Autodeterminación y Libertad (span. für Selbstbestimmung und Freiheit, abgekürzt AyL) ist eine argentinische Partei, die 2001 gegründet wurde. Sie ist dem antikapitalistischen linken politischen Spektrum zuzurechnen und befürwortet einen antiautoritären Sozialismus mit Elementen von Räte- und direkter Demokratie. Zwischen 2001 und 2005 war sie im argentinischen Nationalkongress vertreten.

Geschichte

140px|mini|rechts|Luis Zamora, Mitgründer der Partei

Die Partei wurde 2001 im Zuge der aufkommenden Argentinien-Krise auf Initiative des Rechtsanwalts Luis Zamora gegründet, der zuvor Parteimitglied und Abgeordneter für die trotzkistischen Linksparteien Movimiento al Socialismo und Movimiento Socialista de los Trabajadores war.

Ihre größten Erfolge erlangte die Partei bei den Kongresswahlen 2001 und 2003, als sie in ihrem Hauptdistrikt, der Stadt Buenos Aires, mehr als 10 Prozent der Stimmen erreichte und jeweils zwei Abgeordnete in den Kongress entsenden konnte. Zamora trat 2003 als Kandidat für den Bürgermeisterposten von Buenos Aires an und erreichte den dritten Platz.

Bei den Wahlen 2005 konnte die Partei ihren Erfolg nicht wiederholen und büßte ihre Mandate im Kongress ein. Zudem kam es zu einer Abwanderung einiger wichtiger Parteimitglieder zum Frente para la Victoria., Perfil, 9. Mai 2008 Seit dieser Zeit erreichte sie bei Wahlen in der Stadt Buenos Aires nur noch Werte zwischen 1 und 4 Prozent.

Inhaltliches Profil

Die Partei hält die aktuelle wirtschaftliche Ordnung Argentiniens für ungerecht; sie soll durch eine Revolution überwunden werden,Declaración de Principios (PDF; 14 kB), Website der argentinischen Bundesjustiz die jedoch auf Basis der argentinischen Verfassung und der Demokratie erreicht werden soll.Bases de acción política (PDF; 41 kB) Anders als andere trotzkistische Parteien Argentiniens lehnt sie die Führung der Revolution durch eine Partei ab., La Nación, 3. Juli 2013

Laut einem von Luis Zamora und Noemí Oliveto verfassten Grundsatztext fordert Autodeterminación y Libertad die Überwindung den Kapitalismus westlicher Prägung und des aktuellen politischen Systems Argentiniens. Die bestehende Ordnung soll durch einen Sozialismus mit weitgehender Mitbestimmung der Bevölkerung in Basisräten (asambleas) mit imperativem Mandat und Rotationsprinzip ersetzt werden. Die angestrebte Reform des argentinischen Staates soll nicht von der Partei vorgegeben werden, sondern sich aus den Erfahrungen mit direktdemokratischen Entscheidungsstrukturen heraus entwickeln. Die Partei setzt sich für eine Selbstbestimmung der Länder und Regionen ein und lehnt die wirtschaftliche Globalisierung in der heutigen Form ab, da sie darin imperialistische Züge erkennt.ayl.org.ar:

Teilnahme an Wahlen

Landesweite Wahlen

Parlamentswahl in Argentinien 2001: 10,13 % in der Stadt Buenos Aires, zwei Abgeordneteinisoc.org: Parlamentswahl in Argentinien 2003: 12,02 % in der Stadt Buenos Aires, zwei Abgeordnetehcdn.gov.ar: Parlamentswahl in Argentinien 2005: 3,53 % in der Stadt Buenos AiresEn menos de dos años, el zamorismo se partió en 5 (PDF; 212 kB), Publikation des Innenministeriums Parlamentswahl in Argentinien 2007: nicht angetreten Parlamentswahl in Argentinien 2009: 2,06 % in der Stadt Buenos Aires (archive.org) Parlamentswahl in Argentinien 2011: nicht angetreten Parlamentswahl in Argentinien 2013: 3,79 % in der Stadt Buenos AiresTélam:

Stadt Buenos Aires

Wahlen in der Stadt Buenos Aires 2003: 12,3 % der Stimmen, 2 Abgeordnete des Stadtparlaments.observatorioelectoral.org: Wahlen in der Stadt Buenos Aires 2011: 1,47 % der Stimmenperfil.com:

Einzelnachweise

Kategorie:Partei (Argentinien) Kategorie:Sozialistische Partei Kategorie:Parteigründung 2001