Der Sean MacBride Peace Prize (zu deutsch: Sean MacBride Friedenspreis) ist ein nach dem irischen Menschenrechtler Seán MacBride benannter und vom Internationalen Ständigen Friedensbüro (International Peace Bureau – IPB) seit 1992 vergebener Friedenspreis.

Hintergrund Der Sean MacBride Peace Prize wird nach eigener Aussage des IPB an Personen oder Organisationen vergeben, die sich herausragend für Frieden, Abrüstung und/oder Menschenrechte eingesetzt haben. Der Namensgeber, Seán MacBride, irischer Politiker, Mitgründer von Amnesty International und Friedensnobelpreisträger und einst Vorsitzender und Präsident des IPB, setzte sich selbst für diese Belange ein.

Die Preisträger werden vom IPB Steering Committee beschlossen, nachdem Mitglieder des IPB Vorschläge einreichen konnten.

Der Preisträger erhält eine Medaille aus Metall von recycelten Atomwaffen. Mit der Auszeichnung ist keine finanzielle Zuwendung verbunden.

Initiiert wurde der Preis zum hundertjährigen Bestehen des IPB.

Preisträger 2025: Hania Bitar (Palästina), Randa Siniora (Palästina), Boris Kagarlitsky (Russland) 2024: Esset Gagiyev, Wolha Karatsch 2023: dreigeteilter Preis für Organisation der Kriegsdienstverweigerung: „Our House“, belarussische Bürgerrechtsinitiative mit Sitz in Litauen, die russische Bewegung der Kriegsdienstverweigerer „Движение Сознательных Отказчиков“ und die Ukrainische Pazifistische Bewegung („Український Рух Пацифістів“) sowie ein Preis für Tore Nærland, norwegischer Radfahrer (Bike for Peace)2023 MacBride Peace Prize recipients, ipb.org 2022: Alfredo Lubang (Mitarbeiter von Nonviolence International South East Asia – NISEA) von den Philippinen, Asya Maruket & Yurii Sheliazhenko, Friedensaktivisten aus Russland und der Ukraine, sowie Hiroshi Takakusaki, ein japanischer Anti-Atomwaffen-Aktivist2022 MacBride Peace Prize recipients, ipb.org 2021: Alexander Kmentt, Leiter der Abteilung für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nonproliferation im österreichischen AußenministeriumSean MacBride Prize – IPB – International Peace Bureau, ipb.org (Preisüberreichung fand aufgrund der Coronapandemie erst 2022 statt) 2020: Black Lives Matter 2019: Bruce Kent, Friedensaktivist, und Elayne Whyte Gómez,https://www.ipb.org/uncategorized/macbride-award-2019-for-elayne-whyte-gomez/ TPNW-Aktivistin 2018: Helena Maleno, Gründerin von Caminando Fronteras,https://www.ipb.org/helena-maleno/ und Douglas Rochehttps://www.ipb.org/activities/sean-mac-bride-prize-douglas-roche/ sowie Association For Historical Dialogue and Research (AHDR) und Home for Cooperation (H4C) 2017: Jeremy Corbyn und Noam Chomsky und All Okinawa Coalition Against New Construction of Henoko Base 2016: Colin Archer, Präsident des International Peace Bureau (IPB) 2015: Bevölkerung und Gemeinden der Inseln Lampedusa (Italien) und Jejudo (Südkorea). 2014: Bevölkerung und Regierung der Marshallinseln 2013: Bradley Manning (offizielle Auszeichnung am 14. September) 2012: Lina Ben Mhenni und Nawal El Saadawi 2011: Hanaa Edwar und Peter Becker 2010: Binalakshmi Nepram-Mentschel 2009: Betty Reardon 2008: Jacqueline Cabasso 2007: Jayantha Dhanapala 2006: Mayors for Peace (vergeben an Tadatoshi Akiba und Itchō Itō) 2005: nicht vergeben 2004: Schöpfer der Genfer Initiative 2003: Nihon Hidankyō 2002: Barbara Lee 2001: Rosalie Bertell 2000: Praful Bidwai und Achin Vanaik 1999: Barbara Gladysch 1998: John Hume 1997: Seeds of hope 1996: Selim Bešlagić 1995: Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands 1994: Mordechai Vanunu 1993: Hilda Lini 1992: Michael D. Higgins

Weblinks Der Sean MacBride Peace Prize auf der Website des Bureau International Permanent de la Paix

Einzelnachweise

Kategorie:Friedenspreis Kategorie:Ständiges Internationales Friedensbüro