Sarja (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.
Geographische Lage Sarja liegt 13 Kilometer südöstlich der Rajonstadt Tschernjachowsk (Insterburg). Der Ort ist nur über Landwege zu erreichen, etwa von Krasnopoljanskoje (Groß Gaudischkehmen/Großgauden) aus. Die nächste Bahnstation ist Wessjolowka (Judtschen/Kanthausen) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau) – einem Teilstück der einstigen Preußischen Ostbahn – zur Weiterfahrt nach Litauen und in das russische Kernland.
Geschichte Das bis 1938 Groß WersmeningkenD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Großstangenwald fand im Jahre 1557 seine erste urkundliche Erwähnung. Zwischen 1874 und 1945 war das Bauerndorf in den Amtsbezirk JudtschenRolf Jehke, Amtsbezirk Judtschen/Kanthausen (ab 1938 „Amtsbezirk Kanthausen“, heute russisch: Wessjolowka) eingegliedert und gehörte somit zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen in der preußischen Provinz Ostpreußen. Zur Landgemeinde Groß Wersmeningken gehörte auch die Revierförsterei Grünwalde.
In Folge des Krieges kam das Dorf mit dem nördlichen Ostpreußen 1945 zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung „Sarja“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Krasnopoljanski selski Sowet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Sarja zur Landgemeinde Swobodnenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.
Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 230 1933 249 1939 222 2002 13 2010 14
Kirche Die Bevölkerung Groß Wersmeningkens resp. Großstangenwalds war vor 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession und somit in das Kirchspiel der Kirche Ischdaggen (1938–1946: Branden, heute russisch: Lermontowo) eingepfarrt. Sie gehörte zum Kirchenkreis Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sarja im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Gussew in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Schule In Groß Wersmeningken bestand vor 1945 eine zweiklassige Volksschule in einem vor 1914 erbauten Schulgebäude.
Weblinks Großstangenwald (Groß Wersmeningken) bei der Kreisgemeinschaft Gumbinnen Sarja bei bankgorodov.ru Sarja bei prussia39.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk