Carl Emil Eule (* 4. September 1843 in Löbau; † 31. Oktober 1887 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Nebenregister 1887, Nr. 1333.) war ein deutscher Komponist.

Leben Emil Eule wurde am 4. September 1843 als Sohn des Instrumentenmachers Carl August Eule und dessen Ehefrau Amalie Christiane geboren.Stadtarchiv Dresden, Sterberegister Nr. 1333/1887 Sein 1846 geborener Bruder August Hermann war der Gründer des nach diesem benannten Orgelbauunternehmens in Bautzen.

Eule zog um 1868 nach Dresden, wo er in diesem Jahr erstmals als Musiklehrer erwähnt wird. Später handelte er außerdem mit „eisernen Patent-Pianos“ und stellte seine Tätigkeit als Komponist in den Vordergrund. Sein letzter Wohnsitz war in der Neuegasse 23.Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden, 1868, 1870 und 1887

Von seinen 5 Kindern mit Clara Louise, geb. Dittmann, die er am 4. Januar 1870 in der Dresdener Kreuzkirche geheiratet hatte, überlebte ihn nur seine Tochter Clara Isolde (1876–1957). mini|Grab von Emil Eule in Dresden Eule, dessen Werke heute fast vergessen sind, wurde vor allem als Komponist von Salonmusik für Klavier, Liedern und Gebrauchsmusik bekannt. Sein Grab befindet sich auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden und bezeichnet ihn als Tonkünstler.

Werkverzeichnis (Auswahl) Werke Op. 4 Die Frühlingsboten für Sopran oder Tenor und Klavier, 1869 Op. 12 Der Hoffnungsstern für Klavier, 1870 Op. 24 Des deutschen Kriegers Traum vor der Schlacht für Klavier, 1870 Op. 26 Heldengrüsse aus Walhalla für Klavier, Harmonium oder Orgel, 1871 Op. 35 Wiedersehen in der Heimath für Orchester, 1872 Op. 37 Die blonde Fischerin für Klavier, 1871Eine zeitgenössische Kritik schreibt darüber: „Mit gerechter Spannung schlug ich das Heft auf, um zu sehen, wie die Fischerin, besonders die blonde Fischerin in der Musik ausgedrückt sei. Doch was erblickten meine Augen? - Eine Polka ‚ordinärster‘ Art mit etlichen Variationen und einem ausgewählt unangenehmen trioartigen Mittelsatz! – Und das ein Characterstück? – Na, lucus a non lucendo!“ (Allgemeine Musikalische Zeitung, 1872, Nr. 8, Sp. 126) Op. 45 Auf den Wellen des Königsee’s für Klavier, 1873 Op. 46 Burgröschens Hochzeit für Orchester, 1881 Op. 52 Sächsischer Gewerbe- und Industrieausstellungsmarsch Op. 64 Bergmannsleben für Klavier, 1880 Op. 85 Grosser Schützen-Festmarsch zum 8. Deutschen Bundesschiessen für Orchester, 1884 Libretti

Eule hat auch Libretti geschrieben, aber nicht selbst vertont, sondern zum Verkauf angeboten:Neue Berliner Musikzeitung, 24. Jahrgang, Nr. 22 vom 1. Juni 1870, S. 176. „Der Goldkeller“ – eine komisch-romantische Zauberoper in 2 Akten „Franello“ – romantische Oper in 2 Akten

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Einzelnachweise

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