Das El-Diquís-Wasserkraft-Projekt ist ein ehemaliges Staudamm-Projekt des ICE (Instituto Costarricense de Electricidad), der Elektrizitätsversorgung von Costa Rica, das seit 2011 in der Planung war und Ende 2018 eingestellt wurde.https://www.nacion.com/el-pais/infraestructura/ice-cancela-megaproyecto-hidroelectrico-diquis/3CBYVBM3P5HIHHRC6EJBW3SORQ/story/ Es sollte zwischen Buenos Aires, Osa, und Pérez Zeledón liegen. Es sollte mit 631 MW bei Fertigstellung das leistungsstärkste Wasserkraftwerk Zentralamerikas sein und Elektrizität für mehr als eine Million Verbraucher erzeugen; damit hätte es das Pirrís-Wasserkraftwerk übertroffen, das im Januar 2011 fertig wurde und im September 2011 mit der Produktion beginnen sollte. Für das Projekt wären 7363,5 Hektar Land verbraucht worden, davon 915,6 Hektar indigenes Territorium. Es sollten in der Region 3500 Arbeitsplätze geschaffen werden, und die produzierte Elektrizität hätte in die Nachbarländer exportiert werden können. Der Bau war für den Zeitraum 2018 bis 2025 geplant.http://www.crhoy.com/archivo/proyecto-hidroelectrico-diquis-se-transforma-en-proyecto-estrella-para-el-gobierno/nacionales/

Das Wasserkraftwerk der Talsperre sollte in einiger Entfernung bei Palmar Norte stehen. Dazu gehören zwei Überleitungsstollen.

Vorherige Planung Boruca Das 2 Mrd. US-Dollar teure Großprojekt ist der Nachfolger des Talsperren-Projekts Boruca, dieses ist seit mehr als 30 Jahren in Planung. Es heißt nun „Proyecto Hidroeléctrico Diquis“. Diquis bedeutet „Großer Fluss“ in der Sprache der Terraba. Bisher wurde das Projekt nach dem Volk „Boruca“ benannt und lag an einem etwas anderen Standort. Dieses schloss ein Aluminiumwerk ein. Proteste des Boruca-Volkes verhinderten den Bau. Der Bauherr ICE verlegte danach das Projekt in das direkt westlich angrenzende Land der Térraba. Nun soll der Río General statt des Río Térraba aufgestaut werden. Der Térraba entsteht aus dem Zusammenfluss von Río General und Río Coto Brus.

Indigener Protest Die Baupläne werden von dem indigenen Volk der Terraba bekämpft, unter anderem weil ca. 1500 Menschen umgesiedelt werden müssten.

Zum Kontext Costa Rica produziert seit Anfang 2015 seinen Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien.

Etwa 2006 hatte Costa Rica Geothermiekraftwerke mit einer Leistung von 145 Megawatt (MW) und Windkraftanlagen mit 62 MW. Die Geothermie-Leistung wurde bis 2012 um fast 50 % gesteigert und die der Windkraftanlagen auf 148 MW. Von 2015 bis 2025 sollen 210 MW Leistung aus Geothermie und 215 MW aus Windkraft zugebaut werden. 2021 soll das Land seinen Strom komplett CO2-neutral produzieren. Möglicherweise werden Überkapazitäten geschaffen. Die Preise für Windkraftanlagen sind gesunken.

Siehe auch Liste von Kraftwerken in Costa Rica Liste von Talsperren der Welt (Costa Rica)

Weblinks Proyecto Hidroeléctrico El Diquís Offizielle Webseite El Heraldo - Honduras Construirán hidroeléctrica más grande de CA El Nuevo Diario - Nicaragua Costa Rica contará con la planta hidroeléctrica más grande de Centroamérica

INBio Instituto Nacional de Biodiversidad realiza el primer estudio de insectos para un Proyecto Hidroeléctrico Proyecto Hidroeléctrico El Diquís Webseite der Grupo ICE

Einzelnachweise

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