mini|Jakob von Ermarth Jakob Ermarth, seit 1855 Ritter von Ermarth, (* 26. Oktober 1790 in Ingolstadt; † 3. April 1865 in Augsburg) war ein bayerischer Generalleutnant.

Leben Familie Ermarth war der Sohn eines bayerischen Feldwebels, der aus dem rheinhessischen Wachenheim an der Pfrimm stammte.regionalgeschichte.net: Er war mit Maria, geborene Popp verheiratet. Sie war die Tochter des geadelten Oberappellationsgerichts-Direktors Friedrich von Popp (1757–1837).Todesanzeige des Schwiegervaters. Der Bayerische Landbote. Nr. 30 vom 30. Januar 1837. S. 136 des JahrgangsUni Jena:

Militärkarriere Bedingt durch das militärische Umfeld, in dem er aufwuchs, trat Ermarth bereits am 1. Juli 1801 als Pfeifer in die Bayerische Armee ein. Er diente im späteren 6. Infanterie-Regiment, der Einheit seines Vaters. Hier wurde der Junge 1803 Hautboist und schlug dann die Offizierslaufbahn ein. 1815 war er schon Oberleutnant und man versetzte ihn am 22. Februar des Jahres zum Infanterie-Leib-Regiment. 1831 avancierte Ermarth dort zum Hauptmann, wobei er u. a. als Adjutant des Generals Karl Theodor von Pappenheim (1771–1853) fungierte.Fränkischer Merkur. Nr. 182, Bamberg, 1. Juli 1839 1839 wurde er Major, gleichzeitig arbeitete er als Referent im Kriegsministerium und erhielt 1843 das Kreuz des Ludwigsordens.Der Bayerische Eilbote, Nr. 83, München, 12. Juli 1843, Seite 670 des Jahrgangs

Als Oberst stieg Ermarth 1848 zum Kommandeur des Infanterie-Leib-Regiments auf und blieb es bis 1851. Am 30. Juni 1851 ernannte man Ermarth zum Generalmajor und Kommandanten der Bundesfestung Ulm,Regierungsblatt für das Königreich Bayern. Nr. 35, München, 19. Juli 1851, Spalte 798 des Jahrgangs mit Datum vom 28. Dezember 1852 zum Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade in Ingolstadt.Allgemeine Zeitung München. S. 5815 des Jahrgangs 1852 Schließlich wurde er Stadtkommandant von Augsburg und erhielt als solcher am 1. Januar 1855 das Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone. Damit verbunden war die Erhebung in den persönlichen Adelsstand und er durfte sich nach der Eintragung in die Adelsmatrikel Ritter von Ermarth nennen.Münchner Bote für Stadt und Land. Nr. 4 vom 5. Januar 1855.

Mit Datum vom 9. Mai 1859 trat Ermarth als Generalleutnant in den Ruhestand,Verordnungsblatt des Königlich Bayerischen Kriegsministeriums. Nr. 22 vom 13. Mai 1859. Blatt 152 des Jahrgangs. wurde nach seinem Tod nach München überführt und dort auf dem Alten Südfriedhof beigesetzt.Morgenblatt zur Bayerischen Zeitung. Nr. 95 vom 5. April 1865. S. 324 des Jahrgangs.

Der General erscheint 1860 als Mitglied im Verein zur Unterstützung bedürftiger Bewohner Münchens mit BrennmaterialRechenschaftsbericht des Vereins 1860/61, Seite 10. und im Kunstverein München.Jahresbericht Kunstverein München 1860/61, Seite 9.

Grabstätte mini|Grab von Jakob Ermarth auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Die Grabstätte von Jakob Ermarth befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 21 – Reihe 12 – Platz 1, ).

Literatur Nachruf. Im: Tagblatt für die Städte Dillingen, Lauingen, Höchstädt, Wertingen und Gundelfingen. Nr. 80, vom 8. April 1865. Bernd Philipp Schröder: Die Generalität der deutschen Mittelstaaten 1815–1870. Band 2, 1984, ISBN 3764811587, S. 205. Ausschnitt aus der Quelle F. von Fabrice: Das Königlich Bayerische 6. Infanterie-Regiment, Kaiser Wilhelm, König von Preussen. Band 2, 1896, S. 43, 59. Ausschnitte aus der Quelle

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Bayern) Kategorie:Träger des Verdienstordens der Bayerischen Krone (Ritter) Kategorie:Träger des Ludwigsordens (Bayern) Kategorie:Person (Ingolstadt) Kategorie:Infanterist (Bayern) Kategorie:Nobilitierter (Bayern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1790 Kategorie:Gestorben 1865 Kategorie:Mann