Dieser Artikel enthält die Resultate aller für die Zusammensetzung des schweizerischen Ständerats während der 46. Legislaturperiode (Oktober 1999 – Oktober 2003) massgeblichen Wahlen. Dies umfasst die zusammen mit den Nationalratswahlen vom 24. Oktober 1999 durchgeführten ordentlichen Wahlen, die Ersatzwahlen für während der Amtszeit zurückgetretene oder verstorbene Ratsmitglieder sowie die an eigenen Terminen durchgeführten ordentlichen Wahlen in den Kantonen Graubünden, Zug, Obwalden und Appenzell Innerrhoden, deren Sieger (auch) zwischen 1999 und 2003 im Rat sassen.
Wahlsystem Ausführlicher hierzu: Ständerat – Wahlverfahren
Wahl und Amtsdauer der Ständeräte der Kantone fallen in die Zuständigkeit der Kantone. 1999 ergab sich dies aus der damals geltenden Bundesverfassung von 1874, die stillschweigend davon ausging.Christoph Lanz, Art. 150 N 5, in: Bernhard Ehrenzeller et al. (Hrsg.), Die schweizerische Bundesverfassung. Kommentar, 2. Auflage, Dike, Zürich/St. Gallen 2008, S. 2323.
Es entwickelte sich mit der Zeit allerdings eine gewisse Vereinheitlichung. Im betreffenden Zeitraum wurde in allen Kantonen der Ständerat direkt durch das Volk gewählt: in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Obwalden an der Landsgemeinde, in allen anderen Kantonen an der Urne. Die Ständerate des Kantons Jura wurden im Proporzverfahren (Verhältniswahlrecht) gewählt, in allen anderen Kantonen galt das Majorzverfahren (Mehrheitswahlrecht). Dabei galt üblicherweise ein System mit zwei Wahlgängen: Im 1. Wahlgang muss ein Kandidat, um gewählt zu werden, das (unterschiedlich berechnete) absolute Mehr erreichen. Im 2. Wahlgang genügt das relative Mehr: Gewählt ist dann, wer am meisten Stimmen erhalten hat.
In allen Kantonen ausser Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Obwalden und Zug fanden die Ständeratswahlen für die 46. Legislaturperiode zusammen mit den Nationalratswahlen vom 24. Oktober 1999 statt. Für diese Kantone werden auch die letzten Ständeratswahlen vor dem 24. Oktober 1999 aufgeführt. Dies deshalb, weil die Sieger jener Wahlen aufgrund dieser Wahlsiege während der 46. Legislaturperiode im Ständerat sassen.
Kanton Aargau Ordentliche Wahl, 1. Wahlgang (24. Oktober 1999)
Im 1. Wahlgang erreichte nur Maximilian Reiman das absolute Mehr von 70'925 Stimmen. Es musste daher ein 2. Wahlgang angesetzt werden.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Maximilian Reimann (bisher) SVP 82'505 58,2 % gewählt Thomas Pfisterer FDP 60'385 42,6 % Doris Leuthard CVP 37'329 26,3 % Agnes Weber SP 27'156 19,1 % Kathrin Kuhn Grüne 18'315 12,9 % Heiner Studer EVP 12'149 8,6 % Regina Ammann Schoch LdU 7'631 5,4 % Lidwina Wiederkehr-Müller SD 6'438 4,5 % Gisela Dold-Stanek FPS 4'601 3,2 % Christine Egerszegi-Obrist FDP 3'502 2,5 %
Ordentliche Wahl, 2. Wahlgang (28. November 1999)
Im 1. Wahlgang hatte nur Maximilian Reiman das absolute Mehr erreicht. Es musste daher ein 2. Wahlgang angesetzt werden.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Thomas Pfisterer FDP 44'462 48,7 % gewählt Doris Leuthard CVP 37'880 41,5 % Daniel Furter SP 8'890 9,7 %
Kanton Appenzell Ausserrhoden (1 Sitz) Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Hans-Rudolf Merz (bisher) FDP 14'303 94,9 % gewählt Vereinzelte 765 5,1 %
Kanton Appenzell Innerrhoden (1 Sitz) Ordentliche Wahl 1999 (24. April 1999)
An der Landsgemeinde vom 24. April 1999 wurde der bisherige Ständerat Carlo Schmid-Sutter wieder gewählt.
Kandidat Partei Ergebnis Carlo Schmid-Sutter (bisher) CVP gewählt
Ordentliche Wahl 2003 (25. April 2003)
An der Landsgemeinde vom 25. April 2003 wurde der bisherige Ständerat Carlo Schmid-Sutter wieder gewählt.
