Die FIVB World Tour 2009 der Männer bestand aus vier Grand Slams und neun Open. Hinzu kam die Weltmeisterschaft in Stavanger in Norwegen.

Turniere

Brasilia Open (21. bis 26. April) Platz Team 1 Ricardo Santos / Emanuel Rego 2 Harley Marques / Alison Cerutti 3 Fábio Luiz Magalhães / Márcio Araújo 4 Todd Rogers / Phil Dalhausser 5 Igor Kolodinski / Dmitri Barsuk 5 Christoph Dieckmann / Kay Matysik 7 Reinder Nummerdor / Richard Schuil 7 Bernardo Romano / Rodrigo Monteiro Zum ersten Mal seit 2004 startete die Tour wieder in Brasilien, diesmal in der Hauptstadt. Während die Österreicher Hupfer/Schroffenegger in der Qualifikation scheiterten, konnten sich Dollinger/Kaczmarek durchsetzen und belegten mit einem Sieg im Hauptfeld den siebzehnten Rang wie auch Gosch/Horst aus Österreich. Huth/Urbatzka blieben ebenso sieglos wie die Schweizer M. Lacia/Schnider. Deren Landsmänner Sascha Heyer und Patrick Heuscher gewannen zwei Mal und wurden Dreizehnte. Drei Siege gelangen Christoph Dieckmann und Kay Matysik in den ersten Runden. Nach zwei Niederlagen gegen Rogers/Dalhausser und Ricardo/Emanuel erreichten die beiden Deutschen im Gesamtklassement den fünften Platz. Die Amerikaner verloren ihr Halbfinale gegen Pedro/Alison und anschließend auch das Spiel um den dritten Platz gegen Fábio Luiz/Márcio Araújo, die im anderen Semifinale unterlegen waren. Im rein brasilianischen Endspiel setzten sich die ehemaligen Weltmeister Ricardo und Emanuel durch.

Shanghai Open (29. April bis 3. Mai) Platz Team 1 Harley Marques / Alison Cerutti 2 Pedro Solberg / Pedro Cunha 3 Julius Brink / Jonas Reckermann 4 Rivo Vesik / Kristjan Kais 5 Xu Linyin / Li Jialu 5 Benjamin Insfran / Hevaldo Moreira 7 Igor Kolodinski / Dmitri Barsuk 7 Michal Biza / Pavel Rotrekl In der Qualifikation setzten sich Erdmann/Windscheif im Gegensatz zu den Österreichern Streitfellner/Traxler durch. In der ersten Hauptrunde gewannen alle deutschen Teams bis auf die Qualifikanten. Während sich jedoch Dollinger/Kaczmarek und Huth/Urbatzka nach zwei anschließenden Niederlagen aus dem Turnier verabschiedeten und wie die Österreicher Hupfer/Schroffenegger Siebzehnte wurden, gewannen Jonathan Erdmann und Stefan Windscheif ebenso wie die zunächst unterlegenen Schweizer Gabathuler/Wenger ihre folgenden drei Begegnungen und wurden gemeinsam Neunte. Noch besser machten es Julius Brink und Jonas Reckermann, die nach ihrer Halbfinalniederlage gegen Harley/Alison die Esten Rivo Vesik und Kristjan Kais besiegen konnten und sich so die Bronzemedaille sicherten. Die Goldmedaille erhielten die Bezwinger der Deutschen nach ihrem Sieg über ihre brasilianischen Landsleute Pedro und Cunha.

Foro Italico Open in Rom (12. bis 17. Mai) Platz Team 1 Julius Brink / Jonas Reckermann 2 Pedro Solberg / Pedro Cunha 3 Harley Marques / Alison Cerutti 4 Ricardo Santos / Emanuel Rego 5 Renato Gomes / Jorge Terceiro 5 Matteo Varnier / Paolo Nicolai 7 Jonathan Erdmann / Stefan Windscheif 7 David Klemperer / Eric Koreng In der ersten deutschen Country Quota des Jahres besiegten Erdmann/Windscheif sowohl Böckermann/Lüdike als auch Dollinger/Kaczmarek und qualifizierten sich anschließend für den Hauptwettbewerb. Dies gelang weder den Österreichern Streitfellner/Traxler noch ihren Landsleuten Steinöker/Berger. In der ersten Hauptrunde waren alle verbliebenen deutschsprachigen Teams siegreich. Chr. Dieckmann/Matysik und Gabathuler/Wenger verloren anschließend je zwei Mal und wurden Siebzehnte. Den dreizehnten Platz belegten Gosch/Horst, während Heyer/Heuscher das Turnier auf dem neunten Rang beendeten. Siebte wurden Erdmann/Windscheif sowie Klemperer/Koreng. Brink/Reckermann konnten nach ihrem Halbfinalsieg über Ricardo/Emanuel auch das Finale gegen Cunha/Pedro siegreich gestalten und erkämpften sich so ihre erste gemeinsame Goldmedaille. Das kleine Finale gewannen Harley und Alison.

Mysłowice Open (26. bis 31. Mai) Platz Team 1 Harley Marques / Alison Cerutti 2 Matthew Fuerbringer / Casey Jennings 3 Jacob Gibb / Sean Rosenthal 4 Julius Brink / Jonas Reckermann 5 David Klemperer / Eric Koreng 5 Pedro Solberg / Pedro Cunha 7 Rivo Vesik / Kristjan Kais 7 Pablo Herrera / Adrián Gavira Während Weingart/Prawdzic in der zweiten und Dollinger/Kaczmarek in der dritten Qualifikationsrunde ausschieden, konnten sich Erdmann/Windscheif und M. Laciga/Bellaguarda für den Hauptwettbewerb qualifizieren. Die Schweizer verloren dort jedoch ebenso wie ihre Landsleute Gabathuler/Wenger und die Österreicher Gartmayer/Nausch ihre ersten beiden Spiele, während das dritte eidgenössische Team Heyer/Heuscher sich gemeinsam mit den Deutschen in der nächsten Runde verabschiedete. Dreizehnte wurden die Österreicher Gosch/Horst. Klemperer/Koreng erreichten den fünften Rang, während sich Brink/Reckermann ins Halbfinale vorkämpften. Dies verloren sie ebenso gegen Harley/Alison wie das anschließende Spiel um den dritten Platz gegen Gibb/Rosenthal. Deren Bezwinger Fuerbringer/Jennings mussten sich mit Silber begnügen, während die Brasilianer sich ihre zweite gemeinsame Goldmedaille sichern konnten.

Weltmeisterschaft in Stavanger (26. Juni bis 5. Juli) siehe auch Hauptartikel Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2009 Platz Team 1 Julius Brink / Jonas Reckermann 2 Harley Marques / Alison Cerutti 3 Todd Rogers / Phil Dalhausser 4 David Klemperer / Eric Koreng 5 Pablo Herrera / Adrián Gavira 5 Ricardo Santos / Emanuel Rego 5 Fábio Luiz Magalhães / Márcio Araújo 5 Matthew Fuerbringer / Casey Jennings Vorrunde im Pool System Ungeschlagen kamen Brink/Reckermann, Klemperer/Koreng, Dollinger/Urbatzka und die Schweizer Heyer/Heuscher in die Runde der 32 besten Teams. Ebenfalls die Hauptrunde erreichten die Österreicher Gosch/Horst mit zwei Erfolgen. Sie bezwangen u. a. Erdmann/Matysik. Denen reichte ein Spielgewinn nicht fürs Weiterkommen im Gegensatz zu Doppler/Mellitzer aus der Alpenrepublik. Sieglos verabschiedeten sich deren Landsmänner Huber/Gartmayer sowie die Eidgenossen Gabathuler/Wenger und Schnider/Sutter aus dem Wettbewerb. Hauptrunde Die Schweizer Heyer/Heuscher, die Österreicher Gosch/Horst sowie die Deutschen Brink/Reckermann und Klemperer/Koreng konnten ihrer ersten Spiele gewinnen. Das Achtelfinale war jedoch Endstation für die Teams aus den Alpenrepubliken, während die Deutschen nach zwei weiteren Siegen im Halbfinale standen. Klemperer/Koreng unterlagen den Brasilianern Harley/Alison, Brink/Reckermann besiegten die amtierenden Weltmeister, bezwangen im Endspiel auch die Südamerikaner und erkämpften so die erste Goldmedaille bei einer Beachvolleyball-Weltmeisterschaft eines Teams, dass nicht aus dem amerikanischen Raum stammt. Den dritten Platz sicherten sich Rogers/Dalhausser.

Grand Slam in Gstaad 7. bis 12. Juli Platz Team 1 Julius Brink / Jonas Reckermann 2 Ricardo Santos / Emanuel Rego 3 Pablo Herrera / Adrián Gavira 4 Reinder Nummerdor / Richard Schuil 5 Martin Laciga / Jefferson Bellaguarda 5 Todd Rogers / Phil Dalhausser 5 Sascha Heyer / Patrick Heuscher 5 Igor Kolodinski / Dmitri Barsuk In der deutschen Vorausscheidung besiegten Uhmann/Windscheif sowohl Dollinger/Kaczmarek als auch Huth/Urbatzka, scheiterten jedoch ebenso wie die Österreicher Huber/Gartmayer und Hupfer/Schroffenegger in der Qualifikation. Doppler/Mellitzer und Gabathuler/Schnider schieden sieglos nach der Poolrunde aus. Erdmann/Matysik verloren in der ersten Hauptrunde, während Klemperer/Koreng, Gosch/Horst und M. Laciga/Bellaguarda ebenso das Achtelfinale erreichten wie die direkt qualifizierten Brink/Reckermann und Heyer/Heuscher. Die besiegten Klemperer/Koreng, die gemeinsam mit den verbliebenen Österreichern den neunten Rang belegten. Beide Schweizer Teams überstanden das Viertelfinale nicht, während sich Brink/Reckermann durch Siege über Nummerdor/Schuil im Halbfinale und Ricardo/Emanuel im Endspiel die nächste Goldmedaille nach der Weltmeisterschaft sicherten. Das kleine Finale gewannen die Spanier Herrera/Gavira.

