Oberheckenhofen (fränkisch: (Owa)hägnghufmE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „(owɒ)hęgŋhūfm“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Oberheckenhofen liegt in der Gemarkung Georgensgmünd.

Geografische Lage Das Dorf liegt am Westufer der Rednitz und am Rummbach, der unmittelbar südlich des Ortes als linker Zufluss in die Rednitz mündet. Ca. 200 m weiter nördlich fließt der Mühlbach von links in die Rednitz. Im Norden grenzt das Waldgebiet „Hut“ an, auch im Westen und Süden ist der Ort von Wald umgeben. Die Kreisstraße RH 6 führt nach Bernlohe (0,6 km nordöstlich) bzw. nach Georgensgmünd zur Staatsstraße 2224 (2 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterheckenhofen (1,7 km nordöstlich). Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg durchquert den Ort.

Geschichte Der Ort wurde wahrscheinlich im 8. oder 9. Jahrhundert von bayerischen Siedlern gegründet.Private Seite zu Oberheckenhofen Er lag verkehrsgünstig an der Rednitzterrassenstraße, die bereits in vorkarolingischer Zeit angelegt worden war.F. Eigler: Schwabach, S. 56. Eine Urkunde von 1289 nennt einen Ort namens „Hegenhouen“. Die erste eindeutige Erwähnung findet sich 1345 als „Obernhekenhouen“.Oberheckenhofen auf der Website georgensgmuend.de Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Hecko, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Landkreis Schwabach, S. 29. Um 1370 hatte man den Zehnt an die Liebfrauenkirche in Roth zu entrichten. 1395 bestand der Ort aus vier Höfen,W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 282. 1531 aus fünf Höfen,F. Eigler: Schwabach, S. 174. die unterschiedliche Grundherren hatten: ein Hof unterstand der Rother Kirche, zwei dem St.-Klara-Klosterverwalteramt und zwei dem Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg. Infolge des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort komplett entvölkert. Erst 1651 wurde mit dem Wiederaufbau durch protestantischer Exulanten aus Oberösterreich begonnen. 1735 zählte die Bauernsiedlung sechs Häuser, 1770 neun.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberheckenhofen 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Roth inne. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Roth, Kirche Roth: 1 Ganzhof, Stadt Roth: 1 Köblergut), die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 2 Ganzhöfe; Klarenamt: 1 Ganzhof, 2 Halbhöfe).F. Eigler: Schwabach, S. 409.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberheckenhofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Georgensgmünd und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Georgensgmünd zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 472.

Baudenkmäler In Oberheckenhofen gibt es vier Baudenkmäler: Haus Nr. 3, 5: Bauernhäuser Gedenkstein mit Reliefkreuz Viadukt

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 63 70 72 79 73 80 62 99 88 73 62HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 12 14 14 13 13 14 15 14Quelle

Religion Oberheckenhofen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Private Seite zu Oberheckenhofen

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1345 Kategorie:Ort an der Rednitz