Conrad von Mederer, voller Name Conrad Mederer von Mederer Edler von Wuthwehr, (* 21. November 1781 in Freiburg im Breisgau; † 18. August 1840 in Rohitsch-Sauerbrunn) war ein österreichischer Generalfeldwachtmeister.

mini|Conrad von Mederer mit dem Max-Joseph-Orden

Herkunft Die Familie Mederer stammte aus der bayerischen Oberpfalz. Der Großvater Conrad Johann Mederer (1685–1760), ging als Zuckerbäcker nach Wien. Sein Vater, der Militärarzt Matthäus Mederer (1739–1805) beschäftigte sich u. a. intensiv mit der Bekämpfung von Tollwut, weshalb ihn Kaiser Joseph II. 1789, mit dem Prädikat „Edler von Wuthwehr“, in den erblichen Adelsstand erhob.

Conrad von Mederer war der Sohn des genannten Militärarztes Matthäus von Mederer und seiner Gattin Maria Franziska geb. Strobel (1752–1803), Tochter des Freiburger Medizinprofessors Philipp Joseph Strobel (1705–1769). Der Geburtsort Freiburg/Breisgau gehörte in jener Zeit zu Vorderösterreich.

Leben mini|Wappen der Adelsfamilie Mederer von Mederer, Edle von Wuthwehr

1795 trat Mederer als Fähnrich in die Österreichische Armee ein. Im Ersten Koalitionskrieg nahm er 1796 am Gefecht von Hüningen teil, im Zweiten Koalitionskrieg an den Schlachten von Stockach (1799), Meßkirch (1800) und Hohenlinden. 1803 zum Hauptmann befördert, kämpfte Conrad von Mederer 1805 in der Schlacht bei Austerlitz, 1809 bei Regensburg, Aspern und Wagram. Für die Gefechte an der Kinzigbrücke, während der Schlacht bei Hanau, am 31. Oktober 1813, erhielt Mederer das Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens, die höchste bayerische Tapferkeitsauszeichnung. Darüber sagte der Oberkommandierende und spätere Feldmarschall Carl Philipp von Wrede folgendes aus:

1820 avancierte Mederer zum Major und nahm 1821 am Feldzug gegen Neapel teil. 1830 wurde er Oberstleutnant und Bataillonskommandeur, am 26. Juli 1832 Oberst und Kommandeur des 29. k.k. Infanterie-Regiments „Herzog Wilhelm von Nassau“ in Österreichisch-Schlesien. Mit Datum vom 13. August 1839 beförderte man ihn zum Generalfeldwachtmeister (Generalmajor) und Brigadier in Klausenburg, 1840 wechselt er in gleicher Eigenschaft nach Zagreb. Noch im gleichen Jahr starb Conrad von Mederer unerwartet an einem Schlaganfall in der slowenischen Kurstadt Sauerbrunn.Todesmeldung in der Zeitschrift Der Adler, Nr. 206, vom 29. August 1840 Er hatte seinem Vaterland Österreich während 24 Dienstjahren in mehr als 40 Schlachten und Gefechten gedient.

Familie Conrad von Mederer heiratete am 21. September 1822 Clara Moese von Nollendorf. Das Paar hatte mehrere Kinder: Conrad (1823–1890), k. k. Feldmarschall-Lieutenant ⚭ 1850 Gabriele Anna Thomas († 15. November 1865) ⚭ 1868 Amalie Thomas verwitwete Gödel Justine Marie (* 22. September 1824) ⚭ 1847 Dr. Emerich von Suhay, Hofrat und Richter am königlich ungarischen Obersten Gerichtshof Mathilde Emilie Marie Josefine Johanna Anna Veronika (* 4. Februar 1831; † 14. September 1854) Karoline Boromea Marie Rosalia Amalie Josefine (* 4. September 1833) ⚭ 21. November 1857 mit Freiherr Karl Guretzky-Kornitz und Gureck (* 11. Januar 1829; † 7. April 1866) k.k. Kämmerer und HauptmannGothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1859, S.292 Flora Josefine Johanna Marie Philippine (* 1. Mai 1835; † 3. August 1835) Marie Anna Ottilie Clara (* 11. Dezember 1836) ⚭ 30. Oktober 1859 Wilhelm Muttwill († 4. April 1870), k.k. Hauptmann ⚭ Februar 1876 Gustav von Schwerenfeld, k.k Hauptmann

Literatur Friedrich August Schmidt: Neuer Nekrolog der Deutschen. 18. Jahrgang (1840), Zweiter Teil. Weimar 1842, S. 890 f. (Digitalisat).

– zu den Vorfahren. Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, Band 6, S.399f

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Kaisertum Österreich) Kategorie:Militärperson (österreichische Habsburger) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Österreich) Kategorie:Träger des Militär-Max-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Nobilitierter (Österreich) Kategorie:Edler Kategorie:Geboren 1781 Kategorie:Gestorben 1840 Kategorie:Mann