Der Internationale Musikwettbewerb PACEM IN TERRIS war ein vom Verein zur Förderung des musikalischen Nachwuchses e.V. Bayreuth seit 1987 jährlich in Bayreuth durchgeführter klassischer Musikwettbewerb, der sich je nach Jahr an junge Instrumentalisten aus den Fächern Violine, Violoncello, Klavier und Holzblasinstrumente richtete.
Der Wettbewerb wurde zwischen 2007 und 2013 unterbrochen. Mit dem neu berufenen Intendanten Georg Christoph Sandmann wurde "PACEM IN TERRIS" 2014 für eine Auflage wieder durchgeführt, konnte aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten jedoch nicht weitergeführt werden.
Geschichte Der Wettbewerb wurde von dem rumänischen Flötisten Demetrius Popp und seiner Frau, der Geigerin Beatrice Popp-Kapelovici von 1987 bis 2007 geleitet. Das Wettbewerbsangebot enthielt je nach Jahr Ausschreibungen für Violine, Violoncello und Klavier; sowie für Holzblasinstrumente (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon).
Der zunächst schlicht betitelte „Konzertwettbewerb“ wurde 1990 in „PACEM IN TERRIS“ umbenannt. Im Jahr der Deutschen Einheit war dies als symbolische Botschaft gedacht: Einen besonderen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung leistet Musik. Daher der Name „pacem in terris“ - Frieden auf Erden.
Dem Dirigenten und erfahrenen Generalmusikdirektor verschiedener Theater, Georg Christoph Sandmann, lag die Wiederaufnahme und Tradition des Wettbewerbs sehr am Herzen. Der ehemalige bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Wolfgang Heubisch hat eine Förderung in Höhe von 25.000 Euro zur Wiederaufnahme bereitgestellt. Unter Sandmanns Intendanz wurde nach siebenjähriger Pause vom 23. Februar 2014 bis 2. März 2014 der Internationale Musikwettbewerb PACEM IN TERRIS für Violine und Violoncello mit einem Eröffnungskonzert bei Steingraeber und dem Wettbewerb mit abschließendem Preisträgerkonzert mit den Nürnberger Symphonikern in der Stadthalle Bayreuth wieder ausgetragen. Bei der Neuauflage bewarben sich 186 junge Musiker aus 38 Ländern.
Trotz Bemühungen für eine Neuauflage, ließ sich eine erneute Ausrichtung des Wettbewerbs aus finanziellen Gründen nicht realisieren. 2018 wurde der Wettbewerb mit einem Abschlusskonzert für beendet erklärt.
Ablauf Die Teilnehmer bewerben sich mitsamt einer DVD. Die Wettbewerbsleitung entscheidet in einer DVD-Vorrunde, ob die Kandidaten zu den Hauptrunden zugelassen werden (etwa 20 Bewerber je Instrument).
Die Hauptrunden des Wettbewerbs werden in drei Runden in der Stadthalle Bayreuth ausgetragen. Die Finalrunde wird von den Nürnberger Symphonikern begleitet. Das Wettbewerbsrepertoire wird in der Ausschreibung festgelegt. Zum Abschluss findet ein Preisträgerkonzert mit dem Orchester statt.
