Das Siebenarmige Schwert (jap. , Kyujitai: , Nanatsusaya no Tachi, Onyomi-Lesung auch Shichishitō, kor. Hangeul: Chiljido) ist ein 74,9 cm langes Eisenschwert mit je drei an beiden Seiten der Klinge ansetzenden Spitzen. Gemäß dem Nihongi hat das koreanische Königreich Baekje im Jahr 372 n. Chr. das Schwert zusammen mit einem Spiegel an Japan überreicht.Nihongi, Faszikel 9, Übersetzung nach : Die Inschrift besagt, dass es ein Zeichen für die guten Beziehungen, des Bündnisses der beiden Länder sei. Das Schwert wurde 1953 zum Nationalschatz (Kategorie: Archäologische Materialien) deklariert und befindet sich, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, im Isonokami-Schrein in der Präfektur Nara. Nachbildungen des Schwertes werden in Museen in Japan wie Korea gezeigt.
Überblick Die Klinge des Schwertes ist 65,5 cm lang, das Griffstück (Tsuka) weitere 9,4 cm. Das Griffstück ist am Ende abgebrochen. Das Schwert wurde als Zeremonialschwert aus Eisen geschmiedet. Das Schwert wurde seit dem Altertum im Isonokami-Schrein aufbewahrt. Erst 1870 wurden die von Rost verdeckten Inschriften vom Shintō-Priester Masatomo Kan wiederentdeckt. Die Inschriften, die aus 60 Schriftzeichen bestehen, befinden sich als Einlegearbeiten aus Gold auf beiden Klingenseiten. Etliche Wissenschaftler haben sich seit der Wiederentdeckung um die Entzifferung und Interpretation der Inschriften bemüht.
Die archäologische und geschichtliche Forschung leitet gegenwärtig aus der Interpretation der Inschrift ab, dass das Schwert wahrscheinlich zur Zeit der östlichen Jin-Dynastie gefertigt wurde. Dazu werden die beiden Schriftzeichen als Äraname Taìhé () 366–371 des Kaisers Jin Feidi verstanden. Zudem nimmt man an, dass es sich bei dem sieben-armigen Schwert um das im Nihongi erwähnte Nanatsusaya no Tachi handelt.
Das Schwert ist als historisches Dokument auch deshalb bedeutsam, weil es ein freundschaftliches Bündnis zwischen Baekje und der japanischen Wa-Konföderation belegt, das mit dem Entstehungsdatum des Schwertes 369 n. Chr. in das gleiche Jahr fällt, in dem nach dem Samguk Sagi, der „Chronik der Drei Königreiche“, eine militärische Auseinandersetzung zwischen Baekje und Goguryeo auf der koreanischen Halbinsel begann.
Inschriften Die Inschriften des Schwertes lauten wie folgt (schwarze Kästchen ■ stehen für unleserliche Zeichen):
Vorderseite:
Rückseite:
Die ersten vier Schriftzeichen der Vorderseite werden als Jahresangabe viertes Jahr der Ära Taiwa verstanden. Dazu wird nach Auffassung etwa des Historikers Kōsaku Hamada u. a. das unleserlich zweite Schriftzeichen mit dem ersten Zeichen zur Ärabezeichnung () ergänzt. Das vierte Jahr dieser Ära entspricht dem Jahr 369 nach dem Gregorianischen Kalender.
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Einzelnachweise
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