Kandidat Partei Ergebnis Carlo Schmid-Sutter (bisher) CVP gewählt
Kanton Basel-Landschaft (1 Sitz) Ordentliche Wahl, l. Wahlgang (24. Oktober 1999)
Weil im 1. Wahlgang kein Kandidat das absolute Mehr von 32'511 Stimmenhttps://www.baselland.ch/res_kanton-htm.275530.0.html#body-over erreichte, musste ein 2. Wahlgang angesetzt werden.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Hans Fünfschilling FDP 28'315 43,5 % Claude Janiak SP 21'857 33,6 % Rudolf Keller SD 5'906 9,1 % Ruth Gonseth Grüne 5'889 9,1 % Vereinzelte 3'052 4,7 %
Ordentliche Wahl, 2. Wahlgang (28. November 1999)
Weil im 1. Wahlgang kein Kandidat das absolute Mehr erreicht hatte, fand am 28. November 1999 ein 2. Wahlgang statt. Dabei galt das relative Mehr, dies bedeutet, gewählt war jener Kandidat, der am meisten Stimmen erreichte.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Hans Fünfschilling FDP 29'486 50,2 % gewählt Claude Janiak SP 28'816 49,1 % Vereinzelte 402 0,7 %
Kanton Basel-Stadt (1 Sitz) Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Gian-Reto Plattner (bisher) SP 33'385 76,0 % gewählt Peter Adam SVP 9'582 21,8 % Vereinzelte 985 2,2 %
Kanton Bern Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Christine Beerli (bisher) FDP 159'130 60,1 % gewählt Samuel Schmid SVP 141'687 53,5 % gewählt Simonetta Sommaruga SP 119'666 45,2 % Rosmarie Bär Grüne 79'300 29,9 % Vereinzelte 5'733 2,2 %
Ersatzwahl Schmid (4. März 2001)
Am 6. Dezember 2 wurde Ständerat Schmid in den Bundesrat gewählt. Deshalb fand am 19. Dezember 2003 eine Ersatzwahl um seine Nachfolge statt.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Hans Lauri SVP 193'603 63,5 % gewählt Gret Haller SP 109'416 35,9 % Thomas Brönnimann parteilos 430 0,1 % Vereinzelte 1'316 0,4 %
Kanton Freiburg Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Anton Cottier (bisher) CVP 36'313 59,3 % gewählt Jean-Claude Cornu FDP 31'030 50,7 % gewählt Pierre Aeby (bisher) SP 26'369 43,1 % François Fasel parteilos 6'047 9,9 %
Kanton Genf Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Christiane Brunner (bisher) SP 39'708 54,4 % gewählt Françoise Saudan (bisher) FDP 37'730 51,8 % gewählt Jacques-Michel Gros LPS 32'199 44,2 % Jean Spielmann PdA 10'302 14,2 % Bernard Celerc Sol 9'384 12,9 %
Kanton Glarus Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Fritz Schiesser (bisher) FDP 5'855 88,6 % gewählt This Jenny (bisher) SVP 4'996 75,6 % gewählt Vereinzelte 1'191 18,0 %
Kanton Graubünden
Im Kanton Graubünden fanden die Ständeratswahlen bis 2007 nicht zusammen mit den Nationalratswahlen statt wie in den meisten anderen Kantonen, sondern jeweils bereits ein Jahr vorher. Weil sowohl die Wahl vom 27. September 1998 wie auch diejenige vom 22. September 2002 die Zusammensetzung des Ständerats während der Legislaturperiode 1999/2003 beeinflussten, sind die Ergebnisse beider Wahlen aufgeführt.
Ordentliche Wahl 1998 (27. September 1998)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Christoffel Brändli (bisher) SVP 29'459 64,4 % gewählt Theo Maissen (bisher) CVP 28'451 62,2 % gewählt Silva Semadeni SP 15'997 35,0 % Vereinzelte 710 1,6 %
Ordentliche Wahl 2002 (22. September 2002)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Christoffel Brändli (bisher) SVP 23'273 64,7 % gewählt Theo Maissen (bisher) CVP 22'704 63,1 % gewählt Peter Peyer SP 9'505 26,4 % Vereinzelte 1'039 2,9 %
Kanton Jura Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999) Quelle für die Wahl:
Im Kanton Jura wird der Ständerat nach Proporz (Verhältniswahlrecht) gewählt. Massgeblich ist also zuerst die Stimmenzahl der Parteien und dann nur innerhalb der Partei die Stimmenzahl der einzelnen Kandidierenden.
