mini|hochkant|Der Turm der Pfarrkirche St. Dionysius in Waldalgesheim Die Pfarrkirche St. Dionysius ist das Gotteshaus der römisch-katholischen Kirchengemeinde Waldalgesheim (Rheinland-Pfalz). Sie gehört heute zur Pfarrei Rupertsberg im Pastoralen Raum Bad Kreuznach des Bistums Trier.

Geschichte Eine erste Kirche in Waldalgesheim wurde bereits 1150 erwähnt. Nach der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Waldalgesheim wegen der mehrfach geteilten Ortsherrschaft eine konfessionell gemischte Gemeinde. Daraus folgte, dass die Kirche von beiden Konfessionen genutzt wurde. Das blieb auch so, als die baufällige Kirche im Jahr 1791 durch einen Neubau ersetzt werden musste.

Von 1868 bis 1870 wurde dann für die katholische Gemeinde eine eigene Kirche nach Plänen des Architekten und Baumeisters Carl Conradi errichtet. Am 7. Mai 1874 wurde sie vom Trierer Weihbischof Johann Jakob Kraft feierlich geweiht. Die bisherige Simultankirche stand nun allein der evangelischen Gemeinde zur Verfügung. Schon nach wenigen Jahrzehnten zeigten sich aber wie in der gesamten Ortschaft Waldalgesheim auch an der Kirche schwere Schäden durch den Betrieb der Grube Amalienhöhe, in der Mangan und Dolomitzur Stahlveredelung abgebaut wurde. Vor Ostern 1960 musste die Kirche dann wegen Baufälligkeit endgültig geschlossen werden:

Nach langen Verhandlungen, auch über Finanzierungsfragen, mit dem Betreiber der Grube, der Mannesmann AG, konnte 1961 mit dem Bau der heutigen Kirche nach Plänen des Architekten Hans Schick aus Sulzbach-Neuweiler auf einem anderen Grundstück begonnen werden. Kirchweihe war dann schon ein Jahr später am 23. April 1962. Die alte Kirche wurde 1966 abgebrochen. In den Neubau wurden zuvor vier barocke Heiligenfiguren und eine Muttergottes aus dem 18. Jahrhundert überführt.

mini|Innenansicht Das Kirchengebäude hat einen quadratischen Grundriss. Der ein Jahr später fertiggestellte Glockenturm aus Beton steht frei und schließt nach oben mit einem schrägen Dach ab. Innen ist die Kirche diagonal ausgerichtet, auf den Altar hin, der in einer der Ecken des quadratischen Kirchenraums platziert ist.

Orgel Von der Orgel des Hanauer Orgelbauers Jean Ratzmann aus dem Jahr 1870 wurden einige Register in den Neubau von Gebr. Späth Orgelbau (1957, opus 643) einbezogen. Die Orgel mit fünfachsigem Freipfeifenprospekt aus Zinkpfeifen, dessen Untergehäuse und Seiten mit Holzpanelen verkleidet sind, hat einen freistehenden Spieltisch und eine elektropneumatische Traktur. Das Instrument wurde in die neue Kirche überführt und weist nach einem eingreifenden Umbau folgende Disposition mit 20 Registern auf zwei Manualen und Pedal auf: mini|Späth-Orgel von 1957

I Manual C–g3 Principal 8′ Gedeckt 8′ Salicional 8′ Octav 4′ Rohrflöte 4′ Rauschquinte II Mixtur IV–V Trompete 8′ II Manual C–g3 Koppelflöte 8′ Principal 4′ Flöte Dolce 4′ Nachthorn 2′ Quinte ′ Sesquialter II Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Violonbass 16′ Oktavbass 8′ Gedacktbass 8′ Choralbass 4′ Pedalflöte 4′ Koppeln: II/I, I/P, II/P

Einzelnachweise

Weblinks

St. Dionysius auf der Website der Pfarrei Rupertsberg

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