St. Lukas war die römisch-katholische Kirche in Fredenbeck, einer Gemeinde im Landkreis Stade im Norden von Niedersachsen. Sie war zuletzt eine Filialkirche der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Stade im Dekanat Stade des Bistums Hildesheim.

Geschichte Durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa infolge des Zweiten Weltkriegs vergrößerte sich die Zahl der Katholiken im seit der Reformation protestantisch geprägten Fredenbeck erheblich. Es bildetet sich in Fredenbeck eine katholische Gemeinde, deren Gottesdienste vor dem Bau der St.-Lukas-Kirche alle 14 Tage in der alten Schule in Groß Fredenbeck stattfanden.Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim (Hrsg.): Katholischer Gottesdienst in der Diözese Hildesheim. Hildesheim 1966, S. 43.

1967 wurde die St.-Lukas-Kirche erbaut, am 26. November gleichen Jahres erfolgte ihre Benediktion.http://wiki-bistumsgeschichte.de/wiki/index.php5?title=1967 Um 1990 war St. Lukas eine Filialkirche von St. Michael in Harsefeld, später von Heilig Geist in Stade.

Nachdem die Kirche Weihnachten 2003 noch für Gottesdienste genutzt worden war, erfolgte am 27. Dezember 2003 ihre Profanierung, das Grundstück mit dem Kirchengebäude wurde verkauft. Im März 2004 erfolgte der Abriss der Kirche, auf dem Grundstück wurde ein Mehrfamilienhaus errichtet. Heute ist die nächstgelegene katholische Kirche mit regelmäßigen Gottesdiensten die St.-Josef-Kirche im rund zwölf Kilometer entfernten Stade.

mini|Die Orgel aus St. Lukas, jetzt in der St. Josefkirche zu Stade

Architektur und Ausstattung Die Kirche stand in Klein Fredenbeck auf dem Grundstück Am Walde 1, an der Ecke zur Bahnhofstraße. Sie wurde nach Plänen von Josef Fehlig als Fertigteilkirche mit freistehendem Turm erbaut und befand sich in rund 18 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Ihre Orgel fand eine neue Verwendung in der Kirche des katholischen Altenheimes St. Josef vorm Schiffertor in Stade.

Siehe auch Liste der profanierten Kirchen im Bistum Hildesheim Lukaskirche

Literatur Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 91.

Weblinks Kirche auf Kirchenschwinden

Einzelnachweise

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