Partei Stimmen % Kandidat Stimmen Ergebnis Christlichdemokratische Volkspartei 16'356 42,1 % Pierre Paupe (bisher) 7'435 gewählt Philippe Receveur7'395 Sozialdemokratische Partei 14'457 37,2 % Pierre-Alain Gentil (bisher) 7'457 gewählt Monique Cossali Sauvain 6'497 Freisinnig-Demokratische Partei 8'046 20,7 % Michel Juillard 4'111 Christiane Hennet 3'413
Kanton Luzern Ordentliche Wahl, 1. Wahlgang (24. Oktober 1999)
Im 1. Wahlgang erreichte nur Franz Wicki das absolute Mehr von 54'852 Stimmen. Es musste daher ein 2. Wahlgang angesetzt werden.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Franz Wicki (bisher) CVP 58'298 53,1 % gewählt Helen Leumann-Würsch (bisher) FDP 46'660 42,5 % Prisca Birrer-Heimo SP 17'541 16,0 % Adrian Schmid Grüne 14'267 13,0 % Eugen Meier FPS 6'489 5,9 % Viktor Rüegg parteilos 6'453 5,9 % Philippe Hotz FPS 5'702 5,2 % Vereinzelte 6'426 5,9 %
Ordentliche Wahl, 2. Wahlgang (28. November 1999)
Im 1. Wahlgang hatte nur Franz Wicki das absolute Mehr erreicht. Daher fand ein 2. Wahlgang statt. Neu kandidierte Walter Häcki von der SVP.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Helen Leumann-Würsch (bisher) FDP 60'948 69,3 % gewählt Walter Häcki SVP 26'080 29,7 % Vereinzelte 909 1,0 %
Kanton Neuenburg Ordentliche Wahl, 1. Wahlgang (24. Oktober 1999)
Im 1. Wahlgang erreichte kein Kandidat das absolute Mehr von 16'794 Stimmen. Es musste daher ein 2. Wahlgang angesetzt werden.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Jean Cavadini (bisher) LPS 15'086 44,9 % Michèle Berger FDP 14'940 44,5 % Jean Studer SP 10'216 30,4 % Fernand Cuche Grüne 9'754 29,0 % Heidi Deneys SP 7'067 21,0 % Francine John-Calame Grüne 3'320 9,9 % Alain Bringolf PdA 2'879 8,6 % Claudine Staehli-Wolf PdA 1'622 4,8 %
Ordentliche Wahl, 2. Wahlgang (7. November 1999)
Weil im 1. Wahlgang kein Kandidat das absolute Mehr erreicht hatte, fand am 7. November 1999 ein 2. Wahlgang statt. Dabei galt das relative Mehr: Gewählt waren jene zwei Kandidaten, die am meisten Stimmen erreichten.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Jean Studer SP 16'662 56,9 %gewählt Michèle Berger FDP 14'569 49,8 % gewählt Jean Cavadini (bisher) LPS 13'067 44,6 %
Kanton Nidwalden (1 Sitz) Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Marianne Slongo CVP 6'651 63,6 % gewählt Heinz Wyss DNhttp://www.gruenenidwalden.ch/?p=uu&page=60.1999&cnr= 3'447 33,0 % Benedikt Egli parteilos 363 3,5 %
Kanton Obwalden (1 Sitz) Ordentliche Wahl (26. April 1998)
Die Obwaldner Landsgemeinde wählt am 26. April 1998 den parteilosen Ex-Regierungsrat Hans Hess zum Ständerat. Im dritten Wahlgang besiegte er Kantonsratspräsident Oskar Stockmann (CSP). Bereits zuvor ausgeschieden waren der Präsident der FDP-Kantonsratsfraktion, Hans-Jörg Bechter, und der Engelberger Talammann Hans von Holzen (CVP).Neue Obwaldner Zeitung, 27. April 1998, S. 11.Neue Zürcher Zeitung, 27. April 1998, S. 9.zu den Ämtern der unterlegenen Kandidaten: Neue Obwaldner Zeitung, 25. April 1998, S. 13.
Im Ständerat schloss sich Hans Hess der FDP-Fraktion an.Neue Obwaldner Zeitung, 10. Juni 1998
Kandidat Partei Ergebnis Hans Hess parteilos gewählt Oskar Stockmann CSP OW ausgeschieden im 3. Wahlgang Hans-Jörg Bechter FDP ausgeschieden im 2. Wahlgang Hans von Holzen CVP ausgeschieden im 1. Wahlgang
Kanton Schaffhausen Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Peter Briner FDP 17'415 58,8 % gewählt Rico Wenger SVP 13'849 46,8 % gewählt Ursula Hafner SP 12'216 41,2 % Vereinzelte 830 2,8 % Ersatzwahl Wenger (25. August 2002)
Ständerat Rico Wenger verstarb am 10. Juni 2002. Deshalb fand am 25. August eine Ersatzwahl statt.
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Hannes Germann SVP 14'318 59,2 % gewählt Hermann Keller SP 9'181 37,9 % VereinzelteStimmenzahl entspricht Differenz zwischen den gültigen Stimmen und der Summe der Stimmen beider Kandidaten (vermutlich im PDF vergessen) 703 2,9 %
Kanton Schwyz Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Bruno Frick (bisher) CVP 20'954 64,1 % gewählt Toni Dettling FDP 19'171 58,6 % gewählt Arthur Züger SP 6'630 20,3 % Karl Sutter-Köpfli ProFS 3'943 12,1 % Vereinzelte 717 2,2 %
Kanton Solothurn Ordentliche Wahl (24. Oktober 1999)
Kandidat Partei Stimmen % Ergebnis Ernst Leuenberger SP 42'903 54,2 % gewählt Rolf Büttiker (bisher) FDP 39'287 49,7 % gewählt Anna Mannhardt CVP 29'076 36,8 % Marcel Wyss parteilos6'862 8,7 % Patrick Eruimy FPS 6'727 8,5 %
Kanton St. Gallen Ordentliche Wahl, 1. Wahlgang (24. Oktober 1999)