. Celo & Abdi) 2012: Fatales Trio (von Eko Fresh feat. Xatar) 2012: Märchenrapper (von Schwesta Ewa) 2013: Nuttööö (DE: ) 2013: Vorspiel 2013: Unbekannter Titel (inkl. Illegal, Legal, Egal) 2014: Nur noch 60 Sekunden (von Celo & Abdi) 2014: Nein, leider niemals! (von Kalim) 2014: 24 Std (von Schwesta Ewa feat. Xatar) 2015: Chronik III (von Kollegah & Karate Andi) 2015: Nullkommaneun 2016: SIM-Karte 2016: Ich fibicke jeden / Halb Mensch, halb Nase (Splitvideo) 2018: Neunkommaneun 2019: Hash Hash 2019: Testo E 2019: Ibis Hotel 2019: Huli 2019: Warum lügst du? 2020: TBC 2020: Flebix (feat. Xatar) 2020: Yoga (von Yung Kafa & Kücük Efendi) 2020: Antar (von Xatar) 2021: Beinchen 2021: Kabul Drive By (feat. FGUN $HAKI) 2021: Club House (feat. Farid Bang) 2025: Alles oder nix 2025: BWL 2025: Tut den Song in eure Playlist und macht viele TikToks 2025: Fentanyl Vibe

Filmografie (Auswahl) 2017: Nur Gott kann mich richten 2018: Asphaltgorillas

Auszeichnungen für Musikverkäufe 2× Silberne Schallplatte (Impala) 2016: für das Album 0,92× Silber für 0,9 in Europa 2016: für das Album BB.U.M.SS.N.2× Silber für BB.U.M.SS.N. in Europa

Auszeichnungen und Nominierungen Preise Hiphop.de Awards 2013: „Release des Jahres National“ für BB.U.M.SS.N. 2025: „Bestes Album National“ für Alles oder Nix 2025: „Bestes Video National“ für Alles oder Nix 2025: „Bester Live-Act National“ 2025: „Beat des Jahres“ für Alles oder Nix 2025: „Lyricist des Jahres“ 2025: „Bester Rap-Solo-Act National“

Juice Awards 2012: „Mixtape des Monats“ in der Ausgabe 10/2012 für Spezial Material 2013: „Album des Jahres National“ für BB.U.M.SS.N.

Polyton 2026: „Rap“ (Alles oder nix)

YouTube Music Awards 2025: „Best Visual Storytelling“

Nominierungen Echo Pop 2016: „Bestes Video National“ für Nullkommaneun (Regie und Drehbuch: Xatar)

Hiphop.de Awards 2013: „Beste Punchline“ für „Dein Rap ist voller Tiefsinnigkeit/ Dass man als Zuhörer denkt, dein Schniedel ist klein“ in Big King XXL 2016: „Bestes Video National“ für Nullkommaneun (Regie und Drehbuch: Xatar) 2019: „Bestes Video National“ für Hash Hash (Regie: EASYdoesit) 2020: „Bester Rap-Solo-Act National“ 2020: „Bester Live-Act National“ 2020: „Bestes Album National“ für Messios 2020: „Bestes Video National“ für TBC 2020: „Beste Punchline“ für „Nur Wodka, Whiskey, kein Mojito, Prosecco / Ich klär Frauen auf JOYclub durch Profilbild von Mero.“ in Casanova 2025: „Bester Song National“ für Alles oder Nix 2025: „Macher des Jahres“ 2025: „Beste Line“ für „Ich sagte zu Tom Bohne: 'Du kriegst eine Platte über Liebesschmerz' / Doch ich habe nur gelogen, so wie Friedrich Merz“ in BWL

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Rapper Kategorie:Musiker (Bonn) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Abkürzung Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann