Der Gelbbauchsperling (Passer flaveolus) ist ein Vertreter der Familie der Sperlinge, welcher nur in Hinterindien vorkommt.

Aussehen Die nur 14 Zentimeter großen Vögel haben ein dunkelbraunes Rückengefieder, der Bauch ist gelblich gefärbt. Unter der Kehle und um die Augen haben sie einen länglichen schwarzen Fleck. Der Schnabel ist grau glänzend gefärbt. Die Füße sind schwarz.

Vorkommen Die Bestände dieser Vogelart sind in Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam anzutreffen.

Lebensweise Die Vögel sind Kulturfolger des Menschen und kommen in Gärten und Plantagen vor. Sie ernähren sich vor allem von Samen verschiedener Pflanzen, auch Getreide.

Fortpflanzung Das Weibchen legt seine drei bis sieben Eier in ein selbst aus Gräsern gebautes, kugelförmiges Nest. Die Brutdauer beträgt 15 bis 24 Tage. Die Jungen sind Nesthocker und werden von beiden Elternteilen versorgt.

Gefährdung Die IUCN stuft diese Art aufgrund ihrer weiten Verbreitung als (Least Concern) nicht gefährdet ein.

Etymologie und Forschungsgeschichte Edward Blyth beschrieb den Gelbbauchsperling unter dem heute gültigen Protonym Passer flaveolus.Edward Blyth, S. 946. Auch wenn der Artikel im The journal of the Asiatic Society of Bengal das Jahr 1844 als Publikationsjahr ausweist, wurde der Artikel erst im Jahre 1845 publiziert. Deshalb gilt das Jahr 1845 als Jahr der Erstbeschreibung.Edward Clive Dickinson u. a., S. 115 f.

Passer ist das lateinische Wort für Spatz, Sperling.James A. Jobling, S. 294. Auch flaveolus ist lateinischen Ursprungs und stammt vom Wort flavus für golden, gelb ab.James A. Jobling, S. 160.

Quellen Christopher M. Perrins (Hrsg.): Die BLV-Enzyklopädie Vögel der Welt. Aus dem Englischen von Einhard Bezzel. BLV, München/Wien/Zürich 2004, ISBN 978-3-405-16682-3, S. 590–591 (Titel der englischen Originalausgabe: The New Encyclopedia Of Birds. Oxford University Press, Oxford 2003). Wilhelm Eigener (Hrsg.), Erna Mohr: Enzyklopädie der Tiere. Band 2, Weltbild, Augsburg 1991, ISBN 978-3-89350-361-2, S. 381.

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