Der Zeller Blauen (auf alten Karten auch: Blauen oder HochblauenH. Fischer: Ueber die Verbreitung der der triklinoëdrischen Feldspathe (Albit, Oligoklas, Labrador) in den sogenannten plutonischen Gesteinen des Schwarzwalds. In: Berichte über die Verhandlungen der naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg i. B. Nr. 15, April 1860, S. 237 (online).Friedel Vathauer: Das Schwarzwald-Wanderbuch mit den 80 schönsten Tagestouren. BLV, München, Wien 1974, ISBN 3-405-11541-8, S. 73.) ist ein hoher Berg im südlichen Schwarzwald. Er gehört zu Zell im Wiesental im baden-württembergischen Landkreis Lörrach.

Beschreibung Der Berg dominiert mit seinem steilen Geländeabfall nach Süden, Westen und Osten das Wiesental nördlich der Stadt Zell und überragt diese um mehr als 600 Meter. Nordwärts setzt sich vom bewaldeten Gipfelbereich des Zeller Blauen, zwischen dem Kleinen Wiesental im Westen und dem Wiesental im Osten, ein Höhenrücken bis zum zehn Kilometer entfernten Belchen fort.

Besiedlung Am Westhang des Zeller Blauen, in etwa 700 bis 800 Meter Höhe, liegen auf der Gemarkung des Zeller Stadtteils Adelsberg die Weiler Blauen und Oberblauen. Am nordöstlichen Abhang des Berges befindet sich der zum Zeller Stadtteil Pfaffenberg gehörige Weiler Käsern. Entlang der Südflanke finden sich Reste barockzeitlicher Verschanzungen.Werner Störk: Wüstmatt-Sperrgraben, Westsicherung & Redan Nr. 3 auf minifossi.pcom.de, abgerufen am 6. Oktober 2024.Hans Fräulin: Schanzen und Befestigungen in der Umgebung von Zell im Wiesental. In: Das Markgräflerland, Jg. 1995, H. 1, S. 78–86, hier S. 82–83 Digitalisat der UB Freiburg

Zum Namen In einer Schwarzwaldkarte des Klosters St. Blasien aus dem Jahr 1788 wird der Berg als „auf dem hohen Blauen“ bezeichnet.Mappa geographica ad Historiam Nigrae Silvae Martini Gerberti S.R.I.P. Monasterii & Congreg. S. Blasii abbatis / del. P. Bonifac. Grüninger ...; gestochen von Johann Bap. Haas. Sankt Blasien, 1788 (online) Im Topographischen Atlas ueber das Grossherzogtum Baden wird er 1846 „Hochblauen“ genannt.Todtnau. Blatt XI.2 in: Topographischer Atlas ueber das Grossherzogtum Baden. Karlsruhe 1846 (online) Diese Bezeichnung ist ebenfalls für den zwölf Kilometer westnordwestlich gelegenen Berg Blauen bei Badenweiler üblich.

Infrastruktur Etwa 100 Meter östlich des Gipfels auf der Gemarkung des Zeller Stadtteils Pfaffenberg wurde ein Funkmast des Tetra-Behördenfunks errichtet.

Im November 2026 soll mit Bauarbeiten zum Windpark Zeller Blauen mit zwei Windkraftanlagen begonnen werden.EWS: Baubeginn Windpark Zeller Blauen in einem Jahr, Pressemeldung vom 15. Dezember 2025, aufgerufen am 8. April 2026.

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