mini|296px|Werkhausen, Ortsteil Ochsenbruch Werkhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld an.

Geographische Lage Werkhausen liegt zwei Kilometer nordwestlich von Weyerbusch und grenzt auf einer Länge von annähernd vier Kilometern an den Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Die Grenze wird im Wesentlichen durch die frühere „Hohe Straße“ markiert. Sie ist die Vorgängerin der Bundesstraße 8 und so ein früher bedeutender Verkehrsweg. Daran schließt sich das größte zusammenhängende Waldgebiet der Gegend, die Leuscheid, an. Im Norden Werkhausens entspringt der Mehrbach, der beim Kloster Ehrenstein in die Wied mündet.

Die Gemeinde Werkhausen besteht aus den Ortsteilen Acker, Überdorf, Ochsenbruch, Leingen und Werkhausen.

Geschichte Die erste schriftliche Urkunde mit der Erwähnung Werkhausens stammt von 1430, als ein Ludwig von Werkhausen Richter im Kirchspiel Birnbach und Schöffe an der hohen Feste war. 1558 erschien der Name des Ortes als Werickhuisen. 1578 wurden in Werkhausen 21 Feuerstellen gezählt, 1620 waren es noch 14, 1780 wiederum 23 Häuser. Der heutige Ortsteil Leingen wurde 1600 als Lempfgen im Zusammenhang mit der Zahl von fünf Häusern erwähnt. 1603 war die Werkhäuser Mühle durch die Grafen von Sayn an Wilhelm Kremer aus Weyerbusch verliehen.Vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 221.

Werkhausen gehörte zur Grafschaft Sayn und nach deren Teilung im 17. Jahrhundert zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen.

Vom 30. Oktober 1830 bis zum 7. April 1831 dauerte die Vermessung des Weyerbuscher und Werkhäuser Erbenwaldes, worüber zwischenzeitlich ein Protokoll vom 12. Februar 1831 Rechenschaft gab, das die Verteilung der Waldparzellen an die neuen Eigentümer dokumentierte. 1837 gab es in Werkhausen 34 Wohnhäuser, dazu ein Schulhaus, das auch die Kinder von Hasselbach nutzen mussten, sowie eine Mühle und diverse landwirtschaftliche Nutzgebäude.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Werkhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Main Dorf, meine Stadt: Bevölkerung Jahr Einwohner 1815 126 1835 187 1871 187 1905 174 1939 162 1950 181 Jahr Einwohner 1961 162 1970 170 1987 159 1997 200 2005 231 2017 232

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Werkhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Thomas Abel wurde am 2. Juli 2026 Ortsbürgermeister von Werkhausen. Bei der Direktwahl am 31. Mai 2026 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 59,4 % gegen eine Mitbewerberin durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag beim 58,7 %.

Abels Vorgänger Darius Tawrowski hatte das Amt am 4. September 2024 übernommen. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit 91,2 % (Wahlbeteiligung 70,2 %) gewählt worden. Am 23. Februar 2026 legte er sein Amt vorzeitig nieder, die Amtsgeschäfte übernahm bis zur Wahl und Ernennung des Nachfolgers der Erste Beigeordnete Jens Drogi. Tawrowskis Vorgänger Ottmar Orfgen hatte das Amt seit 2009 inne und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut als Ortsbürgermeister.

Wirtschaft Die Gemeinde Werkhausen ist heute eine reine Wohngemeinde. Zwei Handwerksbetriebe gibt es am Ort, und mehrere Familien, die die Landwirtschaft noch im Nebenerwerb betreiben.

Literatur Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59. 2016, S. 219–237 (zur Geschichte der Werkhäuser Mühle). Wilhelm Schneider: Die Werkhäuser Mühle im oberen Mehrbachtal. In: Heimatkalender des Kreises Altenkirchen (Westerwald) 6. 1963, S. 87–93.

Weblinks

Werkhausen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld Seite zur Werkhausener Geschichte

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Kategorie:Ersterwähnung 1430