Pereleski (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk. Laut der letzten Volkszählung von 2010 ist der Ort unbewohnt.
Geographische Lage Pereleski liegt 14 Kilometer südwestlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) und ist von der Regionalstraße 27A-039 zwischen Swoboda (Jänischken/Jänichen) und Ugrjumowo (Matheningken/Mattenau) in südlicher Richtung über einen Landweg zu erreichen. Bis 2009 war Ugrjumowo-Nowoje die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Tschernjachowsk–Schelenesdoroschny (Insterburg–Gerdauen), die seitdem nicht mehr für den Personenverkehr genutzt wird.
Geschichte Der bis 1938 Mühle Keppurren (in Unterscheidung zu (Adlig) Keppurren, 1938–1946 Kranichfelde, russisch: Sibirskoje, heute nicht mehr existent) genannte OrtD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Friedrichsmühle wurde im Jahre 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk BlockinnenRolf Jehke, Amtsbezirk Blockinnen/Güldenau (1938–1946 Blocken, russisch: Otradnoje) eingegliedert, der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 waren im Gutsbezirk Mühle Keppurren 70 Einwohner registriert.
Am 30. September 1928 ging die Eigenständigkeit des Gutsbezirks Mühle Keppurren verloren, als er nämlich in die Landgemeinde Kohlischken eingemeindet wurde, die sich ab genau dem Zeitpunkt in „Hutmühle“ (heute russisch: Werschinino) umbenannte, während der neue Ortsteil Mühle Keppurren den Namen „Friedrichsmühle“ erhielt.
Im Jahre 1945 kam das Dorf mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt es die russische Bezeichnung Pereleski und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Swobodnenski selski sowjet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Pereleski zur Landgemeinde Swobodnenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.
Kirche Die überwiegend evangelische Bevölkerung von Mühle Keppurren resp. Friedrichsmühle gehörte zum Kirchspiel der Kirche Jodlauken (1938–1946: Schwalbental, russisch: Wolodarowka) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Pereleski im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks Pereleski bei bankgorodov.ru Pereleski bei prussia39.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk