Hans Meyer (* 20. Oktober 1867 in Regensburg; † 31. Dezember 1949 in GießenLebensdaten nach einer , abgerufen am 13. September 2013.) war ein deutscher Architekt.

Leben Hans Meyer war zwischen 1891 und 1945 selbständig in Gießen tätig, zunächst von 1891 bis 1905 gemeinsam mit Jacob Stein im Architekturbüro Stein & Meyer. Zahlreiche Bauten entstanden für Bauherrn wie Georg Becker oder Gottlieb Nauheim, häufig in Zusammenarbeit mit dem Maurermeister Johann Georg Pfaff oder dem Baugeschäft Birkenstock & Schneider.

Von 1913 bis 1916 war der spätere Architekt Georg Wellhausen Lehrling im Büro Stein & Meyer., abgerufen am 8. September 2013.

Noch in seinem letzten Lebensjahr betreute er als Bauleiter die Errichtung der Gießener Pankratiuskapelle.

Ehrungen Ehrentitel Baurat Ehrensenator der Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen (24. Januar 1923)Valentin Horn: Aus Vergangenheit und Gegenwart der Gießener Hochschulgesellschaft. (= Berichte und Arbeiten aus der Universitätsbibliothek Gießen, Band 41.) Gießen 1987, S. 15. (online als PDF-Dokument mit 9,27 MB)

Bauten und Entwürfe Bis 1905 (in Büro Stein & Meyer) In der Zeit wurden fast 60 Bauten in Gießen geplant, zum größten Teil Wohnhäuser, teilweise auch Villen. Beispiele sind: 1891: Dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus an der Südanlage 5 in Gießen für den Bauherrn Heinrich Reimer 1893: Zweigeschossige Professorenvilla an der Hofmannstraße 11 in Gießen für den Hochschullehrer Georg Gaffky durch den Bauherrn Heinrich Winn. 1893–1894: Das Wingolfshaus an der Wilhelmstraße 40 in Gießen als Sitz der Studentenverbindung Gießener Wingolf, abgerufen am 9. September 2013. 1896: Dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus an der Stephanstraße 42 in Gießen für den Bauherrn Heinrich Winn 1899: Bürogebäude an der Klinikstraße 15 in Gießen für die in Butzbach ansässige Gambrinus Brauerei in Verbindung mit dem Bierverleger Georg Hebstreit für den Bauherrn die Firma Christoph Jakob Melchior. 1902: Villenartiges, zweigeschossiges Wohnhaus am Alter Wetzlarer Weg 39 in Gießen für den Bauherrn Heinrich Carl

Ab 1905 1904–1907: Merkel’sches Schwimmbad in Esslingen am Neckar (Stiftung der Unternehmerfamilie Merkel), abgerufen am 9. September 2013. 1906–1907: Verbindungshaus der Landsmannschaft Darmstadtia Gießen, genannt Darmstädterhaus, in der Klinikstraße 1 in Gießen 1906: Kulturdenkmal Sprudel-Apotheke in Bad Vilbel 1907: Schulgebäude Dammstraße 26 in Gießen (heute: Ricarda-Huch-Schule)Palast des Jugendstils, abgerufen am 9. September 2013., abgerufen am 3. April 2026. 1908–1909: Kulturdenkmal Hallenbad in Friedberg (Hessen), Haagstraße 39 (heute: Theater Altes Hallenbad). Abgerufen am 6. September 2013., abgerufen am 9. September 2013. 1922: Professorenvilla an der Röntgenstraße 6 in Gießen für den Hochschullehrer August Brüning, abgerufen am 9. September 2013. 1945: Kulturdenkmal Wohnhaus Südanlage 18 in Gießen für den Bauherrn Ernst Dinslage. Abgerufen am 9. September 2013. 1949: Pankratiuskapelle Gießen, Notkirche nach dem Modell von Otto BartningKarl Dienst: St. Pankratius als Wahrer der Kontinuität. In: Karl Dienst: Gießen – Oberhessen – Hessen. Beiträge zur evangelischen Kirchengeschichte. Verlag der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung, Darmstadt 2010, S. 31.

Hans Meyer wird außerdem als Mitarbeiter beim 1905 prämierten Wettbewerbsentwurf der als Theaterspezialisten bekannten Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer für den Neubau des Gießener Stadttheaters genannt, bei dessen Ausführung er 1905–1907 die Bauleitung ausübte.100 Jahre Stadttheater Gießen, abgerufen am 9. September 2016.. Abgerufen am 6. September 2013.

Literatur Hans Meyer (Hg.): Das neue Stadttheater in Gießen. Denkschrift zur Feier der Eröffnung. Roth, Gießen o. J. (1907). J. Philipp Heergesell (Vorwort): Wie ich baue. Architekt Hans Meyer, Gießen. Laurig, Berlin 1914. Adler & Olesch, Stefan Bitter, Frank Oppermann (Bearb.): Lungenklinik und Umfeld Seltersbergpark, Denkmalfachliche Begutachtung und Planungsempfehlung. Mainz / Darmstadt, August 2010. (online als PDF-Dokument mit 7,79 MB; Foto von Hans Meyer auf S. 23.)

Einzelnachweise

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