Othmar Jauernig (* 12. Mai 1927 in Eisenach; † 7. April 2014Todesanzeige In: Badische Zeitung (abgerufen am 11. April 2014); Rolf Stürner, Nachruf, Juristen-Zeitung 2014, 860. in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Jurist. Er war ab 1979 Herausgeber eines Kurz-Kommentars zum BGB, der unter Juristen oft als Jauernig bezeichnet wird.

Leben Othmar Jauernig wurde 1927 in Eisenach in Thüringen als Sohn des Juristen und Kirchenrats Reinhold Jauernig und dessen Ehefrau Elise Jauernig, geborene Rose, geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in Gera ab 1933 war er zunächst dort auf dem humanistischen Rutheneum und ab 1939 auf dem Wilhelm-Ernst-Gymnasium in Weimar. Aufgrund des Krieges – Jauernig wurde Luftwaffenhelfer, kam zum Reichsarbeitsdienst und schließlich zur Wehrmacht – schloss er seine Schullaufbahn aber nicht ab. Deshalb absolvierte er 1946 in Jena einen Übergangskurs für die Zulassung zum Studium, den er im April bestand. Danach studierte er in Frankfurt am Main Rechtswissenschaft. 1950 legte er sein Referendarexamen ab. Anfang 1953 wurde er in Frankfurt bei Gerhard Schiedermair mit der Dissertation Die Einrede der unzulässigen Rechtsausübung, insbesondere der Verwirkungseinwand, in der Rechts- und Schuldnachfolge und gegenüber Dritten summa cum laude zum Dr. jur. promoviert.NJW. 1997, S. 1354.

In Frankfurt habilitierte sich Jauernig auch. 1961 wurde er außerordentlicher Professor. Von 1962 bis 1995 war er ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht und Prozessrecht der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg. 1995 wurde ihm „in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen für die Entwicklung des Bürgerlichen Rechts und des Zivilverfahrensrechts sowie seiner Verdienste um die Gründung der Juristischen Fakultät der Technischen Universität Dresden“ ein Ehrendoktor von der Juristischen Fakultät der Technischen Universität Dresden verliehen.Ehrendoktoren der TUD

Othmar Jauernig war evangelisch, ab 1958 verheiratet mit Erika Jauernig, geborener Wolff, und hatten einen Sohn (Stefan).

Veröffentlichungen (Auswahl) Das fehlerhafte Zivilurteil. 1958. Verhandlungs-, Inquisitionsmaxime und Streitgegenstand. 1967. Zivilprozeß- (19. Auflage 1981), Zwangsvollstreckungs- und Konkursrecht (15. Auflage 1980). als Hrsg.: Bürgerliches Gesetzbuch: Kommentar §§ 1–240, 854–1296. 2. Auflage 1981.

Literatur Jauernig, Othmar. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 582.

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Einzelnachweise

Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Privatrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Zivilprozessrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Zivilprozessrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft) Kategorie:Herausgeber Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann