mini|Luftaufnahme Fünfbronn (2020)
Fünfbronn (fränkisch: FinnefbrunnR. Schuh: Gunzenhausen, S. 97. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „finəfbrún“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Fünfbronn hat eine Fläche von 7,248 km². Sie ist in 861 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8417,62 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Nagelhof, Schnittling und Trautenfurt.
Geografische Lage Das Pfarrdorf liegt im Fränkischen Seenland inmitten von Feldern und Wiesen, circa zwei Kilometer nördlich vom Igelsbachsee und knapp vier Kilometer von Spalt entfernt. Südlich entspringt der Gänsbach, der in den Igelsbachsee mündet. Der Ort liegt im Spalter Hügelland. Die Kreisstraße RH 6/WUG 21 führt nach Schnittling (1,5 km nordöstlich) bzw. nach Kalbensteinberg (2,2 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Igelsbach (1,8 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1253 als „plebanus de Quinque Fontibus“ erstmals urkundlich erwähnt. 1295 wurde der Ort eingedeutscht „Fvmphbrunne“ genannt.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 97. Der Ortsname nimmt Bezug auf die zahlreichen Quellen in dieser Gegend. Tatsächlich gibt es mehr als nur fünf Quellen.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 99.
In dem Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1800) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 232.
1802 kam Fünfbronn an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Fünfbronn gebildet, zu dem Nagelhof, Schnittling und Trautenfurt gehörten. 1811 entstand die Ruralgemeinde Fünfbronn, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Die Gemeinde war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Pleinfeld (1858 in Landgericht Roth umbenannt) zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Spalt. Ab 1862 gehörte Fünfbronn zum Bezirksamt Schwabach. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Roth. 1880 wurde Fünfbronn dem Bezirksamt Gunzenhausen (1939 in Landkreis Gunzenhausen umbenannt), dem Amtsgericht Gunzenhausen und dem Rentamt Gunzenhausen überwiesen (1919 in Finanzamt Gunzenhausen umbenannt).H. H. Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg, S. 233 = F. Eigler: Schwabach, S. 471. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,301 km².
Am 1. Juli 1972 wurde Fünfbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Spalt eingemeindet. Zugleich erfolgte der Wechsel zum neu gebildeten Landkreis Roth, dem Amtsgericht Schwabach und dem Finanzamt Schwabach.
Baudenkmal St. Michael (Fünfbronn)
Bodendenkmäler In der Gemarkung Fünfbronn gibt es fünf Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Fünfbronn Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 248 263 269 280 270 279 255 251 256 272 261 270 228 225 218 225 223 207 185 306 293 253 212 186HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 47 42 43 43 43 43 40 41 44 Quelle Für die Gemeinde Fünfbronn zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Nagelhof (S. 62), Schnittling (S. 82) und Trautenfurt (S. 92). Im Historischen Gemeindeverzeichnis werden abweichend 252 Einwohner als Gesamtzahl angegeben.
Ort Fünfbronn Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 125 143 145 141 144 126 124 183 121 100 107 114Häuser 25 22 23 23 24 24 25 26 Quelle
Religion Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Michael und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Katholiken sind nach St. Emmeram (Spalt) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Spalt Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Roth) Kategorie:Ersterwähnung 1253 Kategorie:Gemeindegründung 1811 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Roth