mini|hochkant=2.3| Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde am 3. und 5. August 2012 im Olympiastadion London ausgetragen. 41 Athleten nahmen teil.
Beim olympischen Hammerwurfwettbewerb kamen erstmals funkgesteuerte Modellautos der Marke Mini Cooper zum Einsatz, die das Sportgerät wieder zurück zum Abwurfkreis brachten.Why was no one watching the Olympic hammer throw, javelin and discus? Remote control MINI Coopers, thenextweb.com (englisch), abgerufen am 5. April 2022
Olympiasieger wurde der Ungar Krisztián Pars, der vor dem Slowenen Primož Kozmus gewann. Die Bronzemedaille errang der Japaner Kōji Murofushi.
Athleten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.
Aktuelle Titelträger Olympiasieger Primož Kozmus () 82,02 m Peking 2008 Weltmeister Kōji Murofushi () 81,24 m Daegu 2011 Europameister Krisztián Pars () 79,72 m Helsinki 2012 Zentralamerika und Karibik-Meister Roberto Janet () 71,65 mMayagüez 2011 Südamerika-Meister Juan Ignacio Cerra () 72,12 m Buenos Aires 2011 Asienmeister Ali Mohamed al-Zankawi () 73,73 m Kōbe 2011 Afrikameister Chris Harmse () 77,22 m Porto-Novo 2012 Ozeanienmeister Alex Rose () 51,10 m Cairns 2012
Bestehende Rekorde WeltrekordJurij Sedych ()86,74 mStuttgart, Deutschland30. August 1986Athletics - Progression of outdoor world records, Hammer throw – Men, sport-record.de (englisch), abgerufen am 5. April 2022Olympischer RekordSergei Litwinow ()84,80 mFinale OS Seoul, Südkorea26. September 1988 Der nun schon seit 24 Jahren bestehende olympische Rekord wurde auch bei diesen Spielen nicht erreicht. Der weiteste Wurf gelang dem ungarischen Olympiasieger Krisztián Pars in seinem dritten Versuch im Finale am 5. August auf 80,59 m. Damit blieb er 4,21 m unter dem Olympia- und 6,15 m unter dem Weltrekord.
Doping Insgesamt gab es fünf Dopingfälle in dieser Disziplin: Der Belarusse Iwan Zichan, der bereits mehrfach von dopingbedingten Aberkennungen seiner unrechtmäßig gewonnenen Medaillen betroffen war, durfte nach positiven Dopingtests gar nicht erst zu den Spielen anreisen.Doping-Betrüger Tichon gewinnt Silber, ntv, 20. August 2016, abgerufen am 4. April 2022 Der im Finale zunächst fünftplatzierte Russe Kirill Ikonnikow wurde vom IOC nachträglich wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron, ein leistungssteigerndes anaboles Steroid, nachgewiesen.Ikonnikow wegen Dopings lebenslang gesperrt. In: Rheinische Post 8. Juni 2016, rp-online.de, abgerufen am 4. April 2022 Auch bei dem im Finale zunächst zehntplatzierten Tadschiken Dilschod Nasarow wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron gefunden. Er wurde für zwei Jahre gesperrt, beginnend mit dem 24. September 2019. Darüber hinaus wurden alle seine im Zeitraum vom 29. August 2011 bis zum 29. August 2013 erbrachten Leistungen annulliert.Doping: Hammerwurf-Olympiasieger Nasarow gesperrt, eurosport.de 19. März 2021, abgerufen am 4. April 2022 Der in der Qualifikation ausgeschiedene Belarusse Pavel Kryvitski wurde ebenfalls vom IOC nachträglich disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurden die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.IOC sanctions four athletes for failing anti-doping tests at Beijing 2008 and London 2012 www.olympic.org 9. August 2016 (englisch), abgerufen am 4. April 2022 Der ebenfalls in der Qualifikation ausgeschiedene Ukrainer Oleksandr Dryhol hatte wie die vier anderen in diesem Wettbewerb gedopten Athleten Dehydrochlormethyltestosteron zu seiner Leistungssteigerung eingesetzt. Die Disziplinarkommission des IOC entschied im November 2016, dass ihm sein hier erzieltes Resultat aberkannt wird.Oleksandr Dryhol at the Olympics olympiandatabase.com (englisch), abgerufen am 4. April 2022 Benachteiligt wurden vor allem drei Athleten: Kibwe Johnson, USA – Ihm hätten als im Finale achtplatziertem Werfer drei weitere Versuche zugestanden. Eivind Henriksen, Norwegen – Er wäre über seine Platzierung für die Finalteilnahme qualifiziert gewesen. Jérôme Bortoluzzi, Frankreich – Auch er wäre über seine Platzierung im Finale startberechtigt gewesen.
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig Anmerkungen: Alle Zeiten in diesem Beitrag sind nach Ortszeit London (UTC±0) angegeben. Alle Weitenangaben in Metern (m) notiert.
Qualifikation Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Drei Wettbewerber (hellblau unterlegt) übertrafen die den direkten Finaleinzug Weite von 78,00 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. So wurde das Finalfeld mit neun weiteren Wettbewerbern (hellgrün unterlegt) aus beiden Gruppen nach den nächstbesten Weiten aufgefüllt. Für die Teilnahme am Finale waren schließlich 74,69 m zu erbringen. In die Endwertung kamen allerdings nur zehn Werfer, da zwei Teilnehmer wie oben im Abschnitt „Doping“ beschrieben gedopt waren.
Gruppe A mini|hochkant=1| 3. August 2012, 11:20 Uhr Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung 1 Kōji Murofushi 77,18 78,48 – 78,48 2 Primož Kozmus 78,12 – – 78,12 3 Oleksij Sokyrskyj x x 77,65 77,65 4 Kibwe Johnson x x 77,17 77,17 5 Szymon Ziółkowski 76,22 x 75,68 76,22 6 Lukáš Melich 75,88 75,29 72,49 75,88 7 Nicola Vizzoni 74,79 73,88 74,12 74,79 8 Alexander Smith 72,59 74,71 73,21 74,71 9 Eşref Apak x x 73,47 73,47 10 Igors Sokolovs x 71,77 72,76 72,76 11 Quentin Bigot 69,22 68,17 72,42 72,42 12 Mostafa el-Gamel x 70,23 71,36 71,36 13 András Haklits x 70,61 x 70,61 14 Serghei Marghiev 67,17 67,32 69,76 69,76 15 Alexandros Papadimitriou x 66,91 67,19 67,19 16 Suhrob Xoʻjayev 65,88 64,74 x 65,88 DOP Kirill Ikonnikow x 76,43 76,85 76,85 für das Finale zugelassenDilschod Nasarow 73,90 x 75,91 75,91 für das Finale zugelassen DOP Pavel Kryvitski 71,49 x x 71,49 Oleksandr Dryhol x 68,02 69,57 69,57
Gruppe B mini|hochkant=1| 3. August 2012, 13:00 Uhr Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung 1 Krisztián Pars 77,11 79,37 – 79,37 2 Waleryj Swjatocha 73,11 73,07 74,69 74,69 3 Eivind Henriksen 72,67 x 74,62 74,62 eigentlich für das Finale qualifiziert 4 Jérôme Bortoluzzi x 70,36 74,15 74,15 eigentlich für das Finale qualifiziert 5 Marcel Lomnický x 74,00 x 74,00 6 Javier Cienfuegos x 63,79 73,73 73,73 7 Ali Mohamed al-Zankawi 70,67 73,40 x 73,40 8 Roberto Janet 72,52 73,34 70,19 73,34 9 Dmitri Marşin 72,06 x 72,85 72,85 10 Kaveh Mousavi 67,25 71,42 72,70 72,70 11 Alexei Sagarny 71,02 72,52 x 72,52 12 A. G. Kruger x 72,13 x 72,13 13 David Söderberg x 71,26 71,76 71,76 14 Lorenzo Povegliano 71,55 68,77 x 71,55 15 Nicolas Figère 69,74 x x 69,74 16 Konstandinos Stathelakos 69,65 x x 69,65 17 Mergen Mämmedow 68,39 66,99 67,23 68,39 18 Juan Ignacio Cerra x x 68,20 68,20 Paweł Fajdek x x x ogV Artem Rubanko x x x James Steacy x x x Weitere in Qualifikationsgruppe B ausgeschiedene Hammerwerfer:
Finale mini|hochkant=1.2|5. August 2012, 20:20 Uhr
Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite Anmerkung 1 Krisztián Pars 79,14 78,33 80,59 79,70 79,28 78,88 80,59 2 Primož Kozmus 78,79 x x x 79,36 78,59 79,36 3 Kōji Murofushi x 78,16 78,71 78,09 77,12 76,47 78,71 4 Oleksij Sokyrskyj 76,51 78,25 x x x 76,99 78,25 5 Lukáš Melich 76,73 75,67 77,17 76,28 18,90 x 77,17 6 Szymon Ziółkowski 75,69 75,95 76,30 76,88 77,10 75,86 77,10 7 Nicola Vizzoni 75,75 75,84 75,41 76,07 75,79 x 76,07 8 Kibwe Johnson 73,71 74,95 x eigentlich zu drei weiteren Würfen berechtigt 74,95 9 Waleryj Swjatocha 73,13 72,78 72,42 nicht im Finale derbesten acht Werfer 73,13 10 Alexander Smith 69,74 72,87 71,47 72,87 DOP Kirill Ikonnikow 77,86 x 77,81 74,60 x 77,46 77,86 Dilschod Nasarow 70,00 70,88 73,80 nicht im Finale der besten acht Werfer 73,80 Für das Finale hatten sich zwölf Athleten aus zwölf Nationen qualifiziert, drei von ihnen über die Qualifikationsweite, neun weitere über ihre Platzierungen in der Qualifikation. Zwei von ihnen, der Russe Kirill Ikonnikow sowie der Tadschike Dilschod Nasarow wurden allerdings nachträglich wegen erwiesenen Dopingmissbrauchs disqualifiziert, sodass nur zehn Finalteilnehmer in die Endwertung kamen.
Als Favorit galt der amtierende Europameister Krisztián Pars aus Ungarn. Sein eigentlicher Herausforderer Iwan Zichan aus Belarus war aus der Startliste der Hammerwurfteilnehmer gestrichen worden, weil auch er gegen die Antidopingregeln verstoßen hatte. Damit blieben als stärkste Konkurrenten der japanische Weltmeister von 2011 und Olympiasieger von 2004 Kōji Murofushi und der slowenische Olympiasieger von 2008 Primož Kozmus.
Schon in der ersten Runde übernahm Pars mit 79,14 m die Führung. Ihm folgte mit 78,79 m Kozmus. Im zweiten Versuch schoben sich der Ukrainer Oleksij Sokyrskyj mit 78,25 m auf Platz drei und Murofushi mit 78,16 m auf Platz vier vor. Im dritten Durchgang verbesserte sich Pars auf 80,59 m, Murofushi zog mit 78,71 m an Sokyrskyj vorbei auf Platz drei. Im fünften Versuch gelangen Kozmus 79,36 m, weitere Veränderungen gab es nicht mehr. Damit gewann Krisztián Pars die Goldmedaille vor seinem Vorgänger Primož Kozmus und dem Sieger von 2004 Kōji Murofushi. Oleksij Sokyrskyj wurde Fünfter vor dem Tschechen Lukáš Melich.
Videolinks Men's Hammer Throw Final - Olympics London 2012, youtube.com, abgerufen am 4. April 2022 Krisztian Pars (HUN) Wins Men's Hammer Throw Gold - London 2012 Olympics, youtube.com, abgerufen am 4. April 2022
Weblinks Official results book, XXX Olympic Games London 2012, Athletics, Men's Hammer Throw, stillmed.olympic.org (englisch/französisch), S. 177–180 (PDF; 55.483 KB), abgerufen am 4. April 2022 OLYMPIC GAMES LONDON (OLYMPIC STADIUM) 27 JUL - 12 AUG 2012, men's Hammer Throw, Weltleichtathletikverband World Athletics (englisch), worldathletics.org, abgerufen am 4. April 2022 Athletics at the 2012 Summer Olympics, Hammer Throw, Men, olympedia.org (englisch), abgerufen am 4. April 2022 London 2012, hammer throw men Results, olympics.com, abgerufen am 4. April 2022 Athletics at the 2012 London Summer Games: Men's hammer throw, archiviert bei wayback (Internet Archive), sports-reference.com (englisch), abgerufen am 4. April 2022
Einzelnachweise
Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2012 Kategorie:Sportveranstaltung im London Borough of Newham