Friedrich Heinrich Ernst HelmholzHelmut Zimmermann: Der Bildhauer Karl Gundelach (1856 – 1920), in: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 39 (1985), S. 237ff.; hier: s. 242 (geboren 18. Oktober 1821 in Gronau; gestorben 22. September 1890 in Hannover)Waldemar R. Röhrbein: HELMHOLZ ... (siehe Literatur)Anmerkung: Davon abweichend wird auch das Sterbedatum 26. März 1896 genannt; vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek war ein deutscher Tischler und Klavierbauer.

mini|Fr. Helmholz Pianoforte Fabrik Hoflieferanten

Leben Friedrich Helmholz wanderte nach seiner Ausbildung zum Tischler als Geselle durch das Königreich Hannover und kam im Revolutionsjahr 1848 nach Hannover. Nach einer Anstellung erwarb er sich in seinen Freistunden musikalische Kenntnisse und erlernte während dessen das Klavierspielen.

Nachdem er 1851 in der Leinstraße eine eigene Tischlerwerkstatt gegründet hatte, begann er mit dem Bau von Klavieren, die aufgrund ihrer Qualität schon bald sehr gefragt waren.Waldemar R. Röhrbein: Helmholz ... (siehe Literatur)

Aus der Ehe mit Hanne Marie Luise Kösel, einer aus Adensen stammenden Tochter eines Kötners, hatte Helmholz die 1859 in Hannover geborene Tochter Ida Anna Emilie Luise Else Helmholz, die am 14. April 1891 in der Aegidienkirche den Bildhauer Karl Gundelach heiratete.

Obgleich er anfänglich noch als „Instrumentenmacher“ und -stimmer firmierte, nannte er sein Unternehmen ab 1864 „Pianofortefabrik“, in der er in den sogenannten Gründerjahren beispielsweise 1874 einen Werkmeister und 19 Gehilfen beschäftigte.

Nach 1876 unterhielt Helmholz „in prachtvollen Verkaufsräumen“ in der Braunschweiger Straße ein umfangreiches Lager mit Flügeln, Pianinos, Harmonien und Asiaphonien auch anderer Hersteller und Fabrikate. Daneben betrieb er einen Klavierverleih sowie einen Instrumententransport.

Unterdessen war Helmholz der Titel des Fürstlich Schaumburg-Lippischen Hoflieferanten verliehen worden.

1895 wurde der Entwurf des Architekten Otto Lüer für ein Pianinogehäuse der Firma Helmholz mit dem 1. Preis ausgezeichnet.Reinhard Glaß: Lüer, Ernst Heinrich Otto in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 24. Februar 2026

Sitz des von Gustav Helmholz als Fr. Helmholz fortgeführten Unternehmens war noch 1925 die Braunschweiger Straße 10, zugleich Wohnsitz des Inhabers.Adressbuch der Stadt Hannover von 1925, Abt. 3, S. 170; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek über den DFG-Viewer der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Knapp ein halbes Jahrhundert nach dem Tode von Friedrich Helmholz bestand das fortgeführte Unternehmen noch zu Anfang des Dritten Reiches, wurde jedoch 1934 letztmals im Adressbuch der Stadt Hannover genannt.

Auszeichnungen Silberne AusstellungsmedailleEmil Breslaur, Anna Morsch: Musikpädagogische Blätter: Zentralblatt fur das gesamte musikalische Unterrichtswesen, Bände 3–4, 1880, S. 201 Online

Literatur Wilhelm Rothert: Allgemeine Hannoversche Biografie, Band 1: Hannoversche Männer und Frauen seit 1866; Hannover: Sponholtz, 1912, S. 345. R. Hartmann: Geschichte der Residenzstadt Hannover von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, 2. Auflage 1896, S. 1181. Ludwig Hoerner: Agenten, Bader und Copisten. Hannoversches Gewerbe-ABC 1800–1900, hrsg. von der Hannoverschen Volksbank, Hannover: Reichhold, 1995, ISBN 3-930459-09-4, S. 210, 213. Waldemar R. Röhrbein: Helmholz, Friedrich. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 162. Waldemar R. Röhrbein: Helmholz, Friedrich. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 284.

Einzelnachweise

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