Preisträger 1987 1. Preis: Alexander Zeiher, Deutschland, Violine 1. Preis: Krisztina Woisza, Schweiz, Klavier 2. Preis: Gernot Müller, Deutschland, Klavier 1988 1. Preis: Eckart Schmidt, Deutschland, Violine 2. Preis: Saskia-Agnes Krunnies, Deutschland, Violine 3. Preis: Marc Ostertag, Deutschland, Horn 1989 1. Preis: Jürgen Jakob, Schweiz, Klavier 2. Preis: Nikolaus Römisch, Deutschland, Violoncello 3. Preis: Mari Suzuki, Deutschland, Violine 1990 1. Preis: Claudio Bohórques, Deutschland, Violoncello 2. Preis: Vilmos Oláh, Ungarn, Violine 3. Preis: Alexandru Tomescu, Rumänien, Violine 4. Preis: Marie-Therese Gundel, Deutschland, Klavier 1991 1. Preis: Stefan Burkhardt, Deutschland, Klavier 2. Preis: Piotr Plawner, Polen, Violine 3. Preis: Zofie Vokálková, Tschechien, Flöte 1992 1. Preis: Denis Goldfeld, Russland, Violine 1. Preis: Wolfgang Emanuel Schmidt, Deutschland, Violoncello 2. Preis: Ohad Ben Ari, Israel, Klavier 3. Preis: Alexander Meinel, Deutschland, Klavier 1993 1. Preis: Axel Strauss, Deutschland, Violine 1. Preis: Tanja Tetzlaff, Deutschland, Violoncello 2. Preis: Suzy Whang, Hongkong, Violine 3. Preis: Urara Sasaki, Japan, Klavier 1994 1. Preis: David Boehler, Deutschland, Klavier 2. Preis: Dalia Stulgyte, Litauen, Violine 3. Preis: Attila Pasztor, Österreich, Violoncello 4. Preis: Karin Schweigart, Deutschland, Flöte 5. Preis: Anne Romeis, Deutschland, Flöte 6. Preis: Katarzyna Bury, Polen, Flöte 1995 1. Preis: Igor Storoshenko, Russland, Oboe 2. Preis: Clara Dent, Österreich, Oboe 3. Preis: Radu Tudor Hodrea, Rumänien, Klarinette 4. Preis: Vukan Milin, Deutschland, Flöte 5. Preis: Anna Dina Schick, Deutschland, Flöte 6. Preis: Damien Royannais, Frankreich, Saxophon 1996 1. Preis: Janne Thomsen, Dänemark, Flöte 2. Preis: Jochen Schwarzmann, Deutschland, Klarinette 3. Preis: Damien Royannais, Frankreich, Saxophon 4. Preis: Yeon-Hee Kwak, Republik Korea, Oboe und Ariel Zuckermann, Israel, Flöte 5. Preis: Nikolaus Maler, Deutschland, Fagott 6. Preis: Shoda Kanami, Japan, Flöte 1997 1. Preis: Lindon Watts, Australien, Fagott 2. Preis: Damien Royannais, Frankreich, Saxophon 3. Preis: Philipp Mahrenholz, Deutschland, Oboe 4. Preis: Nikolaus Maler, Deutschland, Fagott 5. Preis: Marie Natasa, Jugoslawien, Flöte und Hong Soo-Eun, Republik Korea, Oboe 6. Preis: Gerhard Krassnitzer, Österreich, Klarinette und Anita Szabó, Ungarn, Flöte 1998 1. Preis: Tobias Vogelmann, Deutschland, Oboe 2. Preis: Henrik Blixt, Schweden, Fagott 3. Preis: Marc Trenel, Frankreich, Fagott 4. Preis: Christoph Renz, Deutschland, Flöte 5. Preis: Jaime González, Chile, Oboe 6. Preis: Géza Bartha, Rumänien, Klarinette 1999 1. Preis: Sabine Morel, Frankreich, Flöte 2. Preis: Pierre Olivier Martens, Belgien, Fagott 3. Preis: David Strunk, Deutschland, Oboe 4. Preis: Guy Porat, Israel, Oboe 5. Preis: Damien Royannais, Frankreich, Saxophon 6. Preis: Jennifer Smyth, Kanada, Flöte 2000 1. Preis: Mihi Kim, Republik Korea, Flöte 2. Preis: Alexandra Grot-Mkrtoumian, Russland, Flöte 3. Preis: Matthias Racz, Deutschland, Fagott 4. Preis: Kalev Kuljus, Estland, Oboe 5. Preis: Julien Petit, Frankreich, Saxophon 6. Preis: Nikolaus Maler, Deutschland, Fagott 2001 1. Preis: Antonio Filiph Bekijar, Spanien, Saxophon 2. Preis: Karel Dohnal, Tschechische Republik, Klarinette 3. Preis: Barbara Deleu, Belgien, Flöte 4. Preis: Birgit Ramsl, Österreich, Flöte 5. Preis: Miha Rogina, Slowenien, Saxophon 6. Preis: Choe Young-Jim, Republik Korea, Fagott 2002 1. Preis: Maria Magdalena Podlacha, Rumänien, Klavier 2. Preis: Anna Heygster, Deutschland, Violine 3. Preis: Panu Sundqvist, Finnland, Violoncello 4. Preis: Sabina Chukurova, Deutschland, Klavier 5. Preis: Misaki Baba, Japan, Klavier 6. Preis: Nicolas Altstaedt, Deutschland, Violoncello 2003 1. Preis: Miha Rogina, Slowenien, Saxophon 2. Preis: Koryun Asatryan, Armenien, Saxophon 3. Preis: Tien - Wen Hsu, Taiwan, Oboe 4. Preis: Christian Kunert, Deutschland, Fagott 5. Preis: Valentin Uryupin, Russland, Klarinette 6. Preis: Mariana Racz, Ungarn, Flöte 2004 1. Preis: Rebekka Hartmann, Deutschland, Violine 2. Preis: Igor Bobowitsch, Weißrussland, Cello 3. Preis: Ludwika Maja Tomaszewska, Polen, Violine 4. Preis: Ekaterina Doubkova, Russland, Klavier 5. Preis: Naoko Fukumoto, Japan, Klavier 6. Preis: Maximilian von Pfeil, Deutschland, Cello 2005 1. Preis: Clement Himbert, Frankreich, Saxophon 2. Preis: Philipp Zeller, Deutschland, Fagott 3. Preis: Mihaela Zamfir, Rumänien, Flöte 4. Preis: Oksana Sinkova, Estland, Flöte 5. Preis: Naomi Sullivan, Großbritannien, Saxophon 6. Preis: Julien Brechet, Frankreich, Saxophon 2006 1. Preis: Soojin Han, Korea, Violine 2. Preis: Janina Ruh, Deutschland, Violoncello 3. Preis: Arita Kwon, Korea, Violoncello 4. Preis: Arne-Christian Pelz, Deutschland, Violoncello 5. Preis: Mayumi Ito, Japan, Violine 6. Preis: Mu Zhu, China, Violoncello 2007 1. Preis: Irvin Venys, Tschechien, Klarinette 2. Preis: Nicole Ruth Pressler, Deutschland, Flöte 3. Preis: Julien Weber, Frankreich, Oboe 4. Preis: Juana Palop Tecles, Spanien, Saxophon 5. Preis: Asya Fateyeva, Ukraine, Saxophon Förderpreis: Simon Diricq, Belgien, Saxophon 2014 1. Preis: Valentino Worlitzsch, Deutschland, Violoncello 2. Preis: Johanna Pichlmair, Österreich, Violine 3. Preis: Suyeong Kang, Australien, Violine 3. Preis: Ruodi Li, China, Violoncello Förderpreis: Anne Maria Wehrmeyer, Deutschland, Violine Quellekulturatlas-oberfranken.de
Jury 2014 Wolfgang Emanuel Schmidt (Jurypräsident | Künstlerische Leitung) Maria Grätzel Frans Helmerson Christian Jost Gérard Korsten Nikolaus Trieb Igor Ozim Natalia Prishepenko
Weblinks Website des Internationalen Musikwettbewerbs PACEM IN TERRIS Website des Intendanten Georg Christoph Sandmann Website der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth neue musikzeitung: Ankündigung zum Beginn des Wettbewerbs 2007 Kurier TV: Violinistin Vladyslava Luchenko (26) will beim Musik-Wettbewerb Pacem In Terris gewinnen
the Strad: Pacem in Terris competition awards cellist Valentino Worlitzsch €10,000 first prize
Einzelnachweise
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