Eine Anhidrose oder auch AnidroseDuden – Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke. 7. Auflage, Mannheim 2003. (über das Französische, dies über das Neulateinische des 19. Jahrhundertshttp://dictionary.reference.com/search?q=hidrosis (englisch) bzw. http://dictionary.reference.com/search?q=hyperhidrosis (englisch). aus dem Altgriechischen abgeleitet: verneinende Silbe , und , („Schweiß“) oder fachsprachlich mit erhaltener altgriechischer Endung des Kompositums Anhidrosis bzw. AnidrosisDuden – Das Fremdwörterbuch. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 8. Auflage, Mannheim 2003.) ist eine fehlende Schweißsekretion. Eine lediglich verminderte Schweißsekretion heißt Hypohidrose. Die ICD-11 klassifiziert die Anhidrose ebenfalls unter die Hypohidrose, die laut Klassifikation ein „abnorm vermindertes oder fehlendes Schwitzen“ umfasst. Das Gegenteil einer Hypohidrose ist eine Hyperhidrose (Hyperhidrosis).

Eine Anhidrose tritt meist krankheitsbedingt symptomatisch und lokal begrenzt auf. Die Schweißdrüsen sind sympathisch innerviert. Mögliche Ursachen für eine Anhidrose sind: starke Hautalterung Hauterkrankungen (Radiodermatitis, Sklerodermie) Sympathikusausfälle (Rückenmarksverletzungen, Sympathektomie, Schädigung oder Blockade der sympathischen Ganglien) Diabetes mellitus (sympathische Polyneuropathie) oder andere Formen einer Polyneuropathie Erbkrankheiten (anhidrotische ektodermale Dysplasie, Morbus Fabry) Psychische Erkrankungen („Hysterie“) als Zeichen von anticholinergen Nebenwirkungen bei z. B. antidepressiver Therapie Lepra CIPA-Syndrom Naegeli-Syndrom Ross-Syndrom Stüve-Wiedemann-Syndrom

Da Schweiß eine wichtige Rolle für die Wärmeabgabe spielt, können ausgedehnte Anhidrosen zu Thermoregulationsstörungen, im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.

Anhidrosen treten nicht nur beim Menschen, sondern z. B. auch bei Pferden auf.

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