Costas Tsoclis (, * 1930 in Athen) ist ein griechischer Maler und Multimedia-Künstler.Polar user files (PDF; 104 kB) abgerufen am 21. Juli 2013

Leben und Werk Tsoclis wurde 1930 geboren und verbrachte seine Kindheit in Athen.Tonis Spiteris, Τρεις αιώνες νεοελληνικής τέχνης, 1660-1967, τόμος Γ΄, Πάπυρος, Athen 1979, S. 134. Als Kind einer großen Familie aufgewachsen, lebte er in einer schwierigen Zeit, in der er den Zweiten Weltkrieg, die Besetzung Griechenlands und den Bürgerkrieg miterlebte. Schon als Kind begann er zu malen. Als Jugendlicher, im Alter von 14 bis 18 Jahren, arbeitete er als Bühnenbildner Assistent in den Kinos von Athen.

Er studierte von 1948 bis 1954 an der Hochschule der Bildenden Künste Athen bei Yannis Moralis.Macedonian Museum: abgerufen am 21. Juli 2013 (englisch) Nach Abschluss seines Wehrdienstes gewann er ein dreijähriges staatliches Stipendium für ein Studium in Rom von 1957 bis 1960 in Rom. In Italien schloss er sich 1958 der Gruppo Sigma an, zusammen mit Caniaris, Gaïtis, Kessanlis und Kontos. Die Gruppo Sigma war der erste Versuch griechischer Künstler mit Auslandsstudium, gemeinsame Ausstellungsprojekte zu realisieren.Lambraki–Plaka, Marina, ed.: Εθνική Πινακοθήκη 100 χρόνια: Τέσσερις αιώνες Ελληνικής Ζωγραφικής. National Gallery of Greece, Athen 1999, S. 170, 175.

1957 heiratete er Fania Kaplanidou, mit der er eine Tochter hatte, die Journalistin Maya Tsocli. Sie lebten bis zum Tod von Kaplanidou im Jahr 1968 zusammen. Elf Jahre lang lebte er in Rom und Paris. In diesen Jahren arbeitete er mit der Sammlerin und Kunsthändlerin Ileana Sonnabend zusammen. International bekannt wurde Costas Tsoclis mit der Serie objects-situations, die er zwischen 1967 und 1972 produzierteBonhams, abgerufen am 21. Juli 2013., und später mit dreidimensionalen Malereien und lebenden Malereien, bei denen Videos auf bemalte Leinwand projiziert werden. (PDF; 1,2 MB) abgerufen am 21. Juli 2013 In den Jahren 1971–1972 lebte er vorübergehend mit seiner zweiten Ehefrau Eleni und seiner Tochter in West-Berlin, wo er ein DAAD-Stipendium erhielt. Nach seiner Rückkehr nach Paris lernte er den Sammler Alexander Iolas kennen und arbeitete mit ihm zusammen. Unabhängig von seinem Auslandsaufenthalt blieb Tsoclis mit der Kunstszene seines Landes verbunden und präsentierte seine Werke in Gruppen- und Einzelausstellungen in Griechenland.

Bis 1983 lebte er in Paris und Athen, um 1984 ganz in seine griechische Heimat zurückzukehren.The artist: Costas Tsoclis, abgerufen am 21. Juli 2013. 1986 vertrat er zusammen mit Christos Karas Griechenland bei der Biennale von Venedig, unter anderem mit dem bedeutenden Werk der Live-Malerei „Kamakomeno psari“ (Harpunierter Fisch) und den fünf bewegten Porträts, in denen er Malerei mit Videoprojektion kombinierte.

Zu seinen weiteren Ausstellungen zählen die Biennale von Paris (1963, 1965) und die von São Paulo (1965) sowie die Documenta in Kassel (1975) u. a. Seine Werke befinden sich in zahlreichen staatlichen und privaten Sammlungen. Weitere seiner Werke sind an öffentlichen Orten in Griechenland zu sehen (Python im Europäischen Kulturzentrum von Delphi, der Untergrund Park an der U-Bahn-Station „Ethniki Amyna“ in Athen, Hommage an Alexander Iolas im Vorhof des Archäologischen Museums von Thessaloniki usw.) sowie im Ausland (wie „Genesi“ in Pistoia, Italien, und „Zehn Blickpunkte“ in Petra tou Romiou auf Zypern).

Das Nationale Museum für Zeitgenössische Kunst in Athen, organisierte 2001–2002 eine große Retrospektive seines Werks mit 86 Gemälden, Objekten, Installationen und Videoinstallationen, die seinen gesamten künstlerischen Werdegang abdeckten.

Das Costas-Tsoclis-Museum auf Tinos wurde 2011 eröffnet.Costas Tsoclis Museum opens on Tinos, abgerufen am 21. Juli 2013.

Kunst im öffentlichen Raum 1988: Vorplatz des Archaeological Museum of Thessaloniki 2000: Metrostation Ethnikis Amynis in Athen

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen (Auswahl) 1972: Costas Tsoclis - Objekte-Situationen 1967-1972- Kunsthalle Düsseldorf, Düsseldorf 1983: Costas Tsoclis - Macedonian Museum of Contemporary Art, Thessaloniki 2000: Liturgia - Costas Tsoclis Centro per l’arte contemporanea Luigi Pecci, Florenz, Italien 2001: Costas Tsoclis - A Retrospective National Museum of Contemporary Art, Athens 2001: The Unknown Tsoclis Frissiras Museum, Athens 2012: Tsoclis the last leper, Spinalonga GriechenlandGRReporter: abgerufen am 21. Juli 2013

Gruppenausstellungen (Auswahl) 1965: Biennale von São Paulo, São Paulo Brasilien 1965: 4. Biennale de Paris Paris, Frankreich 1974: Multiples. Ein Versuch, die Entwicklung des Auflagenobjekts darzustellen Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1977: documenta 6, Documenta, Kassel 1986: 42. Biennale von Venedig mit Christos Karas 1999: P+P=D : new (greek) art from the seventies and eighties DESTE Centre for Contemporary Art, Athens 2003: Gelijk het leven is Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent Belgien 2005: The Art of Greece meets China Platform China Contemporary Art Institut Peking 2005: The Cyclades through the lens of 20 contemporary Greek artists Museum für kykladische Kunst, Athen 2010: Ich weiß gar nicht, was Kunst ist - Einblicke in eine private Sammlung MARTa Herford, Herford 2010: Isole mai Trovate – Islands never found MOMus – Museum für Moderne Kunst – Sammlung Costakis, Thessaloniki 2012: Face to Face: The artists and the collector - Frissiras Museum, Athens

Kataloge Costas Tsoclis, Objekte-Situationen 1967–1972, Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin 1972, Kunsthalle, Düsseldorf 1972

Weblinks Tsoclis Kostas. Nationalgalerie Athen

Einzelnachweise

Kategorie:Maler der Neuzeit Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Teilnehmer einer Biennale von São Paulo Kategorie:Bildender Künstler (Griechenland) Kategorie:Grieche Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Mann