Das Komitee zur Erforschung des oberen Kongo () war ein am 25. November 1878 gegründetes Konsortium, das bereits im folgenden Jahr in der Internationalen Kongo-Gesellschaft () aufging.
Geschichte Auf der vom belgischen König, Leopold II., einberufenen Konferenz waren Wirtschaftsvertreter aus Belgien, Deutschland, Frankreich Großbritannien und den Niederlanden anwesend, die das Komitee zur Erforschung des oberen Kongo gründeten, dessen Ziele vordergründig wissenschaftlicher und humanitärer Art waren. Es wurde ein gemeinsamer Fonds eingerichtet, zu dem Leopold mit 260.000 Franc einen Großteil beisteuerte und der die Expeditionen Henry Morton Stanleys für fünf Jahre finanzieren sollte.Ruth Weiss/Hans Mayer: Afrika den Europäern. Von der Berliner Kongokonferenz 1884 ins Afrika der neuen Kolonisation. Wuppertal 1984, S. 24. Den Vorsitz über das Komitee erhielt Oberst Maximilien Strauch, ein Vertrauter Leopolds.Adam Hochschild: Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der großen fast vergessenen Menschheitsverbrechen. Stuttgart 2012, S. 93.
Nachdem ein Investor aus den Niederlanden insolvent ging, nutzte Leopold die Chance und kaufte die Aktien der restlichen Anteilseigner auf, um das Komitee aufzulösen.Adam Hochschild: Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der großen fast vergessenen Menschheitsverbrechen. Stuttgart 2012, S. 94. Tatsächlich verwendete er den Namen noch drei Jahre weiter.
Literatur Martin Ewans: European Atrocity, African Catastrophe. Leopold II, the Congo Free State und its Aftermath. London u. a. 2002, S. 55–61.
Einzelnachweise
Kategorie:Konsortium Kategorie:Belgische Kolonialgeschichte (Afrika) Kategorie:Leopold II. (Belgien) Kategorie:Kongo-Freistaat Kategorie:Gegründet 1878 Kategorie:Aufgelöst 1879