alternativtext=Martin Garrix (2017)|mini|Martin Garrix (2017) Martin Garrix (* 14. Mai 1996 in Amstelveen; mit bürgerlichem Namen Martijn Gerard Garritsen) ist ein niederländischer DJ und Musikproduzent.
Im Jahr 2013 hatte er seinen internationalen Durchbruch mit dem Lied Animals. Seit Beginn seiner Karriere ist er in den Bereichen der Electro- und Dirty-House-Musik aktiv, vertritt seit 2015 jedoch vermehrt melodischere Varianten des Electro-House und Future-Bass. Er ist außerdem unter seinen anderen Künstlernamen GRX (Big-Room), YTRAM (Deep- & Bass-House) und Area21 (in Zusammenarbeit mit dem Rapper Maejor Ali; Future-Bass, Hip-Hop) bekannt.
Karriere Kindheit Martin Garrix lernte ab dem Alter von vier Jahren das Gitarrespielen. Als er acht Jahre alt war, fasste er den Entschluss, später einmal DJ zu werden, nachdem er Tiësto bei den Olympischen Spielen in Athen gesehen hatte. Garrix machte seinen Abschluss an der Herman Brood Academy, einer speziellen Schule für Musikproduktion.
2012: Musikalische Anfänge Um im Musikbusiness Fuß zu fassen, produzierte Martin Garrix einen Track als Ghost Producer. Wie er dem DJ Magazine 2013 verriet, wurde dieser Song, dessen Namen er nicht sagen darf, von Spinnin’ Records veröffentlicht und wurde ein großer Erfolg.Martin Garrix im Interview mit dem DJ Magazine „Sie [Spinnin’ Records – Anm.] fanden heraus, dass ich ihn gemacht habe, und luden mich in ihr Büro ein und ich spielte ihnen meine anderen Sachen vor“, erzählte Garrix in dem Interview. Daraufhin sei er bei Spinnin’ Records unter Vertrag genommen worden. Zunächst folgte im September 2012 die Solo-Single Keygen. Gemeinsam mit Julian Jordan veröffentlichte Garrix dann im November 2012 den Track BFAM. Im selben Jahr produzierte er außerdem für Christina Aguilera einen Remix des Liedes Your Body, der auf der Deluxe-Version ihres Albums Lotus veröffentlicht wurde, sowie einen Remix für Roy Gates’ Titel Midnight Sun 2.0.
2013: Musikalischer Durchbruch, Animals & Wizard mini|Martin Garrix’ Logo im Jahr 2013 und 2014 mini|Martin Garrix beim Midsummer White Festival 2013
Im Februar 2013 veröffentlichte Martin Garrix zusammen mit Sidney Samson den Track Torrent, welcher auf dem Label Musical Freedom, einem Sublabel von Spinnin’ Records, erschien. Im März brachte Garrix dann gleich zwei Tracks heraus: Einen Remix des Songs Stellar von Daddy’s Groove sowie eine Zusammenarbeit mit Jay Hardway mit dem Namen Error 404. Wenige Wochen bevor Martin Garrix’ zweite Solo-Single Animals erschien, wurde noch ein Track, der in Zusammenarbeit mit TV Noise entstand und Just Some Loops heißt, veröffentlicht. Ende September erschien der Martin-Garrix-Remix von Project T, einem Track von Sander van Doorn, Dimitri Vegas und Like Mike.
Ein kommerzieller Erfolg gelang ihm mit seiner zweiten Soloveröffentlichung Animals. Die Single erschien am 17. Juni 2013 und stieg bis auf Platz 3 der niederländischen Charts. In Belgien und Großbritannien erreichte sie Platz 1. Auch in anderen europäischen Ländern konnte sich Animals als Hit etablieren. Es erreichte die Top 5 in der Schweiz, in Frankreich, in Deutschland, in Österreich und in Schweden.Chartstatistik für „Animals“ auf acharts.us Des Weiteren konnte das Lied eine Platzierung in den USA erlangen und wurde mit insgesamt sieben Platin und zwei goldenen Schallplatten ausgezeichnet.
Da Garrix vorgeworfen wurde, Animals nicht selbst produziert zu haben, sah dieser sich dazu veranlasst, in einem fast 70-minütigen Video zu zeigen, wie er den Track gemacht hat.Making of Animals bei YouTube In einem weiteren Video des Future Music Magazine, in dem der niederländische DJ erklärt, wie er seine Hitsingle produziert hat,„Martin Garrix In The Studio With Future Music“ sieht man, dass er teilweise gecrackte Software benutzt, was ihm nochmal einiges an Kritik einbrachte.„Produziert Garrix mit gecrackter Software?“ bei virtualnights.com Laut Martin Garrix basiert die Melodie in Animals auf einem seiner alten Tracks, die er nie veröffentlicht hat. Außerdem sei der Titel von dem Lied What It Is des US-amerikanischen Rappers Busta Rhymes inspiriert. Zu Animals erschienen Remixe von Grum, Victor Niglio, Isaac, Oliver Heldens, Jay Ronk, DirtyS und Botnek.
Am 2. Dezember 2013 veröffentlichte Martin Garrix zusammen mit Jay Hardway die Single Wizard. Bereits nach wenigen Stunden stand das Lied in den Top 10 zahlreicher iTunes-Charts, darunter Platz 4 in Deutschland und Nummer 7 in Großbritannien.Wizard in den iTunes-Charts Auch in den offiziellen Single-Charts stieg der Track hoch ein, darunter waren Platz 6 in Belgien, Platz 4 in Schottland, Rang 7 in Großbritannien sowie weitere Top-100 Positionen in über 15 Ländern. In Schweden erhielt das Duo eine Goldene Schallplatte. Das offizielle Musikvideo des Big-Room-Tracks wurde innerhalb eines Jahres über 120 Millionen Mal aufgerufen. „Spinnin’“ gab bekannt, dass keine bisherige Veröffentlichung so schnell auf Platz 1 der Beatport-Charts vorgerückt war wie Wizard. Remixe steuerten unter anderem Twoloud, Tchami, Mike Hawkins, Yellow Claw und Tom & Jame bei.
Im April 2013 startete Martin Garrix seine eigene wöchentliche Radioshow The Martin Garrix Show.
2014: Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, weitere Erfolge Mit seiner Edit-Version des Bassjackers-Tracks Crackin stieg Martin Garrix in das neue Jahr ein. Mit seiner neuen Single Helicopter, die am 17. Februar 2014 zusammen mit Firebeatz erschien, konnte Martin Garrix zunächst nicht an seine Erfolge mit Animals und Wizard anknüpfen. Die Single erreichte in den Niederlanden Platz 59 der Charts, in Frankreich Platz 98 und in Belgien Platz 33. In Deutschland, der Schweiz und Österreich reichte es nicht für eine Chartplatzierung.
Am 5. März erschien eine neue Solo-Veröffentlichung von Martin Garrix. Proxy wurde zum kostenlosen Download auf seiner SoundCloud-Seite angeboten.Free-Download der Single Proxy bei SoundCloud Garrix wollte damit seinen Fans für die Unterstützung 2013 danken. Ende März trat er auf dem Ultra Music Festival 2014 in Miami auf. Dabei präsentierte er einige neue Songs, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden sollten. Darunter befinden sich auch gemeinsame Werke mit Afrojack und Dillon Francis.
Am 21. April 2014 erschien Tremor, eine gemeinsame Single mit Dimitri Vegas & Like Mike. Nach wenigen Tagen erreichte sie Platz 1 der Beatport-Charts und konnte insbesondere in Download-Portalen wie iTunes mit hohen Platzierungen punkten. Tremor entwickelte sich zu einem der fortan bekanntesten Big-Room-Lieder überhaupt. Mit Gold Skies veröffentlichten Sander van Doorn, Martin Garrix und DVBBS im Juni einen weiteren Track, der die Beatport-Charts eroberte.
In den ersten Monaten des Jahres 2014 wurde bekannt, dass neben Tiësto auch Martin Garrix in das Line-Up der Sendung „BBC Radio 1’s Residency“ aufgenommen werden sollte. Am 1. Mai absolvierte Garrix seine erste Sendung bei dem Sender BBC Radio 1. Bis zum 4. Dezember 2014 meldete er sich monatlich in seiner einstündigen Sendung mit „energiegeladener Partymusik und den neuesten exklusiven Tracks aus dem Studio“.Erste Folge „BBC Radio 1’s Residency“ mit Martin Garrix
Nach Crackin’ erschien am 7. Juli 2014 eine weitere Edit-Version von Garrix, diesmal mit dem Track Backlash von DubVision. Ende Juli 2014 lud Garrix eine Preview des Titels Turn Up The Speakers, welcher in Zusammenarbeit mit Afrojack entstanden war, bei Soundcloud hoch. Das Erscheinungsdatum war der 25. August 2014. Für wenige Tage erreichte die Single Platz 1 der Beatport-Top-Ten.
Mit einer ungewöhnlichen PR-Aktion kündigten Martin Garrix und MOTi Mitte September ihren neuen Track Virus an. Auf dem Twitter-Account der beiden Künstler wurden dazu Tweets veröffentlicht, die darauf hindeuteten, dass die DJs und Produzenten gehackt worden sein könnten.Tweet von Martin Garrix bei Twitter Auf der Webseite von Garrix flackerte jedoch ein Text im Code-Stil, der das Veröffentlichungsdatum, den 13. Oktober, bekanntgab.Website von Martin Garrix Darüber hinaus führte eine URL zu einem eine Stunde und 40 Minuten langen Video auf YouTube, das nur eine Zahlenfolge, geschrieben im Computer-Stil, zeigte.„Virus“-Video bei YouTube Im Oktober 2014 verpasste Garrix nur knapp den Einzug unter die DJ Mag Top 100 DJs Top 3 und landete auf Rang 4.DJ Mag Top 100 DJs 2014
2015: Musikalische Neuausrichtung Anfang 2015: Stilwechsel & UMF-Auftritt mini|Martin Garrix’ Logo seit Anfang des Jahres 2015
Nach dem Lied Virus begann Martin Garrix zum Jahr 2015 sich neu zu präsentieren. Am 24. Januar 2015 spielte Danny Howard beim britischen Radiosender BBC Radio 1 die Premiere von Forbidden Voices, welches starke melodische Einflüsse aufweist und nicht seinem vorher typischen Big-Room-Stil entsprach.Danny Howard präsentiert Martin Garrix - Forbidden Voices (englisch; abrufbar bis 21. Februar 2015) Der Song wurde ab dem 7. Februar 2015 als Dank für 10 Millionen Facebook-Likes zum kostenlosen Download angeboten.Facebook-Post zu "Forbidden Voices" Zeitgleich erhielt Martin Garrix außerdem ein neues Logo.Website von Martin Garrix mit neuem Logo
Anfang März 2015 wurde eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Sänger Usher angekündigt. Das Release erfolgte am 17. März 2015. Bereits Wochen vorher erschien ein Live-Mitschnitt von Don’t Look Down im Internet. Anfangs wurde vermutet, dass die Vocals vom schwedischen Popsänger John Martin stammen. Des Weiteren wurde der Musikstil bereits früh mit dem des norwegischen Produzenten Kygo verglichen. Bereits eine Woche nach der Veröffentlichung stand das Lied in der oberen Charthälfte zahlreicher Länder, darunter in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Das offizielle Musikvideo verzeichnete bereits nach 24 Stunden über eine Million Aufrufe.
Bei seinem Auftritt beim Ultra Music Festival in Miami Ende März 2015 spielte Martin Garrix mehrere unveröffentlichte neue Songs. Für Aufsehen sorgten insbesondere ein von ihm produzierter Track im Future-House-Stil zusammen mit Justin Mylo, der im Internet unter dem Namen Bouncybob kursierte sowie der lang erwartete Song Rewind Repeat It, der bereits Mitte des Jahres 2014 in Zusammenarbeit mit dem britischen Singer-Songwriter Ed Sheeran angekündigt wurde und für zahlreiche Gerüchte verantwortlich war. Des Weiteren regte der Moment, als Garrix während Tiëstos Set live auf der Bühne erschien und sie gemeinsam ihre kommende Single The Only Way Is Up spielten, Gesprächsstoff an. Die Performance des Liedes Don’t Look Down, bei der der Sänger Usher live auf der Bühne erschien, brach einen Ultra-Music-Rekord, da es im Internet zuvor nie mehr Zuschauer bei einem Online-Stream gab.
Anfang April 2015 äußerte sich Garrix erstmals wieder zur lang erwarteten Zusammenarbeit mit David Guetta und gab bekannt, um welchen Track seines Ultra-Music-Festival-Set es sich handele. Das Stück wies im Gegensatz zu seinen vorherigen House-Liedern wieder Merkmale des Big-Room sowie auch des French-House auf. Ein Releasedate wurde nicht bekannt gegeben. Jedoch erschien am 4. Mai 2015 seine Zusammenarbeit mit Tiësto The Only Way is Up als Single. Sie fand bereits 2014 als Tonspur mit den Titeln Voices und Kindergarten ihren Weg im Internet. Das offizielle Musikvideo entsteht in Kooperation mit dem Unternehmen hinter der Limonade 7 Up und wird jeweils einen Auftritt der beiden DJs in einer Wüste zeigen. Parallel wurde auch bekanntgegeben, dass 7 Up auch in Zukunft als Sponsor für Garrix in Erscheinung treten würde. Des Weiteren erschien auch eine Special Edition ihres Getränks mit seinem Namen als „Tropical Version“.