Griebelschied ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen an.

Geographie Griebelschied liegt westlich der Nahe zwischen Kirn und Herrstein. 43 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet (Stand 2013).

Zu Griebelschied gehören auch die Wohnplätze Erlenhof, Sonnenhof und Hof Mayer-Neuberger.

Nachbarorte von Griebelschied sind die bereits zum Landkreis Bad Kreuznach gehörende Ortsgemeinde Hahnenbach im Nordosten, sowie in der eigenen Verbandsgemeinde die Ortsgemeinden Bergen im Südosten, Niederhosenbach im Westen und Sonnschied im Norden.

Geschichte Der Ort wurde 1279 als Grubelscheit erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom früheren Schieferbergbau ab.

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die bisherige Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs.

Im Jahre 1800 feierte Schinderhannes in einem Gasthaus den „Räuberball von Griebelschied“.

Nach der Niederlage Napoleons kam Griebelschied aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld (ab 1919 „Landesteil Birkenfeld“ des Freistaates Oldenburg) und gehörte verwaltungsmäßig zur Bürgermeisterei Fischbach des Amtes Oberstein.

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Griebelschied innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Griebelschied, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 120 1835 176 1871 203 1905 206 1939 199 1950 210 Jahr Einwohner 1961 217 1970 205 1987 218 1997 218 2005 214

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Griebelschied besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Michael Hohmann wurde am 9. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Griebelschied. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung einstimmig für Michael Hohmann entschied.

Hohmanns Vorgänger Markus Hey war von 2019 bis 2024 Ortsbürgermeister von Griebelschied. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 57,73 % für fünf Jahre gewählt worden. Vor ihm hatte Herbert Hohmann das Amt von 1994 bis 2019 ausgeübt.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Ev. Kirche in Griebelschied Bauwerke In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2023) ist die evangelische Kirche in der Hauptstraße, ein im Kern spätmittelalterlicher Saalbau mit Dachreiter und einer Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert, als Kulturdenkmal ausgewiesen.

Naturdenkmal Eine nördlich des Ortes stehende Eiche ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Wirtschaft und Infrastruktur Im Südosten verläuft die Bundesstraße 41. In Kirn ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken. Von Kirn aus verkehrt sechsmal täglich die Buslinie 364 des RNN nach Griebelschied.

Persönlichkeiten Rudolf Opitz (1890–1940), Lehrer, Paläontologe und Schriftsteller war Lehrer in Griebelschied.

Weblinks

Ortsgemeinde Griebelschied auf den Seiten der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen bei SWR Fernsehen

Einzelnachweise

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