Sarubino (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage Sarubino liegt elf Kilometer südöstlich der Rajonstadt Tschernjachowsk (Insterburg) und ist von Krasnopoljanskoje (Groß Gaudischkehmen/Großgauden) an der Föderalstraße A229 (auch Europastraße 28, früher Reichsstraße 1) aus in südlicher Richtung zu erreichen. Am Nordrand des Ortes verläuft die Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau), ein Teilabschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn. Die nächste Bahnstation ist Wessjoloka (Judtschen/Kanthausen).

Geschichte Bereits im Jahre 1404 wurde GeischkehmenD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kleingauden gegründet. Als Dorf mit nur wenigen kleinen Höfen war es zwischen 1874 und 1945 in den Amtsbezirk IschdaggenRolf Jehke, Amtsbezirk Ischdaggen/Branden (ab 1938 „Amtsbezirk Branden“, heute russisch: Lermontowo) eingegliedert und gehörte somit zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 3. Juni 1938 – amtlich bestätigt am 16. Juli 1938 – wurde Klein Gaudischkehmen aus politisch-ideologischen Gründen in „Kleingauden“ umbenannt.

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam das Dorf im Jahre 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung „Sarubino“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Krasnopoljanski selski Sowet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Sarubino zur Landgemeinde Swobodnenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 108 1933 87 1939 67 2002 11 2010 10

Kirche Mit seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Klein Gaudischkehmen rsp. Kleingauden bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Ischdaggen (1938–1946: Branden, heute russisch: Lermontowo) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Gumbinnen (Gussew) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sarubino im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Gussew in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Kleingauden (Klein Gaudischkehmen) bei der Kreisgemeinschaft Gumbinnen Sarubino bei bankgorodov.ru Sarubino bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk