Alleringhausen ist der nach Einwohnerzahl kleinste Stadtteil von Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografie Alleringhausen liegt im nordwestlichen Nordhessen in den Nordost-Ausläufern des Rothaargebirges im Tal der Neerdar. Die Berge, die den auf 390 Metern Höhe gelegenen Ort unmittelbar einrahmen, ragen bis 543 Meter hoch auf.

Geschichte Überblick mini|Alleringhausen Die Ortschaft wurde 1272 erstmals als Alveringhausen urkundlich erwähnt. In den Aufzeichnungen werden zwei Burgen, eine Wasserburg Aulderkusen und eine Höhenburg (vermutlich aus dem 9. Jahrhundert) ca. 1 km nordnordöstlich von Alleringhausen gelegen, erwähnt.

Am 21. Februar 1841 wurde hier Friedrich Ludwig Peter (Louis Peter) geboren, Gründer der Mitteldeutschen Gummiwarenfabrik Louis Peter AG auch Peters Union A.G. Frankfurt/Main Zweigfabrik Corbach, die Corbacher Gummiwerke (1910), die 1929 von der Continental AG übernommen wurden und heute der größte Arbeitgeber der Region sind. Alleringhausen galt im Jahr 2003 mit 86 Einwohnern als kleinster Ortsteil Korbachs, heute leben 77 Bürger im Ort.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. Juli 1970 die bis dahin selbständige Gemeinde Alleringhausen auf freiwilliger Basis in die Kreisstadt Korbach eingegliedert. Die Gemeinde Alleringhausen hatte eine Fläche von 4,59 km².Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 274. Für Alleringhausen, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Korbach, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Verwaltungsgeschichte

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Alleringhausenangehört(e):

vor 1712: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg ab 1712: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg ab 1816: Fürstentum Waldeck, Oberamt des Eisenbergs ab 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (ab 1848), Kreis des EisenbergsTrennung zwischen Justiz (Kreisgericht Korbach) und Verwaltung. ab 1867: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (Akzessionsvertrag mit Preußen), Kreis des Eisenbergs ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs ab 1919: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck, Kreis des Eisenbergs ab 1929: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis des Eisenbergs ab 1942: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Waldeck ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck, Stadt Korbach ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Korbach

Einwohnerentwicklung  Quelle: Historisches Ortslexikon • 1541: 6 Häuser • 1620: 12 Häuser • 1650: 4 Häuser • 1738: 23 Häuser • 1770: 25 Häuser, 161 Einwohner

Religion mini|Louis-Peter-Kirche

1905 stiftete Louis Peter seinem Heimatort, anstelle seines Geburtshauses eine Kirche. Sie ist im neugotischen Stil erbaut und wurde am 13. Juli 1905 im Beisein von Fürst Friedrich von Waldeck und Pyrmont und dem Landesbischof eingeweiht. 1497 wird in einer Urkunde eine Kapelle erwähnt, bis dahin hatte der Ort keine.

Die Grafschaft Waldeck führte ab 1526 in ihrem Gebiet die Reformation ein. In Alleringhausen wurde die Reformation vermutlich unter dem Neerdarer Pfarrer Dithmar Westenuten ab 1535 eingeführt. Alleringhausen gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Neerdar. Ab 1950 war es dann eine Filialgemeinde von Eppe, ab 1994 gehörte es zum Kirchspiel Korbach-Rhena uns schließlich ab 2018 zum Kirchspiel Eimelrod-Rhena. Im Jahr 1885 waren alle 107 Einwohnern evangelisch. Im Jahr 1961 wurden 126 evangelische (94 %) und acht katholische (8 %) Christen gezählt.

Literatur Peter Knorr und Karl Thomas: Alleringhausen. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1994 (= Waldeckische Ortssippenbücher 52); Bearbeiteter Zeitraum 1673-1990, 590 Familien

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Geographie (Korbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Ersterwähnung 1272 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970