Dieser Artikel stellt eine knappe Chronologie des Ersten Weltkrieges dar. Er ist keine eigenständige Darstellung dieses Krieges, sondern dient dem Auffinden von Wikipedia-Artikeln zu relevanten Daten und Ereignissen.Alle Daten sind nach dem gregorianischen Kalender angegeben. Das Datum nach dem in Russland bis einschließlich zum 31. Januar 1918 (jul.) gültigen julianischen Kalender ist bei Daten mit spezifischem Russlandbezug in Klammern vermerkt.

mini|hochkant=2|Animation zum Verlauf des Ersten Weltkriegs

1914 Vorkriegsphase Juni/Juli August September Oktober November Dezember 1915 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 1916 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 1917 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 1918 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November NachkriegsereignisseSiehe auchLiteraturWeblinksAnmerkungen__NOTOC__

1914 Vorkriegsphase Juni/Juli 1914 mini|Festnahme von Nedeljko Čabrinović in Sarajevo am 28. Juni 1914 mini|Berlin, Unter den Linden: Bekanntgabe des Zustands der drohenden Kriegsgefahr am Nachmittag des 31. Juli 1914 durch einen Offizier des Alexander Garde-Grenadier-Regiments

28. Juni: Attentat von Sarajevo 5./6. Juli: Die Mission Hoyos führt zum „Blankoscheck“. 20.–23. Juli: Besuch der französischen Regierung (Raymond Poincaré, René Viviani und Pierre de Margerie) in Sankt Petersburg. 23. Juli: Österreich-ungarisches Ultimatum an Serbien. 24. Juli: Der russische Kronrat beschließt die Unterstützung Serbiens. 25. Juli: Vormittags: Telegramm aus Sankt Petersburg nach Belgrad mit Schutzgarantie. Gegen 18 Uhr: Serbische Antwort auf österreichisches Ultimatum mit Vorbehalten, Anordnung zur Mobilmachung. Wladimir Giesl von Gieslingen, der letzte k. u. k. Gesandte in Serbien, reist umgehend mit dem gesamten Missionspersonal aus Belgrad ab.wk1.staatsarchiv.at: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien 1914 Abbruch der diplomatischen Beziehungen Österreich-Ungarns zu Serbien. 26. Juli: Kaiser Franz Joseph unterschreibt den Entwurf der Kriegserklärung an Serbien. Österreich-ungarische Teilmobilmachung gegen Serbien. 27. Juli: Das britische Kabinett lehnt mehrheitlich eine Intervention im Kriegsfalle ab. 28. Juli: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien per Telegramm. 29. Juli: Artilleriebeschuss Belgrads durch österreichisch-ungarische Kanonenboote. Das britische Kabinett stimmt der vorbeugenden Mobilisierung der Flotte zu. Gegen 24 Uhr: russische Teilmobilmachung. 30. Juli Gegen 18 Uhr: russische Generalmobilmachung. 31. Juli: Österreichische und belgische Generalmobilmachung. Deutsche Ultimaten an Russland, seine Mobilmachung einzustellen und an Frankreich, sich neutral zu erklären. In Paris wird der sozialistische Politiker Jean Jaurès, ein führendes Mitglied der Zweiten Internationale, durch den Nationalisten Raoul Villain erschossen.

