Sven Budelmann (* 30. November 1973 in Bremen) ist ein deutscher Filmeditor.
Leben Nach seinem Schulabschluss begann Sven Budelmann 1993 ein Praktikum in einer Bremer Filmproduktion. Ab 1994 war er als freischaffender Editor bei Produktionen von Imagefilmen und Dokumentationen tätig.
Für David Jazays Horrorkomödie Kiss My Blood (1998) arbeitete er erstmals an einem Spielfilm. Er zog nach Berlin und arbeitete dort als Editor von Werbeclips, Musikvideos und weiteren Spielfilmen. So war er verantwortlich für den Schnitt von Musikvideos für u. a. Rammstein, Turntablerocker, Deichkind, Die Toten Hosen, Madonna, Garbage und The Rasmus. Besonders geprägt wurde Budelmanns Karriere durch die Zusammenarbeit mit Regisseur Philipp Stölzl, der einige der von Budelmann geschnittenen Werbeclips und Musikvideos inszenierte. Beide arbeiteten auch an den Kinofilmen Baby (2004), Nordwand (2008), Goethe! (2010) und Der Medicus (2013) zusammen. 2014 wirkte Budelmann als Editor an Maximilian Erlenweins Thriller Stereo mit, was ihm beim Deutschen Filmpreis eine Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt einbrachte.
Sven Budelmann ist Mitglied der European Film Academy (EFA), der Deutschen Filmakademie, im Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS)Sven Budelmann beim Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS), abgerufen am 31. Januar 2025 und der Deutschen Werbefilm Akademie (DWA).
Filmografie Film und Fernsehen 1998: Kiss My Blood 2000: Einer ist immer dabei (Kurzfilm) 2000: Morituri Te Salutant (Kurzfilm) 2002: Baby 2002: Una (Kurzfilm) 2003: Ohne Titel 01 (Kurzfilm) 2004: Im Dunkeln (Kurzfilm) 2004: The Porter (Kurzfilm) 2006: Vineta 2006: Der Tag, an dem Sarah Gordon bei mir badete (Kurzfilm) 2007: Love Hurts (Kurzfilm) 2008: Nordwand 2009: Point of view (Kurzfilm) 2010: Goethe! 2012: Mutter muss weg (Fernsehfilm) 2013: Der Medicus 2014: Stereo 2015: Deutschland 83 (Fernsehserie, 5 Episoden) 2016: Winnetou – Der Mythos lebt (Fernsehdreiteiler) 2017: Dark (Fernsehserie, 1 Episode) 2018: Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon 2019: Skylines (Fernsehserie, drei Folgen) 2019: Ich war noch niemals in New York 2020: Schatten der Mörder – Shadowplay (Fernsehserie, fünf Folgen) 2021: Schachnovelle 2021: Es ist nur eine Phase, Hase 2021: Fly 2022: ZERV – Zeit der Abrechnung (Fernsehserie, 1 Episode) 2022: Last Light – Wenn die Welt dunkel wird (Fernsehserie, 3 Episoden) 2022: Im Westen nichts Neues 2024: Helgoland 513
Musikvideos (Auswahl) 1997: Rammstein – Du hast 1997: Novy vs Eniac – Superstar 1997: Joy Denalane – Was auch immer 1998: Joachim Witt / Peter Heppner – Die Flut 1998: VAST – Pretty When You Cry 1998: Da Hool – Mama Sweet 1998: Marius Müller-Westernhagen – Wieder hier 1998: Rammstein – Stripped 1999: Guano Apes – Don’t You Turn Your Back on Me 1999: Mr. X & Mr. Y – Viva La Revolution 1999: Garbage – The World Is Not Enough 2000: a-ha – Minor Earth, Major Sky 2000: H-Blockx – Ring of Fire 2000: Turntablerocker – A Little Funk 2000: The Pharcyde – Frontline 2001: Curse – Lass uns Freunde sein – Denk an mich 2003: Evanescence – Bring Me to Life 2003: Evanescence – Going Under 2003: Herbert Grönemeyer – Demo 2003: Madonna – American Pie 2003: Söhne Mannheims – Mein Name ist Mensch 2003: The Rasmus – In the Shadows 2003: Luciano Pavarotti – Il Canto 2004: Rammstein – Mein Teil 2004: Die Toten Hosen – Ich bin die Sehnsucht in dir 2004: Rosenstolz – Liebe ist alles 2004: Evanescence – Everybody’s Fool 2004: Anastacia – Sick & Tired 2004: Rammstein – Amerika 2007: Kosheen – Guilty 2007: Sido – Ein Teil von mir 2008: Deichkind – Arbeit nervt
Auszeichnungen British Academy Film Award 2023: Nominierung für den Besten Schnitt (Im Westen nichts Neues)
Weblinks
Sven Budelmann beim Bundesverband Filmschnitt Editor Eigene Website
Einzelnachweise
Kategorie:Filmeditor Kategorie:Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann