Die Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH (ehemals Fondsdepot Bank GmbH) ist ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Hof (Saale). Als von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) lizenziertes Institut bietet es Finanzunternehmen, wie z. B. Versicherungen die Möglichkeit, Anlageberatung und -vermittlung von Investmentfonds und weiteren Finanzinstrumenten ohne eigene BaFin-Lizenz durchzuführen, indem diese unter der Lizenz der Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH agieren.

Die Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH gehört zur britischen FNZ Group, zu der auch die FNZ Bank SE mit Sitz in Aschheim bei München gehört.

Geschichte 1993 wurde das Unternehmen als GKS Gesellschaft für Kontenservice gegründet. Nach Erhalt der Teilbanklizenz im Jahr 2003 firmierte man um in Fondsdepot Bank. Im Mai 2009 wurde die Münchener FondsServiceBank (FSB) ins Unternehmen integriert. Die Fondsdepot Bank übernahm dabei alle Vertriebspartnerverträge sowie die insgesamt rund 460.000 Kundenverträge der FondsServiceBank zur Verwahrung und Verwaltung von Investmentfonds-Depots.

Anfang 2010 übernahm die Fondsdepot Bank das B2B-Anlagekontengeschäfts für die SEB Bank und der SEB Asset Management. Auch erfolgte 2010 die Erweiterung der Banklizenz zur Vollbank. Im Jahr 2014 übernimmt Xchanging das Unternehmen. Von April 2017 bis Januar 2023 gehört die Fondsdepot Bank zum amerikanischen IT-Dienstleistungskonzern DXC Technology und ist seit Januar 2023 Teil der FNZ Group.

Mit der Axa Deutschland wurde im Dezember 2019 ein Kooperationsvertrag geschlossen. Die Fondsdepot Bank sollte zukünftig die Plattform für das Investmentdirektgeschäft der Axa Deutschland stellen.Axa ordnet seine Bankgeschäfte neu, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ausgabe vom 12. Dezember 2019

Seit Unternehmensgründung befindet sich der Haupt- und Abwicklungsstandort im nordbayerischen Hof. Daneben gibt es Büros in München und Frankfurt am Main.Fondsdepotbank: Über uns, auf Website; Zugriff am 1. April 2020

Im Dezember 2024 übernahm die FNZ Bank das Einlagen- und Verwahrgeschäft der Fondsdepot Bank, die als Schwester-Institut der FNZ Bank ebenfalls zur FNZ-Gruppe gehört. Die Marke Fondsdepot Bank bleibt dabei bestehen und wird eine Marke der FNZ Bank SE. Aus der ehemaligen Fondsdepot Bank GmbH wurde nach der Abspaltung des Einlagen- und Verwahrgeschäfts und dessen Übertragung auf die FNZ Bank eine klar auf Haftungsdach-Leistungen fokussierte Bank unter dem jetzigen Namen Deutsche Haftungsdach.

Unternehmen Als lizenziertes Institut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet die Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH Finanzunternehmen, Versicherungen und Fintechs die Möglichkeit, Anlageberatung und -vermittlung von Investmentfonds, Vermögensverwaltungsprodukten und weiteren Finanzinstrumenten ohne eigene BaFin-Lizenz durchzuführen, indem diese unter der Lizenz eines spezialisierten Wertpapierinstituts agieren.

Im Rahmen dieses Angebotes übernimmt die Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH die regulatorische Verantwortung und stellt technische Infrastruktur und Prozesse zur Verfügung. Etwa 8.000 vertraglich gebundene Vermittler sind an das Haftungsdach angeschlossen.Exklusive Analyse: Deutschlands größte Haftungsdächer, Fonds professionell Ausgabe 4/2019 vom 3. Januar 2020.

Die Deutsche Haftungsdach (DHD) GmbH ist das größte Haftungsdach in Deutschland, gemessen an der Zahl vertraglich gebundenen Vermittler.

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