Die Aira-Tn-Ascheschicht (jap. , Aira-Tn-kazanbai, kurz: AT, engl. Aira-Tn tephra) ist eine Schicht aus Vulkanasche, die sich gemäß kalibrierter Radiokarbon-Daten nach dem Ausbruch der Aira-Caldera ca. 26.000 bis 29.000 Jahre v.H. in Kyūshū und weiten Teilen Süd-Japans ablagerte.Akira Ono: Frühe Besiedlungsspuren: Die ersten Menschen - Das Paläolithikum. In: Zeit der Morgenröte. Katalogband. 2004, S. 20.In älteren Quellen findet man häufig auch noch die Datierung 20 bis 25.000 Jahre v.H. Diese Datierung wurde anhand der kalibrierten Radiokarbondaten korrigiert.
Überblick Das Kürzel Tn verweist auf das Tanzawa-Bergland, wo die Ascheschicht zusammen mit Bimsstein zuerst gefunden wurde. Erst in den 1970er Jahren erkannte man, dass die Aira-Caldera der Ursprung der Ascheschicht war, woraufhin man sie Aira-Tanzawa-Ascheschicht () nannte. Die ausgespieene Asche verbreitete sich über eine Distanz von 2000 km und über eine ovale Fläche von Kyūshū bis zur Kantō-Region. Dabei bedeckte die Asche mit einem Volumen von ca. 150 km³ eine Gesamtfläche von vier Millionen km². Die Ascheschicht dient der japanischen Archäologie als Leithorizont (Stratigraphie).
Dicke der Ascheschicht nach Regionen: ab 80 cm: an Bergen der Präfektur Tottori ab 50 cm: Süd-Kyūshū und der Westteil der Präfektur Kōchi ab 40 cm: Kyōto ab 25 cm: am Biwa-See ab 20 cm: Nord-Kyūshū, Shikoku, Chūgoku, Region Kinki ab 10 cm: Regionen Chūbu und Kantō ab 5 cm: Südteil der Tōhoku-Region wenige Millimeter: Präfektur Chiba die Ascheschicht wurde auch im nördlichen Teil der Tōhoku-Region und auf der koreanischen Halbinsel nachgewiesen.
Anmerkung
Einzelnachweise
Literatur
Kategorie:Datierung (Archäologie) Kategorie:Präfektur Kagoshima Kategorie:Geologie (Japan) Kategorie:Archäologischer Fachbegriff