mini|Raupe der Braunen Spätsommer-Bodeneule mini|Deutlich erkennbare gelbe Nierenmakel bei einem Exemplar der Braunen Spätsommer-Bodeneule
Die Braune Spätsommer-Bodeneule (Xestia xanthographa), auch Rötlichbraune ErdeuleBK Makro, abgerufen am 25. April 2015, ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Das Artepitheton setzt sich aus den griechischen Worten xanthos für „gelb“ und graphein für „schreiben“ zusammen.Axel Steiner, Ulrich Ratzel, Morton Top-Jensen, Michael Fibiger: Die Nachtfalter Deutschlands - Ein Feldführer. Bugbook Publishing, 2014, ISBN 978-3-00-043862-2, S. 720.
Merkmale Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 29 bis 40 Millimeter. Nach anderen Quellen nur 32 bis 35 Millimeter. Die Färbung der Vorderflügel ist sehr variabel, es sind alle Zwischenstufen von hell- bis dunkelgrau, aber auch rost- bis dunkelbraun möglich. Meist ist ein gelblicher Nierenmakel vorhanden. Die Hinterflügel sind eintönig grau.
Die Raupen, die nur schwer von den Raupen von Xestia sexstrigata unterscheidbar sind, besitzen einen charakteristischen weißen Rückenstreifen und in späteren Entwicklungsstadien schwarze Striche über den Nebenrückenlinien. Sie sind braun bis grau gefärbt und weisen seitlich ein dunkles und ein helles Band auf. Sie werden bis zu 33 Millimeter groß.
Ähnliche Arten Aschgraue Bodeneule (Xestia ashworthii) (, 1855) Ginsterheiden-Bodeneule (Xestia castanea) (, 1798)euroleps.ch, abgerufen am 25. April 2015
Verbreitung und Lebensraum Die Braune Spätsommer-Bodeneule hat eine mediterran-asiatische Verbreitung und kommt in Europa häufig vor. Außerhalb von Europa findet man die Art im Kaukasus, im Transkaukasus, in Zentralasien in den usbekischen Provinzen Fargʻona und Taschkent, Armenien, Turkmenistan in der Türkei sowie in Algerien und Tunesien. In Nordamerika wurde die Art eingeschleppt. Ihr Lebensraum umfasst alle offenen und grasreichen Landschaften von Parks über Gärten, Wegränder, Magerrasen, Feuchtwiesen, Riedwiesen sowie Ruderalflächen.
Verhalten und Lebensweise Die Falter fliegen von August und September und sind oft saugend an faulenden Früchten und Baumsäften zu beobachten. Sie sind ebenso leicht mit einer aus Wein und Zucker gemischten Flüssigkeit anzulocken.Naturwissenschaftlicher Verein Wuppertal e. V., abgerufen am 25. April 2015 Die Raupen sind nachtaktiv und überwintern und können nach der Winterruhe von Februar bis Mai und im Herbst ab Oktober gefunden werden. Sie leben an verschiedenen Gräsern und krautigen Pflanzen wie Süßgräser (Poaceae), aber auch an Ampfer (Rumex), Wegerich (Plantago), Vogelmiere (Stellaria media), Schlüsselblume (Primula vulgaris), Einjährigem Rispengras (Poa annua), Weiden (Salix) und Weißdorn (Crataegus). Die Verpuppung findet in einem Erdkokon statt.
Status Die Art zählt zu den häufigsten Eulenfaltern (Noctuidae) in Deutschland. Da die Falter nicht oft ans Licht kommen, ist die so häufige Verbreitung der Art nur durch Raupenfunde bestätigt. Im Frühjahr sind oft hunderte von ihnen nachts auf Wiesen anzutreffen.
Synonyme Die Literatur unterscheidet mehrere Synonyme. Rhyacia xanthographa Agrotis xanthographa Agrotis tetragona Agrotis budensis Agrotis elutior Xestia trumani Xestia precepuina Xestia almohada
Quellen Literatur Axel Steiner, Ulrich Ratzel, Morten Top-Jensen, Michael Fibiger: Die Nachtfalter Deutschlands - Ein Feldführer, BugBook Publishing, 2014, ISBN 978-3-00-043862-2, S. 720
Einzelnachweise Schmetterling-Raupe, abgerufen am 25. April 2015
Schmetterlinge und ihre Ökologie, abgerufen am 25. April 2015 Natur-Schmetterlinge, abgerufen am 25. April 2015
Weblinks
Kategorie:Noctuinae (Eulenfalter)