Moritz Alexander Bartsch (* 3. Mai 1845 in Löbau; † 16. Februar 1918) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.
Leben Bartsch war evangelisch-lutherisch und Sohn eines Buchbindermeisters. Nach dem Besuch der Fürstenschule Grimma studierte er ab 1863 in Leipzig Jura und Kameralistik.Jens Blecher, Gerald Wiemers: Die Matrikel der Universität Leipzig. Teilband II: Die Jahre 1832 bis 1863, Weimar 2007, S. 536 1867 wurde er auf den sächsischen Landesherrn vereidigt. 1868 wurde er Referendar und 1872 Gerichtsreferendar. 1878 ernannte man ihn zum Bezirksgerichtsrat in Leipzig. 1879 erfolgte die Ernennung zum Amtsrichter in Oschatz. Zum Landgerichtsrat wurde er 1880 befördert. 1882 wurde er Landgerichtsdirektor in Leipzig. 1898 kam er an das Reichsgericht. Er war im III. und IV. Strafsenat tätig. Er trat 1912 in den Ruhestand. Nach Degener war er nationalliberal.
Familie Seine Eltern waren Moritz Bartsch und Johanna geborene Kühne. 1877 heiratete Bartsch die Advokatentochter Minna Scheuffler. Sie hatten vier Töchter.
Ehrungen Albrechts-Orden Komtur II. Klasse Sächsischer Verdienstorden Komtur II. Klasse Preußischer Kronenorden III. Klasse Rote Adlerorden III. Klasse mit der Schleife
Literatur Adolf Lobe: Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929, Berlin 1929, S. 366. Herrmann A. L. Degener: „Degener’s Wer ist’s?“, VI. Ausgabe, Berlin 1912, S. 63f.
Einzelnachweise
Kategorie:Richter (Reichsgericht) Kategorie:Richter (Landgericht Leipzig) Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Komtur 2. Klasse) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Komtur II. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1845 Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Mann