Die schwedische Basketballnationalmannschaft der Herren () repräsentiert Schweden bei internationalen Basketball-Länderspielen.

Geschichte Die schwedische Basketballnationalmannschaft nahm erstmals an der Endrunde der Basketball-Europameisterschaft 1953 teil, in der sie jedoch alle sieben Spiele verlor und den letzten Platz belegte. Zwei Jahre später besiegte man in der eigenen ersten Begegnung Dänemark. Dies blieb der einzige Sieg bei dem Turnier, was aber zum drittletzten und 16. Platz noch vor der westdeutschen Nationalmannschaft reichte. In einem auf 16 Mannschaften beschränkten Teilnehmerfeld war in den folgenden beiden Austragungen nicht vertreten und erreichte dann erstmals wieder bei der EM 1961 die Endrunde, in der man in Belgrad in der Platzierungsrunde England besiegen konnte und den 18. und vorletzten Platz belegte. Vier Jahre später reichte es zwar zur Qualifikation für ein Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften, doch in der Endrunde 1965 in der Sowjetunion belegte man sieglos den letzten Platz. Weitere vier Jahre später war man bei der Endrunde 1969 in einem Teilnehmerfeld von zwölf Mannschaften vertreten. Zum Auftakt besiegte man überraschend Bulgarien, verlor aber alle restlichen Spiele und belegte erneut den letzten Platz in der Endrunde.

In den 1970er Jahren war die schwedische Auswahl bei keiner Endrunde einer Europameisterschaft vertreten. Nach dem Olympiaboykott der meisten NATO-Staaten für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau rutschte man in das Teilnehmerfeld des olympischen Basketballwettbewerbs. Bei der einzigen Teilnahme an einer globalen Endrunde blieb man zwar in der Vorrunde erneut sieglos, doch in der Platzierungsrunde gelangen noch zwei Siege über Senegal und Indien. Der abschließende Sieg gegen Polen war ohne Bedeutung für das Klassement und so beendete Schweden das Turnier auf dem zehnten und drittletzten Platz. Bei der EM-Endrunde 1983 in Frankreich blieb man unter zwölf Teilnehmern komplett sieglos und belegte erneut den letzten Platz. Nachdem Ende der 1980er Jahre nur noch acht Mannschaften an der Endrunde teilnahmen, wurden bei der EM-Endrunde 1993 in Deutschland wieder 16 Mannschaften eingeladen. Für dieses Teilnehmerfeld konnte sich auch die schwedische Auswahl qualifizieren und besiegte im zweiten Gruppenspiel den späteren Vizeeuropameister Russland. Durch den schlechteren direkten Vergleich verpasste man jedoch den Sprung in die Zwischenrunde und wurde am Ende auf dem 14. und drittletzten Platz eingestuft. Zwei Jahre später wurde das Teilnehmerfeld bei der EM-Endrunde 1995 auf 14 Mannschaften reduziert. Man blieb in sechs Gruppenspielen sieglos und belegte den letzten Platz. Danach gelangen keine Qualifikationen mehr für eine Endrunde, bevor man bei der EM-Endrunde 2003 selbst als Gastgeber automatisch qualifiziert war. Doch auch vor heimischem Publikum blieb man in der Vorrunde sieglos und ließ im Klassement der 16 Teilnehmer gastfreundlich allen anderen Mannschaften den Vortritt.

Erst zur EM-Endrunde 2013 gelang erstmals nach 18 Jahren wieder die sportliche Qualifikation für eine auf 24 Mannschaften erweiterte Endrunde, nachdem man sich mit dem ersten schwedischen NBA-Spieler Jonas Jerebko in der Qualifikation nur der ungeschlagenen deutschen Nationalmannschaft den Vortritt lassen musste.

Bekannte Spieler

Bekannte Spieler, die in der jüngeren Vergangenheit in der Nationalmannschaft spielten, sind: Paul J. Burke (* 1972) Joakim Blom (* 1976) Mats Levin (* 1977) Fredrik Jönzén (* 1978) Oluoma Nnamaka (* 1978) Martin Ringström (* 1981) Christian Maråker (* 1982) Olivier Ilunga (* 1983) Serkan Inan (* 1986) Pelle Larsson (* 2001)

Abschneiden bei internationalen Turnieren Olympische Sommerspiele 1936 – 1976 – nicht teilgenommen oder nicht qualifiziert 1980 – 10. Platz 1984 – 2012 – nicht teilgenommen oder nicht qualifiziert

Weltmeisterschaften bisher nicht qualifiziert

Europameisterschafts-Endrunden 1953 – 17. Platz 1955 – 16. Platz 1957 – nicht qualifiziert 1959 – nicht qualifiziert 1961 – 18. Platz 1963 – nicht qualifiziert 1965 – 16. Platz 1967 – nicht qualifiziert 1969 – 12. Platz 1971 bis 1981 – nicht qualifiziert 1983 – 12. Platz 1985 bis 1991 – nicht qualifiziert 1993 – 14. Platz 1995 – 14. Platz 1997 – nicht qualifiziert 1999 – nicht qualifiziert 2001 – nicht qualifiziert 2003 – 16. Platz 2005 bis 2011 – nicht qualifiziert 2013 – 13. Platz 2015 – nicht qualifiziert 2017 – nicht qualifiziert 2022 – nicht qualifiziert 2025 – 16. Platz

Aktueller Kader

Ehemalige Kader

Nr. Name Geburtsdatum Größe Position Einsätze vor EM Club 6 Tobias Borg 02.11.1993 184 cm Guard 12 Ludvig Håkanson 22.03.1996 189 cm Guard 19 Melwin Pantzar10.04.2000 188 cm Guard 31 Barra Njie 13.01.2001 191 cm Guard 1 Denzel Andersson 21.09.1996 204 cm Forward Free Agent 5 Wilhelm Falk 25.06.2003 201 cm Forward 9 Pelle Larsson 23.02.2001 194 cm Forward 16 Nicholas Spires 25.02.1994 211 cm Forward 18 Viktor Gaddefors 08.10.1992 201 cm Forward 2 Adam Ramstedt 24.07.1995 209 cm Center 15 Mattias Markusson 10.04.1996 217 cm Center 35 Simon Birgander 23.10.1997 209 cm Center / Mikko Riipinen Head Coach Joakim Källman Assistenz-Coach Ludwig Degernäs Assistenz-Coach Adam Engström Assistenz-Coach

Siehe auch Liste von Basketballvereinen in Schweden Liste von Sportstätten für Basketball in Schweden Svenska BasketBoll Förbundet Schwedische Basketballnationalmannschaft der Damen

Weblinks

archive.fiba.com: Teams – Sweden (SWE) – Übersicht über Auswahlmannschaften Schwedens im FIBA-Archiv () Profile: Sweden (SWE) – Swedish Basketball Federation – Profil des Verbandes auf den Webseiten der FIBA (englisch)

Kategorie:Basketballnationalmannschaft (FIBA Europa) Basketball Nationalmannschaft