Grand Slam in Moskau (14. bis 19. Juli) Platz Team 1 Julius Brink / Jonas Reckermann 2 Ricardo Santos / Emanuel Rego 3 Martin Laciga / Jefferson Bellaguarda 4 David Klemperer / Eric Koreng 5 Harley Marques / Alison Cerutti 5 Benjamin Insfran / Pedro Solberg 5 Andy Cès / Kevin Cès 5 Christian Redmann / Richard VanHuizen Hupfer/Schroffenegger, Doppler/Mellitzer und Dollinger/Kaczmarek scheiterten in der Qualifikation, während M. Laciga/Bellaguarda nach erfolgreicher Vorausscheidung bis ins Halbfinale des Hauptwettbewerbs vordrangen. Dies gelang ebenso zwei deutschen Duos. Während Uhmann/Windscheif und Gabathuler/Schnider drei Mal in der Poolrunde verloren, schieden Gosch/Horst in der ersten und Heyer/Heuscher in der zweiten Hauptrunde aus. In der Vorschlussrunde besiegten Ricardo/Emanuel Klemperer/Koreng, während die deutschen Weltmeister die Schweizer ausschalteten und nach dem Finalerfolg über die Brasilianer ihre dritte Goldmedaille in Serie in Empfang nahmen. Das deutsch-schweizerische Duell um die Bronzemedaille entschieden die Eidgenossen für sich.

World Series 13 Grand Chelem Marseille (21. bis 26. Juli) Platz Team 1 Todd Rogers / Phil Dalhausser 2 Pablo Herrera / Adrián Gavira 3 Julius Brink / Jonas Reckermann 4 Reinder Nummerdor / Richard Schuil 5 Harley Marques / Alison Cerutti 5 Bruno Schmidt / João Maciel 5 David Klemperer / Eric Koreng 5 Renato Gomes / Jorge Terceiro Nach ihrem Sieg über Erdmann/Matysik in der Country Quota erhielten Böckermann/Urbatzka ein Freilos in der Qualifikation, um dann in der ersten Hauptrunde wie die österreichischen Qualifikanten Hupfer/Schroffenegger und deren Landsleute Huber/Seidl auszuscheiden. Eine Runde weiter kamen Uhmann/Windscheif, während die Schweizer M. Laciga/Bellaguarda und Heyer/Heuscher das Achtelfinale erreichten. In Runde vier kam das Aus für Klemperer/Koreng. Julius Brink und Jonas Reckermann verloren anschließend ihr Halbfinale gegen Rogers/Dalhausser, während die Niederländer Nummerdor/Schuil an Herrera/Gavira scheiterten. Die Deutschen sicherten sich die Bronzemedaille, während die US-Amerikaner die Spanier im Finale besiegten.

Grand Slam in Klagenfurt (28. Juli bis 2. August) Platz Team 1 Todd Rogers / Phil Dalhausser 2 Harley Marques / Alison Cerutti 3 Reinder Nummerdor / Richard Schuil 4 Igor Kolodinski / Dmitri Barsuk 5 Sascha Heyer / Patrick Heuscher 5 Fábio Luiz Magalhães / Márcio Araújo 5 Pablo Herrera / Adrián Gavira 5 Benjamin Insfran / Pedro Solberg In der deutschen Country Quota besiegten Dollinger/Kaczmarek zunächst Erdmann/Matysik und anschließend Huth/Urbatzka. In der Qualifikation kam für die Deutschen ebenfalls das Aus wie für drei österreichische Paare. Besser machten es die Schweizer Gabathuler/Schnider, die jedoch trotz eines Sieges die Poolrunde nicht überstanden. Die Österreicher Hupfer/Schroffenegger und Doppler/Mellitzer beendeten die Gruppenphase sieglos. Je ein Sieg reichte M. Laciga/Bellaguarda und Uhmann/Windscheif für das Erreichen der ersten Hauptrunde, die jedoch gleichzeitig die Endstation für das Schweizer und das deutsche Team bedeutete. Klemperer/Koreng und Gosch/Horst gewannen ihre Spiele, schieden jedoch wie die durch den Poolsieg direkt qualifizierten Brink/Reckermann im Achtelfinale aus. Im Viertelfinale verloren die letzten verbliebenen Schweizer Heyer/Heuscher gegen die Russen Kolodinsky/Barsouk, die wiederum im Halbfinale gegen Rogers/Dalhausser und im Spiel um den dritten Platz gegen Nummerdor/Schuil unterlagen. Das Finale gewannen die US-Amerikaner gegen die Brasilianer Harley/Alison.

Mazuri Open in Stare Jabłonki (4. bis 9. August) Platz Team 1 Benjamin Insfran / Pedro Solberg 2 Julius Brink / Jonas Reckermann 3 Pablo Herrera / Adrián Gavira 4 Harley Marques / Alison Cerutti 5 Rivo Vesik / Kristjan Kais 5 Bruno Schmidt / João Maciel 7 Grzegorz Fijałek / Mariusz Prudel 7 Florian Gosch / Alexander Horst