August 1914

1. August: Anordnung zur Generalmobilmachung in Frankreich (15:55 Uhr) und Deutschland (17 Uhr) Kriegserklärung Deutschlands an Russland Mobilmachung der Royal Navy Das britische Kabinett (Premierminister Asquith) entscheidet sich gegen den Einsatz der British Expeditionary Force auf dem Kontinent. Großbritannien konfisziert die neuen, für das Osmanische Reich fertiggestellten Schlachtschiffe Reşadiye und Sultan Osman-I Evvel welche umbenannt als Agincourt und Erin von der Royal Navy übernommen werden. Italien erklärt seine Neutralität. mini|Französische Generalmobilmachung, handschriftlich ist der 2. August als erster Mobilmachungstag eingetragen 2. August: deutscher Einmarsch in Luxemburg deutsches Ultimatum an Belgien, in dem freier Durchmarsch gefordert wird Erster Mobilmachungstag in Deutschland und Frankreich. Gemäß dem Schlieffen-Plan marschieren sieben der acht deutschen Armeen im Westen auf (davon zwei Armeen defensiv, fünf im offensiven Schwenkungsflügel). Ihnen gegenüber versammeln sich gemäß dem Plan XVII zunächst fünf französische Armeen, davon eine an der belgisch-französischen Grenze. Jules-André Peugeot und Albert Mayer sind die ersten Gefallenen des Krieges, das Gefecht findet noch vor der deutschen Kriegserklärung auf französischem Staatsgebiet statt (). Abschluss eines Geheimvertrags zwischen dem Deutschen Reich und dem Osmanischen ReichDoris Götting: Die türkisch-deutsche Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2014. In zwei Sitzungen beschließt das britische Kabinett, dass die Royal Navy die französische Küste im Falle eines deutschen Angriffs schützt (Sitzung von 11 bis 14 Uhr) und dass im Falle einer Verletzung der belgischen Neutralität interveniert wird (Sitzung von 18:30 bis 20 Uhr). Deutsche Zeitungen berichten von angeblichen französischen Bombenabwürfen auf Deutschland (→ „Flugzeug von Nürnberg“). Deutsche Truppen rücken einige Kilometer auf polnisch-russisches Territorium vor und besetzen die Grenzstädte Kalisz (Kalisch), Częstochowa (Tschenstochau) und Będzin (Bendzin). In der Folge kommt es unter anderem zur Zerstörung von Kalisz (bis 22. August). 3. August: Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich Einmarsch deutscher Truppen in Belgien Mobilmachung der britischen Armee britisches Ultimatum an Deutschland Rumänien erklärt seine Neutralität. Enver Pascha erklärt die „bewaffnete Neutralität“ des Osmanischen Reichs. Dies verärgert die Führung des Deutschen Kaiserreichs, das sich schon im Kriegszustand mit Russland befindet. Die osmanische Marine beginnt, die Dardanellen bis auf eine schmale Durchfahrt zu verminen. 4. August: Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland nach Ablauf des Ultimatums (23/24 Uhr) Der Reichstag bewilligt Kriegskredite und verabschiedet ein Kriegs-Ermächtigungsgesetz. Ausrufung des Burgfriedens durch Kaiser Wilhelm II. Deutscher Angriff auf Lüttich Beschuss von Bône und Philippeville an der algerischen Küste durch die Goeben und Breslau, anschließend Verfolgung der Mittelmeerdivision durch Schiffe der Royal Navy 5. August: Kriegserklärung Montenegros an Österreich-Ungarn Das französische Grand Quartier Général wird in Vitry-le-François aufgeschlagen, die Pressezensur tritt in Kraft. 6. August: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Russland Kriegserklärung Serbiens an das Deutsche Reich mini|Ein schienengebundenes 42-cm-Bettungsgeschütz von Krupp („Gamma-Mörser“) wird am 7. August 1914 bei Lüttich feuerbereit gemacht 7. August: Eine französische Offensive im Elsass beginnt. Der britische Kriegsminister Lord Kitchener erlässt einen Aufruf zur Freiwilligmeldung zum Kriegsdienst. Das britische Parlament verabschiedet den Defence of the Realm Act, der die bürgerlichen Freiheitsrechte einschränkt. Spanien erklärt seine Neutralität (damaliger Ministerpräsident war Eduardo Dato). Mobilmachung in Deutsch-Südwestafrika. 8. August: Französische Truppen nehmen Mülhausen kurzzeitig ein. Schiffe der Royal Navy beschießen Dar-es-Salam, damals Sitz der deutschen Kolonialverwaltung von Deutsch-Ostafrika. Wilhelm II. stiftet das Eiserne Kreuz. 9. August: deutsche Gegenoffensive im Elsass Die British Expeditionary Force wird nach Frankreich verschifft. 10. August: Gefecht von Mülhausen Goeben und Breslau treffen in den Dardanellen ein. Die Aufstellung der Australian Naval and Military Expeditionary Force beginnt, die Deutsch-Neuguinea besetzen soll. 11. August: Kriegserklärung Montenegros an das Deutsche Reich Kriegserklärung Frankreichs an Österreich-Ungarn Kriegserklärung Ägyptens an die Mittelmächte Gefecht bei Lagarde (Lothringen) 12. August: Gefecht bei Haelen (Belgien) österreich-ungarische Offensive gegen Serbienstaatsarchiv.at: 1914 Serbien 1. Offensive Kriegserklärung Großbritanniens an Österreich-Ungarn Entente-Truppen besetzen Lomé (Togo). 13. August: Die Kriegsrohstoffabteilung unter Walther Rathenau nimmt ihre Arbeit auf. Untergang des von der k. u. k. Kriegsmarine requirierten österreichischen Passagierschiffs Baron Gautsch in der nördlichen Adria nach Minenexplosion, 147 Menschen sterben 14. August: erneute französische Offensive im Elsass französische Offensive in Lothringen 15. August: Einmarsch russischer Truppen in Ostpreußen. Die deutsche Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika greift Taveta (Kenia) an. 16. August: Die letzten beiden Forts des Festungsrings um Lüttich kapitulieren. Beginn der Schlacht von Cer an der Balkanfront (bis 24. August). 17. August: König Albert I. verlässt Brüssel. Die 1. russische Armee dringt in Ostpreußen ein, Gefecht bei Stallupönen. 18. August: Einnahme von Sarrebourg durch französische Truppen. Befehl König Alberts zum Rückzug der belgischen Feldarmee auf Antwerpen. 19. August: erneute Einnahme von Mülhausen durch die Franzosen Schlacht bei Gumbinnen (Ostpreußen) mini|Deutsche Truppen in Brüssel am 20. August 1914 20. August: deutsche Gegenoffensive im Elsass Schlacht in Lothringen zwischen der deutschen 6. und 7. und der französischen 1. und 2. Armee; Beginn der Grenzschlachten Brüssel wird von deutschen Truppen eingenommen, Beginn der Belagerung von Namur. Vormarsch der französischen 5. Armee an die Sambre Die belgische Armee erreicht den Schutz der Festung Antwerpen, Beginn der Belagerung von Antwerpen (bis 10. Oktober). Papst Pius X. stirbt. 21. August: Schlacht an der Sambre zwischen der französischen 5. und der deutschen 2. und 3. Armee Massaker von Tamines (Belgien) durch deutsche Truppen Scheitern der österreichischen Offensive gegen Serbien 22. August: Schlacht in den Ardennen, bestehend aus der Schlacht bei Neufchâteau zwischen der deutschen und der französischen 4. Armee und der Schlacht bei Longwy zwischen der deutschen 5. und der französischen 3. Armee. Dieser Tag ist mit rund 27.000 Gefallenen der verlustreichste für die französische Armee während des Krieges. Einmarsch russischer Truppen in Galizien Paul von Hindenburg übernimmt die Führung der 8. Armee an der Ostfront. Die deutsche Polizeitruppe von Togo liefert sich am Fluss Chra mit Briten und Franzosen das letzte große Gefecht vor Übergabe der Kolonie (27. August). 23. August: Schlacht bei Mons zwischen der deutschen 1. Armee und britisch-französischen Truppen Schlacht von Kraśnik Kriegserklärung Japans an Deutschland Das Massaker von Dinant wird durch deutsche Truppen verübt. 24. August: Ende der Schlacht von Cer, Niederlage und Rückzug der k.u.k. Armee aus Serbien. 25. August: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Japan Die Festung Namur fällt. Das belgische Löwen wird durch deutsche Truppen zerstört. Die Funkstation Kamina (Togo; größte deutsche Funkstation in Afrika) wird selbstzerstört. 26. August: Schlacht von Le Cateau zwischen der deutschen 1. Armee und dem britischen II. Korps Schlacht bei Tannenberg (bis 30. August), Vernichtung der russischen Narew-Armee Schlacht von Komarów Regierungsumbildung in Frankreich (Union sacrée) 27. August: Die Belagerung von Tsingtau beginnt mit einer Seeblockade durch japanische Kriegsschiffe. Übergabe der deutschen Kolonie Togo an die Briten und Franzosen 28. August: Schlacht bei St. Quentin zwischen der deutschen 2. und der französischen 5. Armee Erstes Seegefecht bei Helgoland Belagerung von Maubeuge (bis 8. September) mini|Hissung des Union Jack in Deutsch-Samoa, 30. August 30. August: Schlacht an der Gnila Lipa: russischer Durchbruch auf Lemberg Neuseeland besetzt Deutsch-Samoa. 31. (18.) August: Die russische Hauptstadt Sankt Petersburg wird auf Anordnung des Zaren in Petrograd umbenannt. In Rom beginnt das Konklave.

September 1914

mini|Russische Truppen beim Einzug in Lemberg 2. September: Deutsche Truppen erreichen die Marne und bedrohen Paris. Lemberg wird während der Schlacht in Galizien von den Russen eingenommen. 3. September: Die französische Regierung verlegt ihren Sitz nach Bordeaux.