Ottenbronn ist ein Ortsteil der Gemeinde Althengstett im Landkreis Calw in Baden-Württemberg.

Geschichte Ottenbronn kommt im Jahr 1075 als Ottenbrunnan erstmals in dem Bestätigungsbrief König Heinrichs IV. für das Kloster Hirsau unter den Gütern vor, die Graf Adalbert von Calw diesem Kloster neu hinzugestiftet hatte. Jedoch soll der Ort schon unter den frühesten Widemsgütern des Klosters Hirsau zu Beginn des 9. Jahrhunderts aufgeführt sein. Letzteres wird allerdings von verschiedenen Fachleuten bezweifelt; sie sind der Auffassung, dass die Nachricht von der Schenkung Ottenbronns an das Kloster Hirsau um 830 n. Chr. deshalb nicht zutreffen könne, weil es sich hier um eine Vorform des Waldhufendorfs handele und die Gemeinde später bei der Aufzählung der Neubeschenkung von Calw genannt werde.

Ottenbronn gehörte von 1457 bis 1807 zum Klosteramt Hirsau und kam 1807 bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg zum Oberamt Calw. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg 1938 gelangte Ottenbronn zum Landkreis Calw. mini|Ansicht von Ottenbronn aus den Forstlagerbüchern von Andreas Kieser, 1682 Im Rahmen der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Ottenbronn am 1. Oktober 1974 in die Gemeinde Althengstett eingegliedert.

Die Ortsmitte von Ottenbronn (Dorfplatz) liegt auf einer Höhe von 542 m ü. NN.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1852 1871 1880 1890 1900 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1961 1970 1974 2011 Einwohner 342 390 369 391 404 419 409 427 412 425 422 440 668 841 1416

Die Zahlen beziehen sich auf das Gemeindegebiet mit Gebietsstand vor der Eingemeindung am 1. Oktober 1974.

Religionen Seit der Reformation in Württemberg im Jahr 1534 ist Ottenbronn evangelisch geprägt. Die evangelischen Kirchengemeinden der beiden Althengstetter Teilorte Ottenbronn und Neuhengstett bilden die Gesamtkirchengemeinde Neuhengstett und Ottenbronn.Website der Evangelischen Kirchengemeinde Neuhengstett-Ottenbronn 1923 erhielt Ottenbronn durch den Stuttgarter Architekten Rudolf Behr eine eigene Filialkirche, die zuletzt im Jahr 2003 umfassend renoviert und etwas erweitert wurde. 1928 gestaltete der Kunstprofessor Erwin Hetsch (1895–1978) die Altarwand mit Fresken (Gekreuzigter, Johannes der Täufer mit dem Gotteslamm, Paulus).Georg Kopp: Neue Wandbilder in evangelischen Kirchen Württembergs – Gabe des Vereins für Christliche Kunst in der evangelischen Kirche Württembergs an seine Mitglieder 1935. Sonderdruck aus: Monatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst 1935, Heft 10/11, S. 2 f

Wappen 100px|rechts|Das ehemalige Gemeindewappen Die Blasonierung des ehemaligen Gemeindewappens lautet: „In Rot ein sechseckiger laufender silberner Röhrenbrunnen mit Brunnensäule und zwei Röhren.“

Literatur

Weblinks Beschreibung von Ottenbronn in der Internetpräsenz der Gemeinde Althengstett Ottenbronn. Ortsdatenbank des Landesarchivs Baden-Württemberg

Einzelnachweise

Kategorie:Althengstett Kategorie:Ort im Landkreis Calw Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Calw) Kategorie:Ersterwähnung 1075 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974