Otto Unshelm (* 12. März 1891 in Solingen; † 20. September 1960 ebenda) war ein deutscher Karambolagespieler und mehrfacher Deutscher Meister im Dreiband.
Privat Unshelm wurde im Bergischen Land geboren und wuchs auch dort auf. Von Beruf war er Musikpädagoge und Lehrer für Violinspiel. Schon zu Anfang der 1930er-Jahre leitete er in Remscheid einen Billardsalon, später dann in Magdeburg und dann in Solingen seinen eigenen Salon. Außerdem war er 1920 Gründungsmitglied des „Solinger BC“.
Karriere Schon in jungen Jahren erlernte Unshelm das Billardspiel, wie damals noch üblich im Cadre. Seit 1922 nahm er regelmäßig an nationalen und internationalen Turnieren teil. Im Laufe der 1920er-Jahre begann er aber auf das Dreibandspiel umzuschwenken und nahm als erster und einziger Deutscher an der Dreiband-Weltmeisterschaft 1928 im französischen Reims teil und belegte auf Anhieb den dritten Platz. Im folgenden Jahr wurde er zum ersten Mal Deutscher Meister im Dreiband, und zwischen 1932 und 1935 war er Seriensieger des Turniers, ehe ihn der Duisburger August Tiedtke 1940 zum ersten Mal besiegte. Unshelm eroberte den Titel erneut 1941 zurück, bevor Tiedtke danach zum unangefochtenen Seriensieger wurde. Unshelm belegte aber noch einige Zweit- und Drittplatzierungen. Auch im Cadre blieb er weiterhin erfolgreich.
In einem Nachruf schrieb Albert Poensgen über ihn:
Erfolge Dreiband-Weltmeisterschaft: 1928 Deutsche Dreiband-Meisterschaft: 1930, 1932, 1933, 1934, 1935, 1941 1931 1936, 1937 Deutsche Meisterschaft im Fünfkampf: 1936 Deutsche Meisterschaft Cadre 45/2: 1925 1922, 1924, 1927, 1930 Deutsche Meisterschaft Cadre 71/2: 1940 Deutsche Meisterschaft Einband: 1939 Quellen:
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