Ouattara Watts (* 1957 in Abidjan, Elfenbeinküste) ist ein ivorischer neo-expressionistischer Maler, der in New York lebt.artnet: Ouattara Watts, abgerufen am 11. August 2013.
Leben und Werk Watts wurde 1957 in Abidjan, Elfenbeinküste, geboren, wo er seine Jugend verbrachte. Sein Vater war als westlicher Chirurg ausgebildet und praktizierte gleichzeitig die traditionellen afrikanischen Heilmethoden der SenufoUniverses in Universe Ouattara Watts, abgerufen am 11. Februar 2016.. Seine Familie sprach die Amtssprache französisch und Bambara, eine dem Mande zugehörige Sprache.
Mit sechzehn beendete Watts seine Schulausbildung und enttäuschte damit seine Familie, die eine Karriere als Mediziner von ihm erwartete. Sein Vater ließ ihn seinen Weg als Maler gehen. In dieser Phase machte Watts im französischen Kulturzentrum Bekanntschaft mit Literatur über westliche Künstler wie z. B. Picasso. Mit neunzehn nahm Watts sein Studium an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris in Paris auf. Neben seinem Studium besuchte er die Pariser Museen, wo er Originale von Picasso, Miró, Brancusi und Duchamp zu sehen bekam, die er bis zu dem Zeitpunkt nur als Reproduktionen kannte und die einen entscheidenden Einfluss auf sein Frühwerk hatten. Er zögerte seine eigenen Werke auf Ausstellungen zu zeigen, da er sie für noch nicht fertig hielt. Im Laufe der Zeit wurde die neo-expressionistische Malerei der 80er Jahre (Cucchi, Schnabel, Penck und Basquiat) zu einer bedeutenden formalen Grundlage für Watts Malerei. Letzteren hatte er in den 1980ern kennengelernt und eine jahrelange Freundschaft mit ihm gepflegt.Sothebys, African Modern & Contemporary Art Ouattara Watts — From Côte d'Ivoire to Basquiat's New York, abgerufen am 27. Februar 2021 (englisch)
Den Bogen von seiner afrikanischen Herkunft zur westlichen Kunst schlug er durch die Mythologie (z. B. Zahlenmystizismus), die es in beiden Kulturen gibt. Er macht sich Gedanken über die metaphysischen Beziehungen von Mensch und Umgebung und versucht Okkultes und Rationales, Afrika und den Westen, das Diesseits und das Jenseits in seiner Malerei zu verbinden. Als Sohn eines Medizinmannes, der auch in der westlichen Chirurgie zu Hause war, entstand dieses Bedürfnis schon früh in seiner Kindheit. Durch seine Auswanderung nach Paris und später New York wurde Watts ein Kosmopolit, der in seiner Malerei auf allerlei Inspirationsquellen zurückgreifen kann. Rätselhafte Vorgänge, verschlungene Pflanzen, chimärenhafte Wesen und kryptische Zeichen werden atmosphärisch dicht auf seinen zum Teil sehr großformatigen Werken gezeigt.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2005: Ouattara Watts–MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg, Salzburg 2008: Outlaw–Magazzino d'Arte Moderna, Rom
Gruppenausstellungen 1991: MoMA PS1 Queens, New York 1991: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1991: Tate Liverpool, Tate Gallery 1993: 45. Biennale von Venedig, Venedig, Italien 2002: Documenta11, Kassel 2002: Whitney Biennial, New York 2003: Black President–The Art and Legacy of Fela Anikulapo-Kuti New Museum of Contemporary Art, New York City, USA 2007: Crossing Currents–The Synergy of Jean-Michel Basquiat and Ouattara Watts, Hood Museum of Art Hanover, New Hampshire
Literatur Contemporary Black biography, Band 43, 2004, ISBN 978-0-7876-6731-3 Fusion: West African artists at the Venice Biennale Band 45, 1993, ISBN 978-3-7913-1327-6 St. James Guide to Black Artists, St. James Press, 1997, ISBN 978-1-55862-220-3
Weblinks Website von Ouattara Watts
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Elfenbeinküste) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Maler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Maler der Neuzeit Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Ivorer Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann